Telekom/Eutelsat:
Satelliten-Internet für entlegene Gebiete


[19.10.2021] Die Deutsche Telekom erhält für die Versorgung entlegener Regionen mit Breitband extraterrestrische Hilfe vom Satellitenbetreiber Eutelsat. Dies wurde jetzt in einer Vereinbarung festgelegt.

In den vom Hochwasser stark betroffeneren Heimerzheim testen die Deutsche Telekom und Eutelsat derzeit den Einsatz von Satelliten für die Breitband-Versorgung. Die Deutsche Telekom und Eutelsat Communications (Euronext Paris: ETL) haben jetzt eine Vereinbarung über die Vermarktung von schnellem Breitband über Satellit in Deutschland getroffen. Wie die Telekom berichtet, wird sie im Rahmen der Vereinbarung ab Ende 2021 breitbandiges Internet via Satellit anbieten. Technische Basis hierfür sei der Konnect Satellit von Eutelsat. Davon können Haushalte in entlegenen Regionen oder mit begrenztem Zugang zu leistungsstarken Netzen profitieren. Die Telekom und Eutelsat haben außerdem vereinbart, zukünftig über die Erweiterung der Partnerschaft zu sprechen. Diese engere Zusammenarbeit würde dazu führen, dass die Telekom eigene Produkte über die aktuelle und zukünftige Infrastruktur von Eutelsat anbietet.
Der im November 2020 in Betrieb genommene Eutelsat Konnect verfüge über eine Gesamtkapazität von 75 Gigabit pro Sekunde und sei in der Lage, Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde für Privathaushalte und Unternehmen anzubieten. Der Satellit decke ganz Deutschland sowie 14 weitere europäische Länder ab.
Einen ersten Einsatz testen die Telekom und Eutelsat derzeit in Heimerzheim. Das Festnetz dort sei vom Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Per Satellitenverbindung gebe es nun eine WLAN-Versorgung am Pfarrheim des Ortes. Hier sei ein Info-Punkt, an dem Helferinnen und Helfer und betroffene Einwohner ab sofort kostenlosen Zugang zum Internet haben.
„Wir wollen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk führend sein“, sagt André Almeida, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom Deutschland. „Unser Glasfaserausbau bleibt einer der wichtigsten Bausteine für die Digitalisierung in Deutschland. Die Telekom wird in den kommenden Jahren massiv dazu beitragen, die Zahl der Glasfaseranschlüsse für Haushalte und Unternehmen in Deutschland weiter zu steigern. Die Kooperation mit Eutelsat ist eine perfekte Ergänzung unseres Portfolios. Damit können wir Breitband über Satellit auch in abgelegenen Gebieten anbieten sowie in Regionen, in denen wir derzeit keine Hochgeschwindigkeitsanschlüsse haben.“
Rodolphe Belmer, CEO von Eutelsat, sagt zu der Vereinbarung: „Wir freuen uns, die Deutsche Telekom als Vertriebspartner für unser Satelliten-Breitband-Angebot in Deutschland, einem der größten Märkte Europas, gewinnen zu können. Diese Art von Vereinbarung zeigt das Vertrauen der großen Telekommunikationsbetreiber in unser Angebot. Sie unterstreicht die Bedeutung des Satelliten als kostengünstige und zuverlässige Infrastruktur, die es ermöglicht, die Reichweite über den Bereich der terrestrischen Netze hinaus auszudehnen und eine flächendeckende Abdeckung sicherzustellen. Nach den Vereinbarungen mit Orange in Frankreich und TIM in Italien ist diese Vereinbarung ein weiterer wichtiger Meilenstein, der unsere Markteinführungsstrategie in einem dritten wichtigen Markt in Europa stärkt.“ (th)

https://www.telekom.com
https://www.eutelsat.com

Stichwörter: Breitband, Eutelsat, Deutsche Telekom, Satellit, Heimerzheim

Bildquelle: Deutsche Telekom

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

handelsblatt2204-banner

 Anzeige

learntec2205-banner
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Interview: Strategien für den Ausbau Interview
[27.5.2022] Da Förderverfahren lange dauern, stocken vielerorts die Planungen für den Glasfaserausbau. Mit der richtigen Strategie lässt sich das vermeiden. Was es dabei alles zu beachten gilt, erläutert Dirk Fieml, CEO der tktVivax Group. mehr...
Dirk Fieml
Bitkom: Glasfaser-Förderung mit Augenmaß
[27.5.2022] Für den Glasfaserausbau in den nächsten Jahren fordert der Bitkom weniger Bürokratie, eine Förderung mit Augenmaß und Planungssicherheit für private Investitionen. Angesichts knapper Ausbaukapazitäten warnt der Verband vor zu viel und zu wenig zielgerichteten Fördermaßnahmen. mehr...
Köln: Digitale Infrastruktur wächst
[24.5.2022] Die Stadt Köln will – gemeinsam mit dem Land NRW und dem Unternehmen NetCologne – bis 2025 den Glasfaserausbau in unterversorgten Quartieren voranbringen. Schon jetzt ging ein stadtweites LoRaWAN samt passender Plattform in Betrieb, ebenfalls unter Regie von NetCologne. mehr...
Köln: Die digitale Infrastruktur der Domstadt wird um Breitband-Anschlüsse auch in Außenbezirken und ein LoRaWAN erweitert.
Deutsche Glasfaser: Vier Kommunen wollen Anschluss
[24.5.2022] Glasfaserschnelles Internet soll es künftig auch in Zella-Mehlis, Oberhof, Steinbach-Hallenberg und der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke geben. Die vier Kommunen haben eine Kooperation für den eigenwirtschaftlichen Ausbau mit Deutsche Glasfaser unterzeichnet. mehr...
Glasfaseroffensive im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Hessen: Glasfaserpakt unterzeichnet
[18.5.2022] Hessens Landesregierung, BREKO, VKU Hessen und elf Telekommunikationsunternehmen haben einen Glasfaserpakt unterzeichnet. Dieser legt unter anderem die Ausbauzahlen fest: 530.000 Haushalte sollen in den kommenden zwölf Monaten einen Glasfaseranschluss erhalten. mehr...
Hessen: Digitalministerin Kristina Sinemus und Ministerpräsident Volker Bouffier präsentieren den Glasfaserpakt.
Suchen...

 Anzeige

vereon2204-cont

 Anzeige

vereon2204-cont

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 05/2022
Kommune21, Ausgabe 04/2022
Kommune21, Ausgabe 03/2022
Kommune21, Ausgabe 02/2022

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Aktuelle Meldungen