München:
Neuer Auftritt für das RIS


[23.11.2021] Nach 15 Jahren hat das Ratsinformationssystem der bayerischen Landeshauptstadt eine grundlegende Modernisierung erfahren. In aktualisiertem Design bietet es neue Funktionen, die auf intuitive und komfortable Bedienbarkeit ausgerichtet sind.

Nach 15 Jahren hat das Ratsinformationssystem (RIS) der bayerischen Landeshauptstadt eine grundlegende Modernisierung erfahren. In aktualisiertem Design bietet es neue Funktionen, die auf intuitive und komfortable Bedienbarkeit ausgerichtet sind, wie das IT-Referat der Stadt München (RIT) im Zuge eines ersten Erfahrungsberichts mitteilt. Wie gehabt könnten Beteiligte und Interessierte über das RIS auf die Unterlagen im Umfeld von Stadtrat, Bezirksausschüssen und Bürgerversammlungen zugreifen und sich so im Sinne der politischen Teilhabe mit aktuellen Informationen versorgen. Gegenüber dem alten Portal, das nicht mehr auf dem Stand der Technik gewesen sei, halte es aber zahlreiche Verbesserungen bereit.
Beispielsweise sorge die automatische Anzeige neuer Vorgänge aus den jeweils letzten sieben Tagen auf dem Startbildschirm für Aktualität. Auch könne man sich jedes Dokument in einer Vorschau ansehen, ohne es herunterladen zu müssen. Wer jemand anderen auf eine Unterlage aufmerksam machen möchte, könne direkt aus dem System heraus eine E-Mail mit dem entsprechenden Link senden.
Hinzu komme das Angebot, Neuigkeiten zu Vorgängen, Gremien oder Personen zu abonnieren. Dann werde man benachrichtigt, wenn eine abonnierte Vorlage behandelt wird oder der Status wechselt. Bei Abonnement eines Gremiums werde man darüber informiert, dass ein neuer Termin eingestellt oder die Tagesordnung freigegeben wurde. Das Anlegen eines Accounts sei für Abonnements nicht erforderlich, E-Mail genüge.
Zudem bestehe die Möglichkeit, sich tagesaktuell über neue Anträge, Sitzungs­vorlagen, Sitzungs­termine et cetera per RSS-Feed informieren zu lassen. Hierzu müssten keine persönlichen Daten hinterlegt, sondern nur die Links in einen entsprechenden RSS-Reader eingepflegt werden.

Zielgerichtete Information durch Struktur und Filter

Wie das RIT weiter mitteilt, orientiert sich das Design des neuen Systems in Aufbau und Farbgebung am städtischen Informationsportal muenchen.de. Anhand der Farbe erkenne man auf den ersten Blick, aus welchem Umfeld eine bestimmte Unterlage kommt. Ein Konzept, das sich durch das gesamte Portal zieht: Gelb steht für Stadtrat, Lila für die Bezirks­ausschüsse, Blau für die Bürger­innen- und Bürgerversammlungen, Grün für die Stadtverwaltung.
Das Menü halte vielfältige Möglichkeiten bereit, das im RIS gebotene Informationsangebot darzustellen oder aus ihm auszuwählen. So könne man sich einen Sitzungskalender oder alternativ eine Terminliste aufrufen. Auch könnten die Nutzerinnen und Nutzer nach Monat, Quartal oder Wahlperiode filtern. Über die Schaltfläche „Gremien“ gelange man schnell zum gewünschten Ausschuss, Stadtrats- oder Bezirksausschuss-Mitglied. Unter „Service“ fänden sich grundlegende Einstiegsinformationen, Hilfen sowie Fragen und Antworten.
Hoher Bedienkomfort entstehe durch eine durchdachte Mischung von Struktur und zahlreichen Querverweisen. Intuitives Suchen und Navigieren gelinge so wie von selbst. Man könne über ein Auswahlmenü in der Startleiste einsteigen oder sich über die Links immer weiter führen lassen, Dokumente seien an allen wichtigen Orten verlinkt.
Im Rahmen der allgegenwärtigen Filterfunktionen würden Attribute wie etwa Gremium, Zeitraum oder Status durchgehend als Auswahlkriterien angeboten. Auch in den integrierten Suchfunktionen tauchten sie wieder auf. Ob per Schlagwort- oder Detailsuche – im neuen RIS werde man nun schneller fündig.

Per RIS-Internet auf den Weg zur papierlosen Gremienarbeit

Das ins System eingebettete „Extranet“ bietet die Voraus­setzungen für eine papierlose Gremienarbeit, betont das RIT. Zugänglich sei dieser Bereich für Mitglieder des Stadtrats und der Bezirksausschüsse über ein Log-in-Feld, das sich rechts oben auf der Startseite des RIS finde.
Zur digitalen Gremienarbeit gehöre zum einen die elektronische Sitzungsladung, die den Mitgliedern des Stadtrats bereits seit 2020 als Option zur Verfügung stehe. Zum anderen gehe es um die elektronische Zustellung von Stadtrats­anfragen und -anträgen sowie um die künftige Möglichkeit für Stadtrats­mitglieder, im Portal auch Unterlagen zur Sitzungs­vorbereitung zu bearbeiten und während der Sitzung zu nutzen. Dies sei derzeit Thema eines weiteren Pilotprojekts.
Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, habe es hinter den Kulissen schließlich noch eine weitere Umstellung gegeben: Das gesamte System sei nun auf den Standard Unicode umgestellt, somit mobil nutzbar und barrierefrei. (aö)

https://www.muenchen.de
https://risi.muenchen.de
Ein Informationsvideo zum neuen Ratssystem finden Sie hier im YouTube-Kanal des RIT. (Deep Link)

Stichwörter: Sitzungsmanagement, RIS, München, RIT



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

handelsblatt2204-banner
Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich RIS | Sitzungsmanagement
Eichstetten: Nachhaltig arbeiten Bericht
[21.4.2022] Das badische Eichstetten am Kaiserstuhl ist auf ein Ratsinformationssystem umgestiegen, womit die Gemeinde Ressourcen spart und die Umwelt schont. mehr...
Eichstetten: Ratsinformationssystem macht sich bezahlt.
Ratsarbeit: NRW testet hybrides Tagen Bericht
[7.4.2022] Nordrhein-Westfalen will ein Gesetz zur Einführung digitaler Sitzungen für kommunale Gremien verabschieden. Im Vorfeld wurden verschiedene Videokonferenz- und Abstimmungslösungen getestet. Fazit: Die passende Software muss erst noch entwickelt werden. mehr...
Moers hat schon Erfahrungen im Streamen von Ratssitzungen.
Fuldatal: Mandatsträger arbeiten künftig papierlos
[16.3.2022] Eine Förderung des Landes Hessen in Höhe von 49.000 Euro erhält die Gemeinde Fuldatal. Von dem Geld sollen Tablets angeschafft werden, mit denen unter anderem Mandatsträger künftig komplett digital arbeiten können. mehr...
Weiden: Startschuss für die digitale Gremienarbeit
[2.12.2021] Zum neuen Jahr wird in der Stadt Weiden ein Ratsinformationssystem eingeführt. Neben dem digitalen Sitzungsmanagement soll es auch der Bürgerinformation dienen. mehr...
Gut gewappnet für die digitale Gremienarbeit: Die Stadt Weiden in der Oberpfalz.
Ratsinformationssysteme: Berührungsängste abbauen Bericht
[30.11.2021] Gremienunterlagen sind in der schleswig-holsteinischen Stadt Wedel seit rund einem Jahr vollständig digital verfügbar. Das spart nicht nur Papier und Zeit, sondern ermöglicht den Mandatsträgern auch ein effizientes Arbeiten. mehr...
Von Blättern befreit: Gremienunterlagen sind in Wedel komplett digital verfügbar.
Weitere FirmennewsAnzeige

E-Invoicing: Was 2022 auf Kämmereiabteilungen zukommt
[2.5.2022] Annahme und Verarbeitung von E-Rechnungen, Portallösungen und PEPPOL, das neue Umsatzsteuerrecht für Kommunen – mit einigen dieser Themen haben Kämmereiabteilungen schon seit längerem zu tun, andere sind neu bzw. werden weiter ausgebaut. So bringt das laufende Jahr für alle in der kommunalen Verwaltung, die mit Steuern, Haushalt und Finanzen zu tun haben, technische wie auch gesetzliche Neuerungen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

vereon2204-cont

 Anzeige

vereon2204-cont

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 05/2022
Kommune21, Ausgabe 04/2022
Kommune21, Ausgabe 03/2022
Kommune21, Ausgabe 02/2022

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich RIS | Sitzungsmanagement:
ITEBO GmbH
49074 Osnabrück
ITEBO GmbH
ekom21 – KGRZ Hessen
35398 Gießen
ekom21 – KGRZ Hessen
KID Magdeburg GmbH
39104 Magdeburg
KID Magdeburg GmbH
Aktuelle Meldungen