Darmstadt:
Open-Data-Strategie beschlossen


[30.3.2021] Die systematische Bereitstellung von Verwaltungsdaten regelt jetzt eine Open-Data-Strategie für Darmstadt. Die Kommune will außerdem eine Open-Data-Beauftragte oder einen Open-Data-Beauftragten berufen und eine AG Open Data einrichten.

Eine Open-Data-Strategie hat jetzt die Stadtverordnetenversammlung für Darmstadt beschlossen. Damit wurde laut der hessischen Kommune eine wichtige Grundlage für die systematische Bereitstellung von Verwaltungsdaten auch für die Öffentlichkeit erarbeitet. Die Strategie orientiere sich an Best Practices, um von den Erfahrungen anderer Kommunen zu lernen. Leitgedanke sei, den Umgang und die Bereitstellung offener Daten als lernendes System zu begreifen, das fortlaufend überprüft und verbessert wird. „Daten und Informationen sind eine wesentliche Ressource der Wissensgesellschaft“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. Dementsprechend wachse in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Wunsch, einen umfassenderen und leichteren Zugang zu Daten der öffentlichen Verwaltung zu bekommen. In Darmstadt stellen bereits viele Fachämter Daten und Informationen öffentlich zur Verfügung. Noch besser könne dem Bedarf aber mit Open Data Rechnung getragen werden. Dies komme auch der Transparenz zugute und könne Wissens- und Innovationsprozesse anstoßen. „Unser Ziel ist jedoch nicht, möglichst viele Daten zur Verfügung zu stellen, sondern wir konzentrieren uns auf die für die Nutzer wichtigen Datenbestände und halten diese dauerhaft aktuell“, sagt Partsch.

Plattform bündelt Open Data

Die offenen Daten der Stadt Darmstadt sollen den Nutzern maschinenlesbar, leicht zugänglich, dauerhaft und gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden, kündigt die Stadtverwaltung an. Bereitgestellt werden sie über die Open-Data-Plattform der Wissenschaftsstadt. Ein solch zentral organisiertes Angebot fördere die Auffindbarkeit der Daten und helfe, einheitliche Standards bei der Datenbereitstellung zu sichern und einzuhalten. „Die Open-Data-Plattform wird außerdem mit der jüngst gestarteten Datenplattform der Digitalstadt Darmstadt GmbH verknüpft und für dort platzierte Anwendungen ein wichtiger Datenlieferant sein“, sagt Oberbürgermeister Partsch.
Erstellt haben die Open-Data-Strategie die Abteilung Statistik und Stadtforschung und die IT-Abteilung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Unterstützt wurden sie dabei von der Digitalstadt GmbH. Die fachliche Verantwortung für die offenen Verwaltungsdaten werde dementsprechend bei der Abteilung Statistik und Stadtforschung liegen, die technische Verantwortung für die Open-Data-Plattform bei der Abteilung IT. Geplant sei außerdem, einen städtischen Open-Data-Beauftragten oder eine städtische Open-Data-Beauftragte zu bestellen. Die neue Position soll die Strategie in Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachämtern der Stadtverwaltung Schritt für Schritt umsetzen. Auch soll eine zugehörige AG Open Data, besetzt mit den Ansprechpartnern der betroffenen, zentralen Fachämter unter Leitung des oder der Open-Data-Beauftragten zusammentreten. Die Stadt will so den Prozess rund um die Bereitstellung offener Daten strategisch und organisatorisch bestmöglich administrieren. (ve)

https://www.digitalstadt-darmstadt.de

Stichwörter: Open Government, Open Data, Darmstadt



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Berlin: Erste Digitalwerkstatt Verwaltung
[14.10.2021] In Berlin wurden vergangene Woche in einer Veranstaltungsreihe Online-Formulare und digitale Anträge auf ihre Nutzerfreundlichkeit getestet. Organisiert hat die Veranstaltung die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport und das CityLAB Berlin. mehr...
Hessen: Geobasisdaten frei zugänglich
[5.10.2021] Hessen macht Luftbilder, Geländekarten und alle anderen bei der Landesverwaltung vorrätigen Geobasisinformationen künftig frei zugänglich und verwertbar. Das sieht ein entsprechendes Gesetz vor, dass der Landtag jetzt verabschiedet hat. mehr...
Dataport: Datenplattform zur KI
[3.9.2021] IT-Dienstleister Dataport hat mit den norddeutschen Bundesländern die Datenplattform data[port]ai umgesetzt. Daten der Verwaltung sollen damit besser genutzt, eine leistungsfähige KI-Infrastruktur aufgebaut und ein offenes Ökosystem geschaffen werden. mehr...
Hamburg: Interaktiver Haushalt 2021/2022
[26.8.2021] Der neue Haushaltsplan der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die Wirtschaftspläne von Landesbetrieben, Hochschulen und Sondervermögen können nun online eingesehen werden. Die interaktive Veröffentlichung soll vor allem für Transparenz sorgen. mehr...
Dataport: Zehn Thesen
[19.7.2021] Dataport hat zehn Thesen zur Verbesserung der Datennutzung in der öffentlichen Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen verfasst. Die Thesen sollen die Daten- und Open-Data-Strategie der Bundesregierung konkretisieren und so zu deren erfolgreichen Umsetzung beitragen. mehr...
Weitere FirmennewsAnzeige

Schulkonfigurator: Online-Tool verschafft Schulen Überblick bei der Digitalisierung
[20.9.2021] Der DigitalPakt Schule kommt nur schleppend voran, Fördermittel bleiben ungenutzt. Woran es hakt und wie die Deutsche Telekom den Schulen mithilfe eines Online-Tools zu einem besseren Durchblick im Technik-Dschungel verhelfen will. mehr...

Kongressmesse: Smart Country Convention geht als Special Edition an den Start
[20.9.2021] Ob Onlinezugangsgesetz, Daseinsvorsorge 4.0 oder IT-Sicherheit in der Verwaltung – am 26. und 27. Oktober dreht sich bei der Smart Country Convention alles um die Digitalisierung des Public Sectors. mehr...
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 10/2021
Kommune21, Ausgabe 9/2021
Kommune21, Ausgabe 8/2021
Kommune21, Ausgabe 7/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen