Baden-Württemberg:
Informationsinitiative zu Mobilfunk und 5G


[10.11.2020] Die Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums startet jetzt. Ziel ist es, Bürger zu informieren und Kommunen dabei zu unterstützen, Diskussionen zu diesen Themen in konstruktive Bahnen zu lenken.

In Baden-Württemberg startet jetzt die Initiative „Mobilfunk und 5G“, um die Einführung des neuen Mobilfunkstandards zu unterstützen. Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat jetzt den Startschuss zur Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ gegeben. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betonte bei der virtuellen Auftaktveranstaltung die Bedeutung einer schnellen Einführung des neuen Mobilfunkstandards für Baden-Württemberg: „Wir alle wollen zu jeder Zeit und überall unterbrechungsfrei miteinander telefonieren können, Informationen aus dem Internet abrufen, Dokumente hochladen oder per Videokonferenz miteinander kommunizieren. Um die großen Chancen der Digitalisierung tatsächlich nutzen zu können, müssen leitungsgebundene und mobile Breitband-Netze bedarfsgerecht ausgebaut werden. Der dringend notwendige Ausbau des Mobilfunknetzes und die Einführung des neuen, deutlich leistungsfähigeren Mobilfunkstandards 5G kann jedoch nur gelingen, wenn wir die Themen sachlich erörtern.“

Fakten bündeln und veranschaulichen

Ziel der Initiative sei es, Bürger zu informieren und Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, die teils kontrovers geführten Diskussionen vor Ort in konstruktive Bahnen zu lenken. „Im Rahmen der Initiative werden Materialien entwickelt, die Fakten zu Mobilfunk und 5G sachlich bündeln und veranschaulichen. Wir möchten es der Bevölkerung damit erleichtern, sich sachlich zu informieren“, erklärt Hoffmeister-Kraut. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilt, werden dazu gemeinsam mit den Bürgern sachlich fundierte und einfach verständliche Informationsmaterialien zum Mobilfunkausbau und 5G in Baden-Württemberg entwickelt und auf der Plattform Mobilfunk-bw.de zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werde in drei Fokusgruppen-Sitzungen im Dezember 2020 und Januar 2021 erörtert, ob mit der Initiative alle zentralen Fragen der Bürger adressiert werden und die Materialien anschaulich genug aufbereitet sind. Bis zum 20. November 2020 könnten sich Interessierte beim Wirtschaftsministerium für die Teilnahme registrieren.

Für Unternehmen unabdinbar

An der Auftaktveranstaltung zur baden-württembergischen Mobilfunkinitiative nahmen rund 150 kommunale Entscheidungsträger sowie Wirtschaftsvertreter des Landes virtuell teil, berichtet das Ministerium. „Für die Unternehmen im Land ist es geradezu überlebensnotwendig, jederzeit über Glasfaser und stabilen Mobilfunk mit Geschäftspartnern rund um den Globus kommunizieren zu können. Um das zu ermöglichen, muss der Ausbau der Mobilfunknetze von den Telekommunikationsunternehmen zügig vorangetrieben werden“, so die Ministerin. „Darüber hinaus muss Baden-Württemberg Vorreiter bei der Einführung von 5G werden. Der neue Mobilfunkstandard eröffnet ganz neue Anwendungsfelder, wie etwa intelligente Mobilitäts- und Logistik- und Energieversorgungssysteme.“ Dank extrem hoher Übertragungsraten, einer sehr hohen Zuverlässigkeit und minimalen Verzögerungszeiten sei es künftig möglich, dass Maschinen in Echtzeit miteinander kommunizieren könnten.

Ausbau vorantreiben

Hoffmeister-Kraut ergänzte, dass sich auch die Landesärztekammer Baden-Württemberg für einen flächendeckenden Ausbau der Mobilfunknetze ausgesprochen habe, um beispielsweise über Telemedizin eine flächendeckende Patientenversorgung zu ermöglichen. Bei der Auftaktveranstaltung sprachen neben Ministerin Hoffmeister-Kraut auch Professor Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Baden-Württemberg, Christian O. Erbe, Vize-Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags, Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages, und Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.
Oberbürgermeister Martin Horn aus Freiburg, die Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger aus Stutensee, Hilmar Möhlmann vom Informationszentrum Mobilfunk und Josef Opitz von der Bundesnetzagentur haben im Rahmen eines Podiumsgesprächs erörtert, auf welche Weise am schnellsten die Hürden überwunden werden können, die einem zügigen Ausbau des Mobilfunknetzes in Baden-Württemberg zur Zeit noch entgegenstehen.

Gemeinsam Wege finden

Die Informations- und Kommunikationsinitiative ist in den vergangenen Monaten vom Wirtschaftsministerium in enger Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden und weiteren Landesministerien ausgearbeitet worden, heißt es vonseiten des Ministeriums weiter. Angeknüpft worden sei an die Arbeit der Task Force Mobilfunk, die das Wirtschaftsministerium 2019 ins Leben gerufen habe, um schnellstmöglich gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen, den kommunalen Landesverbänden und Wirtschaftskammern Wege zu finden, wie der Mobilfunkausbau in Baden-Württemberg zügig vorangebracht werden kann. (co)

https://wm.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Breitband, Baden-Württemberg, 5G, Mobilfunk

Bildquelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

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