Mecklenburg-Vorpommern:
Immer mehr Anträge online


[11.1.2021] Das Online-Portal für Verwaltungsdienstleistungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird immer beliebter. Im vergangenen Jahr sind darüber fast 21.000 Anträge bei der Verwaltung eingegangen.

Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nutzen das landesweite Online-Portal für Verwaltungsdienstleistungen. Wie das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes mitteilt, wurden im Jahr 2020 über das MV-Serviceportal insgesamt 20.962 Anträge gestellt (Stand 29.12.2020). Darüber hinaus seien inzwischen 6.326 Nutzerkonten angelegt.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel machte sich bei der Zahl der Anträge deutlich bemerkbar, dass die Leistungen des Urkundenportals des Zweckverbands für elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern in das MV-Serviceportal integriert wurden. „Das bedeutet, dass Bürger und Bürgerinnen nun auch dort die Urkunden aus den Standesämtern wie Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden online beantragen können“, so der Minister. „Die meisten der Online-Anträge – knapp 20.000 – betrafen das Ausstellen solcher Urkunden.“ Weitere beliebte – wenn auch bei Weitem nicht so häufig genutzte – Angebote seien die Anmeldung der Hundesteuer (334 Anträge) oder eines Gewerbes (320) sowie die Gewerbeabmeldung (133). „Aber auch Fördermittel aus unserem Landesprogramm zur Unterstützung der digitalen Transformation in Unternehmen wurden bereits 47-mal online beantragt“, berichtet Christian Pegel. Seit Kurzem können die Verwaltungsleistungen im Portal zudem online bezahlt werden. „Damit kann der ganze Antragsprozess wirklich vollständig digital abgewickelt werden“, sagt der Minister, der sich davon eine weitere Zunahme der Nutzerzahlen erhofft.
Darüber hinaus wurde dem Digitalisierungsministerium zufolge ein weiterer Meilenstein für das MV-Serviceportal ins Rollen gebracht: Mit der Erarbeitung der „Landesverordnung zu den E-Government-Basisdiensten“ werde die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, dass Nutzer sich für vertrauliche Antragsverfahren, die eine Authentifizierung erfordern, online ausweisen können. „Der Entwurf der Verordnung geht jetzt in die erforderlichen Anhörungsrunden. Abhängig von deren Ergebnis könnte sie frühestens im Frühjahr verabschiedet werden“, skizziert Pegel den weiteren Ablauf. Mit Veröffentlichung und Inkrafttreten der Verordnung stünden dann auch das so genannte interoperable Nutzerkonto und das interoperable Postfach bereit: „Interoperabel bedeutet, dass sich auch Menschen, die nicht aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, beim MV-Serviceportal anmelden und damit arbeiten können“, erläutert Christian Pegel und fügt hinzu: „Technisch haben wir das bereits umgesetzt. Die Verordnung schafft auch hier die rechtliche Grundlage für die praktische Anwendung.“
Der Minister appelliert zudem an alle Behörden im Land, das Portal, das die Landesregierung ihnen kostenlos zu Verfügung stellt, zu nutzen: „Das Onlinezugangsgesetz des Bundes schreibt vor, dass alle öffentlichen Verwaltungen ihre Dienste bis Ende 2022 auch online zur Verfügung stellen müssen. Mit dem MV-Serviceportal haben wir eine landesweite, zentrale Plattform für alle bereitgestellt. Ein weiterer Vorteil ist, dass bereits angebotene Leistungen und die dahinterstehenden technischen Verfahren unkompliziert genutzt werden können. Hier muss niemand das Rad noch einmal erfinden.“
(bs)

https://www.mv-serviceportal.de
https://www.regierung-mv.de

Stichwörter: Portale, CMS, Mecklenburg-Vorpommern, OZG, Digitale Identität



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich CMS | Portale
service-bw: 500.000 Konten sind angelegt
[21.1.2021] Mehr als 500.000 Servicekonten zählt mittlerweile die E-Government-Plattform service-bw. Während registrierte Nutzer über das Informations- und Serviceportal bequem Verwaltungsleistungen von Land und Kommunen in Anspruch nehmen können, können die Kommunen mithilfe der Plattform Anträge einfach selbst digitalisieren. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Laptops und Tablets für Schüler
[15.1.2021] Die landesweite Einkaufsgenossenschaft des Städte- und Gemeindebundes NRW, KoPart, unterstützt die nordrhein-westfälischen Schulen während der Corona-Pandemie. Als etwa die Nachfrage nach mobilen Endgeräten groß wurde, konnte KoPart diese effizient ausschreiben und über ihr digitales Einkaufsportal verfügbar machen. mehr...
Augsburg: 2021 startet mit neuen Online-Diensten
[12.1.2021] Die bayerische Stadt Augsburg hat zu Beginn des neuen Jahres ihren Online-Service deutlich ausgebaut. Im ersten Halbjahr 2021 wird die Stadt als Pilotpartner des Freistaats Bayern zudem das Unternehmenskonto auf Basis des Elster-Zertifikats einführen. mehr...
Mit Beginn des Jahres 2021 digitalisiert die Stadt Augsburg weitere Verwaltungsleistungen.
MRN: Datenportal Rhein-Neckar geht online
[17.12.2020] Die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) hat ein offenes Datenportal für die Region im Dreiländereck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gelauncht. Mit dessen Hilfe sollen Verwaltung, IT, Wissenschaft und Bildung Daten zur Region schnell finden und nutzen können. mehr...
Das neue Datenportal der Metropolregion Rhein-Neckar ist online.
Quickborn: Mit Serviceportal SH verbunden
[14.12.2020] Als erste Kommune ist die Stadt Quickborn an die OSI-Plattform von Schleswig-Holstein, dem durch Dataport bereitgestellten Serviceportal SH, angebunden. Bürger und Unternehmen können nun auf verschiedene Verwaltungsdienste online zugreifen. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2021
Kommune21, Ausgabe 12/2020
Kommune21, Ausgabe 11/2020
Kommune21, Ausgabe 10/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich CMS | Portale:
KID Magdeburg GmbH
39104 Magdeburg
KID Magdeburg GmbH
brain-SCC GmbH
06217 Merseburg
brain-SCC GmbH
DSV Service GmbH
70565 Stuttgart
DSV Service GmbH
Aktuelle Meldungen