Studie:
Konjunkturpaket als Digitalisierungsschub?


[14.1.2021] Das Beratungsunternehmen BearingPoint und das Handelsblatt Research Institute haben eine Studie vorgelegt, die sich mit den erwarteten Effekten des Konjunkturpakets der Bundesregierung auf die Verwaltungsdigitalisierung befasst.

Mit den Investitionen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung werden verschiedene Maßnahmen zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen finanziert. Wesentlich zur Digitalisierung beitragen sollen die drei großen Vorhaben Onlinezugangsgesetz (OZG), Registermodernisierung und Digitale Befähigung der Kommunen. Nun haben das Beratungsunternehmen BearingPoint und das Handelsblatt Research Institute in einer Studie die Effekte des Konjunkturpakets auf die Verwaltungsdigitalisierung untersucht.
Da der Großteil der Konjunkturhilfen in den Jahren 2021 und 2022 fließen soll, erwarten die Herausgeber der Studie in diesem Zeitraum auch die größten, unmittelbaren Effekte. Die Verwaltung wolle die Gelder in Personal, Hard- und Software, Infrastruktur und externe Unterstützung investieren. Deshalb prognostiziert die Studie in den nächsten zwei Jahren für die IT-Branche eine Nachfragesteigerung.

Intensive Koordination aller Ebenen

Laut der Studie ist zu erwarten, dass eine digitalere Verwaltung viele positive Entwicklungen anstoßen wird: von einem Serviceplus über Kosteneinsparungen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen und einer Stärkung der Demokratie. Bundesländer und Kommunen spielten dabei eine große Rolle, da Bürger und Unternehmen vor allem auf kommunaler Ebene mit staatlichem Verwaltungshandeln in Kontakt kämen. Da die Umsetzungsmaßnahmen einvernehmlich erfolgen müssen, um Erfolg haben zu können, seien diese Ebenen zu koordinieren. Wenn dies gelinge und die Digitalisierung landesweit einheitlich gedacht und weniger von einzelnen Pilotprojekten geprägt sei, seien die Gelder aus dem Konjunkturpaket gut investiert.
Noch hinke Deutschland allerdings europaweit beim E-Government hinterher. Grund dafür ist laut den Herausgebern der Studie, dass noch zu wenige Verwaltungsabläufe durchgehend online möglich sind. Auch werde das E-Government zu wenig aus Bürgersicht entwickelt. (sib)

Die Studie kann hier heruntergeladen werden (Deep Link)
https://www.bearingpoint.com

Stichwörter: Panorama, BearingPoint, Konjunkturpaket, Studie, Handelsblatt Research Institute



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Thüringen: Modellkommunen gesucht
[19.1.2021] In Thüringen sollen Konzepte gefunden werden, um die Einer-für-Alle-Lösungen aus den OZG-Digitallaboren an die konkreten Gegebenheiten in verschiedenen Kommunen anzupassen. Landes-CIO Hartmut Schubert ruft nun die Kommunen im Freistaat zur Mitwirkung auf. mehr...
Kommunalgremium: Alle Ebenen beteiligen Bericht
[14.1.2021] In die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes müssen auch die Kommunen unmittelbar eingebunden werden. Der IT-Planungsrat hat dazu das Kommunalgremium eingerichtet. In dessen Auftaktsitzung wurden erste Arbeitsziele formuliert. mehr...
Zukünftige Gremienstruktur des IT-Planungsrats.
Digitale Verwaltung: Fujitsu-Jahreskonferenz als Online-Event
[12.1.2021] Seine diesjährige Konferenz über Zukunftsperspektiven in der öffentlichen Verwaltung wird der Technologiekonzern Fujitsu digital ausrichten. Das geplante interaktive Format soll unter dem Titel „Meet the Public Sector“ laufen. mehr...
Die Fujitsu-Jahreskonferenz Digitale Verwaltung wird digital stattfinden.
Baden-Württemberg: Chatbot COREY ist ein Erfolgsmodell
[11.1.2021] Für Fragen rund um die Corona-Pandemie hat das Land Baden-Württemberg im April 2020 das digitale Informationsangebot COREY gestartet. Der Chatbot hat seitdem rund 1,7 Millionen Fragen von mehr als einer Million Nutzern beantwortet. mehr...
Chatbot COREY beantwortet Fragen zur Corona-Pandemie.
In eigener Sache: Wir machen Winterpause
[24.12.2020] Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Aktuelle Meldungen gibt es hier wieder ab dem 11. Januar 2021. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2021
Kommune21, Ausgabe 12/2020
Kommune21, Ausgabe 11/2020
Kommune21, Ausgabe 10/2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Panorama:
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
Aktuelle Meldungen