Darmstadt:
Einiges geschafft, noch viel zu tun


[8.12.2022] Nach einem Jahr im Amt blickt Darmstadts Digitalisierungsdezernent, Holger Klötzner, auf Erfolge und Aufgaben bei der Schul- und Verwaltungsdigitalisierung. Die Schulen erhalten ein Interims-WLAN und einen zentralen Server, bei der Verwaltung steht die IT-Sicherheit im Fokus.

Holger Klötzner, Digitalisierungsdezernent der Stadt Darmstadt Darmstadts Dezernent für Bildung und Digitalisierung, Holger Klötzner, ist seit gut einem Jahr im Amt und hat nun eine Zwischenbilanz seiner Arbeit bei der Schul- und Verwaltungsdigitalisierung gezogen.
Um Schülern beim Umgang mit Informationen aus dem Internet eine Orientierungshilfe zu geben, seien die Medienbildungs-App Buzzard entwickelt und die Medienpädagogik im Medienzentrum ausgebaut worden. Doch damit die digitale Bildung vorankommen kann, werde auch eine passende Infrastruktur benötigt, erklärte Klötzner. Bereits umgesetzt sei ein schulinterner Messenger-Dienst (wir berichteten). Zudem seien im Jahr 2022 Fortschritte bei der strukturierten Gebäudeverkabelung erzielt worden, bei der parallel professionelles WLAN eingerichtet wurde. Dieser Ausbau soll in den Jahren 2023 und 2024 fortgesetzt werden. Zusätzlich werde aufgrund des hohen Bedarfs ein Interims-Programm für WLAN aufgelegt, so Klötzner. Damit sollen die Schulen schneller mit einem vorläufigen, gut funktionierenden Netz ausgestattet werden.

Schluss mit Insellösungen

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Digitalisierung der Darmstädter Schulen ist der Ausbau der übergreifenden digitalen Schulinfrastruktur. Bislang seien viele schulische Digitalisierungsprojekte von versierten Lehrkräften auf lokalen Servern umgesetzt worden. Da eine zentrale Administration nicht möglich war, kam es immer wieder zu Problemen und Mehraufwänden. Aus diesem Grund wurde im Zuge der Umsetzung des Medienentwicklungsplans ein zentrales Server-System für alle Darmstädter Schulen beauftragt. Zur Finanzierung des rund 2,4 Millionen Euro teuren Zentral-Servers wurden DigitalPakt-Mittel herangezogen. An ersten Schulen in Darmstadt wurden mit Einführung der Schulplattform IServ alte Software-Produkte abgelöst. Nach Abschluss dieses Feldversuchs werde die Ausweitung auf die anderen Schulen in Darmstadt angestrebt, so Klötzner.

IT-Sicherheit für die Verwaltung

Neben den Schulen nahm Darmstadts Bildungsdezernent Holger Klötzner bei seinem Resümee die Verwaltungsdigitalisierung in den Blick. Diese könne helfen, Verwaltungsprozesse massiv zu vereinfachen und zu beschleunigen, so Klötzner. Anfang 2023 soll ein neues Web-Portal für Bürgerdienstleistungen online gehen, mit dem viele analoge Prozesse digitalisiert würden. Eine weitere wichtige Aufgabe angesichts der zunehmenden Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen sei die Gewährleistung der IT-Sicherheit. Eine „vollkommene Sicherheit vor Hacker-Angriffen“ sei nicht möglich, daher werde neben der Abwehr von Angriffen auch in Infrastruktur investiert, welche die Folgen von erfolgreichen Angriffen minimieren soll. Zudem sei in Darmstadt eine neue multiprofessionelle Arbeitsgruppe gegründet worden, die regelmäßig zur Verbesserung der IT-Sicherheit der Stadtverwaltung tagt. Des Weiteren wurde der Austausch zur Wissenschaft und zu lokalen Akteuren in diesem Bereich intensiviert. (sib)

https://www.darmstadt.de

Stichwörter: Schul-IT, Darmstadt, IT-Sicherheit

Bildquelle: Privat

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Schul-IT
Pilotprojekt: Digital gestützt lernen unterwegs
[26.1.2023] Das Lern-Management-System DigLu richtet sich speziell an Kinder von beruflich Reisenden. Es soll den Austausch von Lehrkräften erleichtern und Schulen besser vernetzen. Derzeit wird die Plattform pilotiert. mehr...
Hessen: Hightech für hessische Schulen
[25.1.2023] Hessens Schulportal wird gut angenommen: 98 Prozent der weiterführenden und 90 Prozent der Grund- sowie Förderschulen nutzen das Angebot, 900.000 regelmäßige Nutzer hat die Plattform. Betrieben wird sie vom IT-Unternehmen German Edge Cloud. 2022 kam auch Videoconferencing hinzu. mehr...
Berlin: Digitalisierung entlastet Schulen
[24.1.2023] In Berlin soll die Digitalisierung der Schulen weiter vorangetrieben werden. Das erklären die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse. Verschiedene Projekte, von zentral verwalteter IT bis hin zu Lern- und Verwaltungsportalen, wurden bereits umgesetzt. mehr...
Leverkusen: Lernplattform für Grundschulen
[10.1.2023] Die weiterführenden Schulen der Stadt Leverkusen haben mit der Lösung MNSpro Cloud bereits positive Erfahrungen gesammelt. Seit Beginn dieses Schuljahres steht die Lernplattform von Anbieter AixConcept auch den Grundschulen zur Verfügung. mehr...
Todtmoos: Weg von der Zettelwirtschaft Interview
[22.12.2022] Für die Kommunikation zwischen Eltern, Schülern und Lehrkräften nutzt die Dr.-Rudolf-Eberle-Schule im baden-württembergischen Todtmoos seit dem Jahr 2015 die App des Unternehmens Stay Informed. Schulleiter Jörg Oehler erklärt, welche Vorteile das mit sich bringt. mehr...
Jörg Oehler
Suchen...

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Schul-IT:
AixConcept GmbH
52222 Stolberg
AixConcept GmbH
co.Tec GmbH
83026 Rosenheim
co.Tec GmbH
regio iT GmbH
52070 Aachen
regio iT GmbH
ekom21 – KGRZ Hessen
35398 Gießen
ekom21 – KGRZ Hessen
Aktuelle Meldungen