München:
Geschäftsprozess-Management gestärkt


[7.7.2022] Die Stadt München arbeitet seit 2019 an der Einführung ihres Geschäftsprozess-Management. Es soll die Politik beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen, die Digitalisierung voranbringen und den Bürgern nutzen. Nun stimmte der Stadtrat dem Ausbau des Geschäftsprozess-Management zu.

Große Fortschritte hat die Stadt München laut eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren bei der Konzeption und Einführung ihres Geschäftsprozess-Management (GPM) gemacht. Wie die bayerische Landeshauptstadt in ihrem Digitalblog „München. Digital. Erleben.“ berichtet, geht es dabei um die Ausrichtung der internen Arbeitsorganisation auf das, was die die Bürger, Unternehmen und Organisationen von ihrer Stadtverwaltung benötigen. Am 29. Juni 2022 habe der Stadtrat grünes Licht für den Ausbau des Geschäftsprozess-Management gegeben.

Unterstützung aus dem Innovationsbereich GPM

Im Februar 2019 habe der Münchner Stadtrat erstmals den Auftrag für den Aufbau eines Geschäftsprozess-Management in der gesamten Stadtverwaltung gegeben. Ziel war es unter anderem, den für die Digitalisierung notwendigen organisatorischen und kulturellen Wandel anzustoßen. Der dazu gegründete Innovationsbereich GPM führte die benötige Expertise aus dem Personal- und Organisationsreferat (POR) und aus dem IT-Referat (RIT) zusammen.
Gemeinsam habe dieses Team wichtige Rahmenbedingungen, Vorgaben, Methoden und vor allem Unterstützungsformate zur Einführung des GPM erarbeitet. Schrittweise habe das Erarbeitete in den Referaten und Eigenbetrieben Fuß gefasst. Heute habe das Geschäftsprozess-Management fast überall Einzug erhalten, heißt es vonseiten der Stadt. An vielen Stellen seien spürbare Erfolge erzielt worden.

GPM dauerhaft verankert

Seit April 2022 ist der bisherige Innovationsbereich GPM als dauerhafte Organisationseinheit GPM Governance (LHM) im POR-Geschäftsbereich Organisation & Transformation angesiedelt. Er soll künftig auch vorgeben, wie GPM umgesetzt werden soll. Die Stadt sieht die Fokussierung auf Prozesse als dauerhaftes Entwicklungskonzept. So soll strategisches Geschäftsprozess-Management sicherstellen, dass Prozesse in einem spezifischen Bereich auf dessen Ziele ausgerichtet sind. Das operative Geschäftsprozess-Management soll dafür sorgen, dass diese Ziele im Tagesgeschäft umgesetzt werden. Der Stadtratsauftrag an den Bereich GPM Governance ist unter anderem, bis Ende 2025 den weiteren Ausbau von Geschäftsprozess-Management in der Organisation zu koordinieren und zu unterstützen. Künftig soll Geschäftsprozess-Management Politik und Verwaltung wirksam dabei unterstützen, Priorisierungen zu treffen und Strategien sowie Zielvorgaben umzusetzen.

Von der Funktions- zur Prozessorientierung

Die bislang stark funktionsorientierte, hierarchisch geprägte Organisation der Landeshauptstadt München soll durch GPM zu einer prozessorientierten Organisation weiterentwickelt werden. Auch neue Formen der Zusammenarbeit spielen hier eine Rolle. Diese Transformation sei ein wesentlicher Auftrag des Stadtrats an die Verwaltung, teilt die Stadt mit. In diesem Kontext gewinne die ablauforientierte Sichtweise an Bedeutung. Wesentlicher Unterschied zur bisherigen, aufbauorientierten Organisation: Alle Bereiche tragen die Verantwortung für eine zügige Aufgabenerledigung.
Sein volles Potenzial entfalte der umfassende Management-Ansatz GPM als Grundlage für die Digitalisierung, da optimierte Prozesse den Schlüssel zum digitalen Wandel der Landeshauptstadt darstellten. Besonders wichtig sei dabei die Zusammenarbeit mit dem IT-Referat: bei der Digitalisierung von Prozessen sei etwa eine enge Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT-Referat notwendig. Prozesse können dazu beitragen, die Qualität der fachlichen Anforderungen und damit auch der IT-Lösungen zu steigern. (sib)

https://muenchen.digital

Stichwörter: Panorama, München, Geschäftsprozess-Management



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Taunusstein: Digitale Hundemarke
[2.12.2022] Zusätzlich zur klassischen Blechmarke, hat die Stadt Taunusstein eine digitale Hundemarke eingeführt. Die Idee dazu hatte das Finanz-Management der Verwaltung. mehr...
Taunusstein führt digitale Hundemarke ein.
Einbeck: Digital Hub eröffnet
[1.12.2022] In Einbeck hat dataport.kommunal in Zusammenarbeit mit der Stadt den ersten Digital Hub in Niedersachsen eröffnet. Ziel ist es unter anderem, ein Netzwerk aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen, um Innovationen zu fördern und Digitalisierungsvorhaben der Stadt zu beschleunigen. mehr...
Digital Hub im niedersächsischen Einbeck eröffnet.
OSBA: Open Source Day 2022
[25.11.2022] Beim Open Source Day trafen sich Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, um über digitale Souveränität, Open Source Software sowie kommende Weichenstellungen zu sprechen. Während das Thema in Politik und Verwaltung angekommen scheint, hat die Wirtschaft noch Nachholbedarf. mehr...
Der Open Source Day ist für die Open Source Business Alliance (OSBA) gleichzeitig Netzwerktag und Mitgliederversammlung.
OSBA: Digitale Souveränität messbar machen
[24.11.2022] Der Begriff der digitalen Souveränität ist inzwischen weit verbreitet und erklärtes politisches Ziel – dennoch bleibt er oft unscharf. Die OSBA und das Weizenbaum-Institut wollen nun einen Index entwickeln, der digitale Souveränität genauer bestimmen und messen kann. mehr...
Würzburg: Neues Pass-Ausgabe-Terminal
[22.11.2022] Ohne zweite Vorsprache im Bürgerbüro können in Würzburg beantragte Reisepässe an einem Ausgabe-Terminal abgeholt werden. Per Zwei-Faktor-Authentifizierung ist gewährleistet, dass nur Berechtigte ihren Pass dort erhalten. mehr...
Das neue Würzburger Pass-Ausgabe-Terminal ist während der Rathausöffnungszeiten zugänglich.
Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von Kommune21 allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wir haben an dieser Stelle eine Bitte an Sie:
Die gegenwärtige Situation macht einmal mehr deutlich, wie wichtig das Thema Digitalisierung auch in Ihrer Verwaltung, Behörde oder Schule ist. Kommune21 berichtet seit 20 Jahren über alle wichtigen Themen der IT-gestützten Verwaltungsmodernisierung und hilft, die Digitalisierung im Public Sector transparent und besser zu gestalten. Bitte prüfen Sie über Ihre Buchhaltung, ob Sie bereits ein reguläres Abonnement von Kommune21 haben. Wenn nicht, dann freuen wir uns, wenn Sie gerade in diesen Zeiten ein Abonnement in Betracht ziehen. Danke!

Kommune21, Ausgabe 12/2022
Kommune21, Ausgabe 11/2022
Kommune21, Ausgabe 10/2022
Kommune21, Ausgabe 09/2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Panorama:
Telecomputer GmbH
10829 Berlin
Telecomputer GmbH
JCC Software
48149 Münster
JCC Software
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
Aktuelle Meldungen