Thüringen:
Digitale Brücke zum Gesundheitsamt


[11.6.2021] Gesundheitsämter müssen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Daten aus verschiedenen Kontaktnachverfolgungs-Apps verarbeiten. Die Gateway-Lösung IRIS connect, die dies erleichtern soll, kommt nun auch in Thüringen zum Einsatz.

Die Gateway-Lösung IRIS connect soll Gesundheitsämter dabei unterstützen, Daten aus verschiedenen Kontaktnachverfolgungs-Lösungen schnell, effektiv und sicher auszuwerten. IRIS connect wurde von der Open Source Community entwickelt. Betrieben wird die Lösung vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) und der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Eine Vielzahl der bestehenden Lösungen zur digitalen Kontaktdatenerfassung haben sich bereits dem IRIS connect Projekt angeschlossen, weitere Lösungen könnten angebunden werden (wir berichteten).
Nun wird das IRIS-Gateway auch in den ersten Kommunen in Thüringen eingesetzt, zunächst im Rahmen einer Pilotierung. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sei in diesen Kommunen dann vollkommen digital möglich, berichtet das Thüringer Finanzministerium. Der Finanzstaatssekretär und CIO des Landes, Hartmut Schubert, erklärt, dass schon „in Kürze“ die Kontaktdaten vollkommen digital und verschlüsselt an die Gesundheitsämter übermittelt werden sollten, sodass Benachrichtigungen nach einem Risikokontakt schneller erfolgen können.
Mithilfe des IRIS Gateways werde der bisherige Medienbruch für eine Vielzahl der Anwendungen zur Kontaktdatenerfassung beseitigt. Alle Anbieter der mehr als 50 deutschlandweit bestehenden Lösungen zur Kontaktdatenerfassung könnten bei Interesse ihre Anwendungen an das Gateway anbinden. Egal für welche Lösung sich private oder öffentliche Einrichtungen entschieden haben, es könne eine digitale Brücke zwischen den App-Betreibern und den Gesundheitsämtern hergestellt werden. (sib)

Detail-Informationen über das Gateway (Deep Link)
https://www.thueringen.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Kontaktnachverfolgung, Corona, IRIS Gateway, Open Source, Thüringen, IT.NRW



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Kontaktnachverfolgung: Software-Schnittstelle für Gesundheitsämter
[10.6.2021] Die IRIS-Gateway-Schnittstelle unterstützt Gesundheitsämter bei der Verarbeitung von digital erfassten Gästelisten aus Kontaktnachverfolgungs-Apps. IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen wollen Kommunen bei der schnellen Implementierung von IRIS unterstützen. mehr...
Digitale Souveränität: München, AKDB und Dataport kooperieren
[9.6.2021] Die Landeshauptstadt München will gemeinsam mit der AKDB und Dataport zahlreiche neue Aspekte zum Thema digitale Souveränität einbringen. Dafür wurde nun ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. mehr...
Künstliche Intelligenz: Einsatz im Umfeld von SAP Bericht
[8.6.2021] Auf dem Weg zur smarten Verwaltung kann auf KI-Anwendungen kaum verzichtet werden. Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz im Umfeld der SAP-Systemlandschaft testet etwa die Stadt Dortmund. mehr...
Dortmund: Pilotprojekt zum Einsatz künstlicher Intelligenz.
GAIA-X: 131 Vorhabenskizzen eingegangen
[21.5.2021] Für den GAIA-X Förderwettbewerb sind 131 Vorhabensskizzen bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Die aussichtsreichsten Skizzen werden nun ausgewählt und sollen zwischen dem 9. und 11. Juli 2021 einem Gutachtergremium vorgestellt werden. mehr...
Domänenzuordnung der eingereichten Skizzen
Open Source: Offen und unabhängig Bericht
[19.5.2021] Die öffentliche Verwaltung in Deutschland sollte sich technologisch stärker öffnen als bislang, beispielsweise durch den Einsatz von Open Source Software. Denn so können sich Akteure des Public Sector unter anderem ihre Unabhängigkeit bewahren. mehr...
Open-Source-Lösungen bieten Vorteile für die öffentliche Verwaltung.
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 6/2021
Kommune21, Ausgabe 5/2021
Kommune21, Ausgabe 4/2021
Kommune21, Ausgabe 3/2021

Aktuelle Meldungen