Osnabrück:
Mission Glasraser


[14.12.2021] Die Osnabrücker Stadtwerke-Tochter SWO Netz und Glasfaser Nordwest werden ab 2022 stadtweit das Glasfasernetz in Osnabrück ausbauen. Das Vorhaben wird mit einer Investitionssumme von mehr als 100 Millionen Euro unterstützt.

Die Tochter der Osnabrücker Stadtwerke SWO Netz startet jetzt mit einer Investitionssumme von mehr als 100 Millionen Euro ihre „Mission Glasraser“. Wie die Stadtwerke Osnabrück berichten, soll bis 2027 in ganz Osnabrück ein flächendeckendes Glasfasernetz verlegt werden, das rund 85.000 Haushalten den Zugang zu schnellem Internet ermöglicht.
Im Frühjahr 2022 beginne die SWO Netz in den beiden Ausbaugebieten in der vorderen Wüste und am Schölerberg mit dem Ausbau der Glasfaserleitungen und werde nach und nach alle Osnabrücker Stadtteile ans schnelle Netz anschließen.
Einmal an das Glasfasernetz angeschlossen, könnten die Osnabrückerinnen und Osnabrücker dank FTTH-Bauweise von Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde profitieren. Die Datenübertragung mit herkömmlichen Kupferkabeln dagegen sei langsamer und zudem störungsanfälliger. „Breitbandanschlüsse sind ein unverzichtbares Stück Lebensqualität für die Menschen in Osnabrück. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes betreiben wir im wahrsten Sinne des Wortes digitale Daseinsvorsorge“, behauptet Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Christoph Hüls.
Angaben der Stadtwerke zufolge werde die Netztochter in den kommenden sechs Jahren ein Glasfaserverteilnetz von rund 650 Kilometern Länge bauen. „Wir sind die Netzinfrastrukturexperten in Osnabrück und daher der richtige Akteur, um den Glasfaserausbau in der Stadt zu übernehmen. In unsere ,Mission Glasraser‘ werden wir mehr als 100 Millionen Euro investieren“, sagt Matthias Hackmann, Leiter Netzbau bei der SWO Netz.
Laut Stadtwerke Osnabrück wird die Netztochter in Teilen des Ausbaugebiets bestehende Leerrohre nutzen, die schon bei vorangegangenen Bauvorhaben ins Erdreich gelegt wurden. Partner beim Glasfaserausbau sei das Oldenburger Unternehmen Glasfaser Nordwest, ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom und EWE. Zwischen den Partnern werde es eine klare Aufgabenverteilung geben: Die SWO Netz werde in den kommenden Jahren das so genannte passive Netz bauen – also, vereinfacht gesagt, die Glasfasern in die Erde bringen. Glasfaser Nordwest errichte hingegen das aktive Netz – also die Netzknotenpunkte – und kümmere sich später um die Installation der Hausanschlüsse. „Mit unseren Ausbauprojekten in Sonnenhügel und Schinkel konnten wir den idealen Grundstein für den weiteren Breitbandausbau in Osnabrück setzen. Wir sorgen nun dafür, dass unsere zentralen Technikstandorte auch die anderen Stadtteile mit schnellem Internet versorgen können“, sagt Oliver Prostak, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest. Das Glasfasernetz werde nach seiner Fertigstellung dem gesamten Telekommunikationsmarkt diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt. (th)

https://www.osnabrueck.de
https://www.stadtwerke-osnabrueck.de
https://www.swo-netz.de
https://glasfaser-nordwest.de

Stichwörter: Breitband, Osnabrück, SWO Netz, Glasfaser Nordwest



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Hofgeismar: Neue Etappe im Glasfaserausbau
[21.1.2022] Nach fünf bereits angeschlossenen Stadtteilen hat der Telekommunikationsdienstleister goetel im hessischen Hofgeismar zwei weitere Stadt- beziehungsweise Ortsteile mit FTTH ans Netz gebracht. Finanziert wurde der Ausbau durch das Weiße-Flecken-Programm von EU, Bund und Ländern sowie von der Stadt Hofgeismar und dem Kreis Kassel. mehr...
Saarland: Gigabitstrategie auf der Zielgeraden
[20.1.2022] Im Saarland diskutierte Ministerpräsident Tobias Hans die konkrete Ausgestaltung der Gigabitstrategie mit zahlreichen Vertretern aus Telekommunikationswirtschaft und Kommunen. Ein vom Land vorgeschlagenes Memorandum of Understanding stieß auf Zustimmung. mehr...
Würzburg: Telekom baut Glasfasernetz aus
[19.1.2022] In Würzburg plant die Deutsche Telekom in Abstimmung mit der Stadt, bis 2026 insgesamt 100.000 Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Die ersten Bürgerinnen und Bürger surfen dank des eigenwirtschaftlichen Ausbaus bereits mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde. mehr...
Hessen: Darlehen unterstützt Gigabitförderung
[18.1.2022] Hessen wartet mit einem neuen Finanzierungsinstrument für den Gigabitausbau in den Kommunen auf. Ein Darlehen unterstützt jetzt bei der Finanzierung des Eigenanteils im Zusammenhang mit dem geförderten Ausbau. mehr...
Thüringen: Breitbandquote bei 85 Prozent
[18.1.2022] Seit Dezember 2021 wird der Breitbandausbau in Thüringen von einer Glasfasergesellschaft unterstützt. Gegenwärtig haben bereits 85,5 Prozent der Haushalte im Freistaat Zugang zu schnellem Internet, Flaschenhals auf der Zielgeraden sind fehlende Baukapazitäten. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 1/2022
Kommune21, Ausgabe 12/2021
Kommune21, Ausgabe 11/2021
Kommune21, Ausgabe 10/2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
goetel GmbH
37079 Göttingen
goetel GmbH
Aktuelle Meldungen