Essen:
Stadt prüft Glasfaserausbau-Projekt


[3.12.2021] Das in Essen gestartete Projekt mit dem Namen ruhrfibre strebt den flächendeckenden Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur in der Stadt an. Das zugrundeliegende Konzept wird jetzt von der Stadt Essen detailliert überprüft.

Keine Sangria-Strohhälme, sondern modernste Technologie für hyperschnelles Internet: Glasfaserkabel. Die Stadt Essen soll jetzt das Konzept ruhrfibre für einen flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Essen detailliert prüfen. Hintergrund hierfür ist, so berichtet die Stadt, der steigende Bedarf an Datenübertragungskapazität auch in Essen. Ebenso wachse die Anzahl der vernetzten digitalen Endgeräte kontinuierlich – im Durchschnitt verdoppele sich der bedarf an Datenvolumen alle drei bis vier Jahre. Auch für den Wirtschaftsstandort Essen seien die Datenanbindung und das zur Verfügung stehende Datenvolumen zunehmend ein Wettbewerbsfaktor. Um eine zukunftssichere Versorgung zu gewährleisten, sei aus Sicht der Stadtverwaltung das Angebot einer hohen Bandbreite erforderlich, die über eine hohe Übertragungskapazität verfügt und eine zuverlässige Übertragung ohne Ausfälle – auch für eine hohe Anzahl von Nutzenden – gewährleistet. Glasfaser sei hierfür die zukunftssichere Technologie. Um eine zuverlässige Abdeckung aller Endkunden (privat und gewerblich) zu erreichen, sei der flächendeckende Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur ein wichtiges Ziel.
Deshalb sei das Projekt ruhrfibre mit der Strategie- und Finanzberatung Rautenberg & Company gestartet worden. In einem ersten Schritt sei das Projekt vorstrukturiert und ein Team bestehend aus Vertretern der Stadt, der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der städtischen EVV gebildet worden. In einem zweiten Schritt sei das Projekt ruhrfibre seit Juni 2021 entwickelt worden.
Grundgedanke des Public Private Partnership-Projekts sei, ein integriertes Glasfasernetz zu bauen, das in einer ersten Phase neben dem Anschluss von 153.000 Haushalten mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (Fibre-to-the-home; FTTH) zahlreiche Geschäftskunden, Schulen, Krankenhäuser und weitere öffentliche Gebäude und Einrichtungen direkt anschließt. Dabei werde eine Flächendeckung im gesamten Stadtgebiet angestrebt. So sollen auch weniger attraktive Ausbaugebiete berücksichtigt werden. Hierzu sei die Nutzung bestehender Infrastrukturen, wie zum Beispiel stadteigener Leerrohre oder Standorte, vorgesehen und für den Projekterfolg auch maßgeblich. Das integrierte Glasfasernetz der ruhrfibre würde durch den Anschluss zahlreicher Standorte für Antennen des neuen Mobilfunkstandards 5G zudem die Voraussetzung für einen effizienten und raschen Ausbau dieses neuen Mobilnetzes in der Stadt Essen schaffen, ohne dass für diesen Ausbau erneut separate Infrastrukturen gebaut und somit Baustellen eingerichtet werden müssten.
Angaben der Stadt Essen zufolge ist nach abschließender Prüfung dieses sowie weiterer Projektmöglichkeiten die finale Beschlussfassung der politischen Gremien für Februar 2022 vorgesehen. (th)

https://www.essen.de

Stichwörter: Breitband, Essen, ruhrfibre

Bildquelle: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Hofgeismar: Neue Etappe im Glasfaserausbau
[21.1.2022] Nach fünf bereits angeschlossenen Stadtteilen hat der Telekommunikationsdienstleister goetel im hessischen Hofgeismar zwei weitere Stadt- beziehungsweise Ortsteile mit FTTH ans Netz gebracht. Finanziert wurde der Ausbau durch das Weiße-Flecken-Programm von EU, Bund und Ländern sowie von der Stadt Hofgeismar und dem Kreis Kassel. mehr...
Saarland: Gigabitstrategie auf der Zielgeraden
[20.1.2022] Im Saarland diskutierte Ministerpräsident Tobias Hans die konkrete Ausgestaltung der Gigabitstrategie mit zahlreichen Vertretern aus Telekommunikationswirtschaft und Kommunen. Ein vom Land vorgeschlagenes Memorandum of Understanding stieß auf Zustimmung. mehr...
Würzburg: Telekom baut Glasfasernetz aus
[19.1.2022] In Würzburg plant die Deutsche Telekom in Abstimmung mit der Stadt, bis 2026 insgesamt 100.000 Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Die ersten Bürgerinnen und Bürger surfen dank des eigenwirtschaftlichen Ausbaus bereits mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde. mehr...
Hessen: Darlehen unterstützt Gigabitförderung
[18.1.2022] Hessen wartet mit einem neuen Finanzierungsinstrument für den Gigabitausbau in den Kommunen auf. Ein Darlehen unterstützt jetzt bei der Finanzierung des Eigenanteils im Zusammenhang mit dem geförderten Ausbau. mehr...
Thüringen: Breitbandquote bei 85 Prozent
[18.1.2022] Seit Dezember 2021 wird der Breitbandausbau in Thüringen von einer Glasfasergesellschaft unterstützt. Gegenwärtig haben bereits 85,5 Prozent der Haushalte im Freistaat Zugang zu schnellem Internet, Flaschenhals auf der Zielgeraden sind fehlende Baukapazitäten. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Aktuelle Meldungen