Schleswig-Holstein:
Werbung fürs Digitalisierungsgesetz


[23.2.2022] Wenige Tage vor den abschließenden Beratungen im schleswig-holsteinischen Landtag hat Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht jetzt für das neue Digitalisierungsgesetz geworben.

Vor der abschließenden Landtagsbefassung wirbt Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht für das neue Digitalisierungsgesetz. Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat vor den abschließenden Beratungen des Landtags für eine Verabschiedung und ein schnelles Inkrafttreten des neuen Digitalisierungsgesetzes geworben. „Mit dem neuen Digitalisierungsgesetz können wir einen Quantensprung für die moderne Verwaltung schaffen und Schleswig-Holstein als digitale Vorzeigeregion etablieren. Unser neues Regelwerk für digitale Behördengänge, offene Datensysteme und den sinnvollen Einsatz künstlicher Intelligenz hätte bundesweiten Vorbildcharakter“, sagte Albrecht.
Wie das Digitalisierungsministerium meldet, digitalisiert und regelt das neue Gesetz verschiedene Bereiche der Verwaltung. So sollen künftig alle Verwaltungsleistungen standardmäßig auch digital angeboten werden. Bürger und Unternehmen sollen ihre Behördengänge vollständig online abwickeln können, mit möglichst geringer Doppeleingabe von Antragsdaten und unter Wahrung ihrer Datenschutz- und Privatsphärenbelange. Albrecht erläutert: „Wir haben als Land dafür gesorgt, dass Bürgerinnen und Bürger im Internet schon heute rund 100 Dienstleistungen digital erledigen können. Mit dem neuen Gesetz lösen wir die Bremsen, damit der Online-Zugang noch schneller etabliert werden kann.“
Zukünftig sollen zudem grundsätzlich alle Informationen der Landesverwaltung über das Open-Data-Portal des Landes veröffentlicht und für eine unbeschränkte Nutzung durch Unternehmen, Bürger oder andere Behörden frei zur Verfügung gestellt werden. „Wir geben der Verwaltung einen klaren Rechtsrahmen zur Veröffentlichung von Daten und befördern damit den Ansatz transparenten, datengetriebenen Verwaltungs- und Regierungshandelns“, so Albrecht. Derzeit beinhaltet das Open-Data-Portal laut Ministeriumsangaben rund 18.800 Datensätze von 21 Behörden, 10 Kommunen sowie 15 sonstigen Datengebern.
Außerdem regelt das neue Digitalisierungsgesetz den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Künstliche Intelligenzen könnten die Beschäftigten der Verwaltung unterstützen, den Verkehr regeln oder vollautomatisiert Steuerbescheide erstellen. Gleichzeitig müsse immer gewährleistet bleiben, dass Menschen die Kontrolle und Verantwortung über alle Prozesse behielten und Verbraucher- und Datenschutz eingehalten würden, betonte der Minister. „Im Zuge der Digitalisierung der Landesverwaltung werden ständig neue Technologien und moderne Anwendungen eingesetzt. Das Digitalisierungsgesetz ermöglicht dies und setzt auch Grenzen fest.“ (ba)

Weitere Informationen zur Digitalisierung in Schleswig-Holstein (Deep Link)
https://www.schleswig-holstein.de

Stichwörter: Politik, Schleswig-Holstein, Digitalisierung, Jan Philipp Albrecht, Open Data, künstliche Intelligenz (KI)

Bildquelle: Umweltministerium Schleswig-Holstein

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Bayern: Besondere Führungsrolle Interview
[8.8.2022] Digitalministerin Judith Gerlach spricht im Kommune21-Interview über das bayerische Digitalgesetz und erklärt, warum der Freistaat bei der Verwaltungsdigitalisierung im Ländervergleich Spitzenpositionen belegt. mehr...
Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach
München: Neue IT-Referentin gewählt
[1.8.2022] Mit 46 von 79 Stimmen hat der Münchner Stadtrat Laura Dornheim als neue IT-Referentin gewählt. Sie folgt auf Thomas Bönig, der jetzt in Stuttgart tätig ist. mehr...
Bremen: Bundes-CIO besucht IT-Garage
[28.7.2022] In Bremens IT-Garage hat sich Bundes-CIO Markus Richter über die digitale Verwaltung in der Freien Hansestadt informiert. mehr...
Bremen: Finanzstaatsrat Martin Hagen (l.) zeigt Bundes-CIO Markus Richter bei seinem Besuch in der IT-Garage den Dienstplan aus Legosteinen.
DStGB: Zukunftsradar Digitale Kommune 2022
[25.7.2022] Trotz Pandemieschub bleibt die Digitalisierung in den Städten und Gemeinden hierzulande eine Dauerbaustelle. Das ist ein Ergebnis des Zukunftsradars Digitale Kommune 2022, das der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovation und Technik (iit) erstellt hat. Mehr als 900 Kommunen haben teilgenommen. mehr...
Mehr als 900 Kommunen haben an der DStGB-Umfrage teilgenommen.
Bayern: Digitalgesetz verabschiedet
[22.7.2022] In Bayern hat der Landtag jetzt das von Digitalministerin Judith Gerlach vorgelegte Digitalgesetz beschlossen. Damit sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit alle Bürger von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren können. mehr...
Bayern: Landtag verabschiedet Digitalgesetz.
Weitere FirmennewsAnzeige

Interview mit Professor Robert A. Sedlák: Transformation in der kommunalen Wirtschaft
[19.7.2022] Im Interview erläutert der systemische Organisationsberater Robert A. Sedlák, inwiefern Institutionen der kommunalen Wirtschaft und insbesondere Stadtwerke die aktuellen Herausforderungen im Kontext gesellschaftlicher, politischer und technologischer Transformationsprozesse nutzen können, um zu einem proaktiven Gestalter der Trends unserer Zeit zu werden. mehr...
Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 08/2022
Kommune21, Ausgabe 07/2022
Kommune21, Ausgabe 06/2022
Kommune21, Ausgabe 05/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
IT-Guide PlusCeyoniq Technology GmbH
33613 Bielefeld
Ceyoniq Technology GmbH
ColocationIX GmbH
28195 Bremen
ColocationIX GmbH
TEK-Service AG
79541 Lörrach-Haagen
TEK-Service AG
ProCampaign®
28195 Bremen
ProCampaign®
S-Management Services GmbH
70565 Stuttgart
S-Management Services GmbH
Aktuelle Meldungen