Bayern:
Brandbekämpfung virtuell trainieren


[21.11.2022] An der Staatlichen Feuerwehrschule Bayern kann nun in einer virtuelle Trainingsanlage die Bekämpfung von Bränden im Innenbereich erprobt werden. In den kommenden Jahren sollen auch die Landkreise und kreisfreien Städte mit solch einer Anlage ausgestattet werden.

Eine neue virtuelle Trainingsanlage zur Bekämpfung von Bränden im Innenbereich wurde jetzt an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg eingeweiht. „Künftig können unsere Feuerwehrleute hier ohne aufwendige Vorbereitung von Übungsszenarien mit einer so genannten Virtual-Reality-Brille in Simulationen realitätsnah und gefahrlos alle denkbaren Einsatzsituationen durchspielen“, erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Start der Anlage. „Das virtuelle Training ist die optimale Ergänzung für die praktische Ausbildung im Brandübungshaus und ein wichtiger Meilenstein bei der Digitalisierung der Feuerwehrausbildung.“ Mehrmals könnten in der neuen Anlage diverse Szenarien durchgespielt werden, die Teilnehmenden sich im 3D-Raum beobachten und das eigene Verhalten analysieren.
„Das Digitalministerium stellt der Feuerwehr für dieses Projekt rund 260.000 Euro zur Verfügung, um eine der zentralen Zukunftstechnologien voranzubringen“, sagt Digitalministerin Judith Gerlach. „Extended Reality kann gerade im Bereich der Aus- und Fortbildung seine Stärken voll ausspielen.“ In den kommenden Jahren sollen auch die Landkreise und kreisfreien Städte mit solch einer Anlage ausgestattet werden, kündigen der Minister und die Ministerin an. Dafür stelle der Freistaat nochmals mehr als 650.000 Euro zur Verfügung.
Das Projekt ist nach Angaben des bayerischen Staatsministeriums für Digitales Bestandteil der gemeinsamen Digitalisierungsstrategie der drei Staatlichen Feuerwehrschulen. „Insgesamt stehen für Projekte zur Digitalisierung der Feuerwehrausbildung seit dem Jahr 2019 knapp drei Millionen Euro zur Verfügung. Rund 1,1 Millionen Euro haben wir bereits erfolgreich investiert, etwa in unsere digitalen Lernmaterialien oder innovative Ausbildungsinstrumente in der virtuellen Realität“, sagt Innenminister Herrmann. Laut Digitalministerin Gerlach ist die XR-Technologie ein wesentlicher Teil der High-Tech-Strategie der Staatsregierung. „Unser Anspruch ist es, die Entwicklungen im XR-Bereich aktiv mitzugestalten – mit weltweit führenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Bayern sowie unserem traditionell starken Kreativbereich. Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir die Technik zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Unsere Vision ist, dass Digitalisierung einen echten Vorteil für die Menschen bringt.“ (ve)

https://www.sfs-w.de
https://www.stmd.bayern.de

Stichwörter: Panorama, Bayern, Virtual Reality



Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
Fraunhofer FOKUS: Datenbestände kontrolliert teilen
[2.2.2023] In dem EU-geförderten Projekt PISTIS entwickeln 31 Projektpartner unter der Leitung von Fraunhofer FOKUS eine Lösung, die den sicheren Datenaustausch und -handel über die Grenzen von Organisationen und Datenräumen hinweg ermöglichen soll – auch für öffentliche Einrichtungen. mehr...
Bayern: Beratung für digitale Einsteiger
[27.1.2023] Mit einer neuen Initiative will das Bayerische Staatsministerium für Digitales Menschen mit wenig Digitalkenntnissen bei Alltagsfragen im Umgang mit Computer, Tablet, Smartphone und Internet unterstützen. Gesucht werden nun Rathäuser, die entsprechende Beratungstheken einrichten möchten. mehr...
Potsdam: Netzwerk-Tool für den Digitalisierungsrat
[26.1.2023] Der 2021 gegründete Digitalisierungsrat soll Potsdam auf dem Weg zur smarten, digitalen Stadt begleiten. Nun hat das Gremium ein neues digitales Kommunikationstool erhalten. Die Open-Source-Plattform Humhub erlaubt eine schnelle Vernetzung und ein effektives Wissensmanagement. mehr...
In Potsdam ist der Startschuss für die Open-Source-Plattform Humhub als Arbeitsmittel für die Mitglieder des Digitalisierungsrats gefallen.
Nordrhein-Westfalen: Verwaltungsverfahren per App
[24.1.2023] Im Rahmen der Umsetzung des OZG hat das Land Nordrhein-Westfalen die Ehrenamtskarte NRW digitalisiert. Das Besondere: Erstmals wurde ein vollständig digitaler und medienbruchfreier Antragsweg per App umgesetzt. Ein daran anschließendes EfA-Projekt ist bereits in Planung. mehr...
Nordrhein-Westfalen hat mit der Ehrenamtskarte das erste volldigitale, appbasierte Verfahren umgesetzt.
OSBA: Digitalisierung braucht Standards
[20.1.2023] Ein Whitepaper des DIN-Normenausschusses Informationstechnik und Anwendungen befasst sich mit Normen und Standards bei der Verwaltungsdigitalisierung. An der Vorbereitung des Papiers hat auch die Open Source Business Alliance mitgewirkt. Sie unterstützt dessen Grundsätze, sieht in einigen Punkten aber zu wenig Konsequenz. mehr...
Suchen...

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Panorama:
Telecomputer GmbH
10829 Berlin
Telecomputer GmbH
AIDA ORGA GmbH
75391 Gechingen
AIDA ORGA GmbH
JCC Software
48149 Münster
JCC Software
Aktuelle Meldungen