Würzburg:
Sensoren für Stadtbäume


[29.11.2022] Die Stadt Würzburg misst künftig im Rahmen eines Smart-City-Projekts die Bodenfeuchtigkeit von einigen ihrer Stadtbäume. Die Daten sollen nicht nur dem Grünflächenamt bei der Bewässerung helfen, sondern auch dem Projekt stadt.land.smart als Proof of Concept dienen.

In Würzburg wurden zunächst 16 Stadtbäume mit Sensoren vernetzt, die unter anderem Aufschluss über die Feuchtigkeit im Erdreich bringen können. In Würzburg wurden im Rahmen des Projekts stadt.land.smart 16 Stadtbäume an verschiedenen Stellen des Stadtgebiets mit Sensoren und Funkverbindungen vernetzt. Die Sensoren ermitteln die Bodenfeuchtigkeit in zwei unterschiedlichen Tiefen. Über Funk werden die Daten für die Mitarbeitenden im Gartenamt auf einem Dashboard bereitgestellt. Damit wird erkennbar, welche Bäume oder Grünanlagen den größten Trockenstress haben und zuerst gegossen werden müssen. Mithilfe der vernetzten Sensoren lassen sich natürliche wie auch personelle Ressourcen effizient nutzen, sagt Martin Heilig, zweite Bürgermeister und Leiter des Umwelt- und Klimareferats der Stadt Würzburg. Zudem könnten die Daten dazu beitragen, künftig Bäume zu pflanzen, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen. Ausgewertet werden die Daten von der ebenfalls am Projekt beteiligten Universität Würzburg.

System für viele Bereiche geeignet

Das Team stadt.land.smart entwickelt Maßnahmen, mit denen die Region „intelligenter und lebenswerter“ werden soll. Umgesetzt wird das Projekt stadt.land.smart von Stadt und Landkreis Würzburg, gefördert wird es vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) (wir berichteten). Die Installation der Baumsensoren ist Bestandteil der Würzburger Maßnahme Smart City Hub. Der Smart City Hub ist die digitale Infrastruktur, die alle Anwendungen und Lösungen aus der Strategie- und Umsetzungsphase von Würzburgs Smart-City-Vorhaben vereint. Dazu zählt eine Server-Infrastruktur für Geo-, Sensor- und nicht personenbezogenen Verwaltungsdaten.
Die Vernetzung der Klimabäume wurde nach Angaben der Stadt Würzburg von smart and public entwickelt, einem Tochterunternehmen des regionalen Infrastruktur- und Energieversorgungsunternehmens WVV. Das nun implementierte System könne in vielen Bereichen eingesetzt und auch erweitert werden, so Sua Hwang, Geschäftsführerin bei smart and public. So sei es etwa möglich, die Messung an den Bäumen um Wetter- und Klimadaten zu erweitern. So könnten auch Niederschlagsmengen in die Berechnungen einbezogen werden. (sib)

Smart City Würzburg (Deep Link)
stadt.land.smart (Deep Link)
https://smartandpublic.de

Stichwörter: Smart City, Würzburg, Bewässerungs-Management, Baum-Management, Umwelt-Management

Bildquelle: Claudia Lother

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Bamberg: Digitales Besucherleitsystem geplant
[25.1.2023] Um Menschenansammlungen besser vermeiden zu können, will Bamberg ein digitales Besucherleitsystem installieren. Es soll die Menschen intelligent durch die Stadt lenken. Die Vorstudie für das Vorhaben ist jetzt angelaufen. mehr...
Bamberg will der touristischen Überbeanspruchung mit smarten Technologien begegnen.
Brandenburg: 45 Smart-City-Manager:innen
[24.1.2023] Vor zwei Jahren ist das Qualifizierungsprogramm Smart-City-Manager:in in Brandenburg gestartet. 45 Smart-City-Verantwortliche haben bisher teilgenommen und setzen ihr Wissen nun vor Ort ein. mehr...
Hildesheim: Smart City wird sichtbar
[19.1.2023] Im Jahr 2023 will Hildesheim die ersten Smart-City-Vorhaben umsetzen. Zur Früherkennung von Hochwasser will die Stadt beispielsweise ein LoRaWAN nutzen. Auch sollen die Hildesheim-App erweitert und eine Entwicklungskooperation für eine Urbane Datenplattform angestoßen werden. Die Stadtwerke Hildesheim treiben den Prozess mit voran. mehr...
In Hildesheim wurden die Smart-City-Projekte für das Jahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt.
PD-Studie: Wie wird eine Region smart?
[17.1.2023] Für die öffentliche Verwaltung bietet die Datennutzung große Potenziale – nicht nur in Smart Cities, sondern auch in größeren regionalen Zusammenschlüssen. Wie sich eine solche Smart Region aufbauen lässt, will eine Studie des Beratungshauses PD zeigen. mehr...
Neu-Ulm: Mister Fill für smartes Abfall-Management
[17.1.2023] In Neu-Ulm sorgen seit Kurzem vier smarte Abfallbehälter für mehr Sauberkeit in der Innenstadt. Mithilfe von Sensoren im Inneren der Behälter wird die eingeworfene Menge an Müll erfasst, zusammengepresst und verdichtet – und das dank der Kraft der Sonne vollkommen klimaneutral.
 mehr...
Ermöglicht der Stadt Neu-Ulm ein smartes Abfall-Management: Mister Fill.
Suchen...

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen