Datensicherheit:
Viele Datenzentralen, ein Cluster


[14.3.2023] Mehrere kommunale Datenzentralen haben sich zu einem Kubernetes-Cluster zusammengeschlossen – einem Rechnerverbund, der den Betrieb von containerisierten Anwendungen erlaubt. Dies erfolgte im Rahmen eines Proof of Concept von govdigital.

Der niedersächsische Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) berichtet über den Zusammenschluss mehrerer kommunaler Datenzentralen zu einem Kubernetes-Cluster. Dieser erfolgte im Rahmen eines Proof of Concept (PoC) der Technologiegenossenschaft govdigital.
Angesichts der schwerwiegenden Krisen durch den andauernden Krieg in Europa, den damit einhergehenden Gefährdungen wie die der Energieversorgung oder der innereuropäischen Stabilität und den wichtigen Themen Datensicherheit und Datensouveränität sei die zuverlässige Bereitstellung von Daten eine große Herausforderung für eine einzelne Datenzentrale, so die KDO. Hinzu kämen Aufgaben durch OZG-Umsetzung und EfA-Leistungen: Dafür würden zentrale Verzeichnisse benötigt, die ebenfalls höchsten Ansprüchen an Verfügbarkeit genügen müssen.

Störungen gleicht der Cluster aus

Die KDO hat gemeinsam mit den Datenzentralen von LVR, Lecos, ekom21 und AKDB ein Konzept implementiert, das nicht nur vier einzelne Datenzentralen verbindet, sondern das über die Rechenzentrumsstandorte der beteiligten Datenzentralen Cluster einer Container-Betriebsplattform bildet. Die technologische Grundlage des Clusters ist die innovative, open-source-basierte Kubernetes-Technologie, über die Software in containerisierter Form betrieben werden kann. Die Betriebsplattform verfüge dabei über intrinsische Methoden zur Fehlerbeseitigung und Lastverteilung innerhalb der Gesamtumgebung, so die KDO. Auch größere Störungen in einzelnen Regionen oder Leistungsengpässe an einzelnen Standorten könnten damit automatisch ausgeglichen werden.

Alternative zu Hyperscalern

Durch das PoC stehe zwar noch nicht unmittelbar ein Produkt zur Verfügung, aber die Zusammenarbeit über die Datenzentralen hinweg habe gezeigt, wie Lösungen der Zukunft aussehen und realisiert werden könnten, so das Fazit von Jakob Dalin, Partner-Manager bei der KDO. Die Studie stelle außerdem heraus, dass kommunale Partner die Bereitstellung, Pflege und Weiterentwicklung der Umgebung gleichberechtigt übernehmen können. In Verbindung mit der deutschlandweiten Verteilung der Betriebsstandorte würden Grundprinzipien des Internets aufgegriffen und werde ein Cluster erzeugt, das konzeptionell resilienter und sicherer sein könne als Lösungen von privatwirtschaftlichen Hyperscalern, so die KDO. (sib)

https://www.kdo.de
https://www.govdigital.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO), Lecos, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), ekom21, LVR, govdigital, Kubernetes-Cluster



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
govdigital/BTC: Cloud-Broker für den Public Sector
[18.7.2024] Das Unternehmen BTC hat von der Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister, govdigital, den Zuschlag erhalten, um souveräne Clouddienstleistungen für govdigital-Mitglieder und deren Kunden in Deutschland bereitzustellen. Der Zugang zu souveränen Cloudanbietern wie auch zu Hyperscaler-Diensten soll damit erleichtert werden. mehr...
Cloud-Broker sollen den Zugang zu einer Vielzahl von Clouddiensten – mit deren spezifischen Vorteilen – erleichtern.
Gelsenkirchen: KI meets Ordnung Bericht
[18.7.2024] Im Rahmen des Projekts KI meets Ordnung sammelte die Stadt Gelsenkirchen erfolgreich erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Das Vorhaben konnte auch bestehende Vorbehalte gegenüber der neuen Technologie entkräften. mehr...
KI hilft dem Ordnungsdienst in Gelsenkirchen.
OWL-IT: BundesMessenger kommt
[4.7.2024] Beim Zweckverband Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) wird der BundesMessenger eingeführt. Im ersten Schritt installiert die OWL-IT das Back End. Interesse haben aktuell 15 Kommunen bekundet. mehr...
BundesMessenger wird im Verbandsgebiet der OWL-IT eingeführt.
Mönchengladbach: BIM baut Brücke(n) Bericht
[14.6.2024] Der pilothafte Einsatz von Building Information Modelling (BIM) bei einem Brückenneubau in Mönchengladbach zeigt, welche Vorteile die neue Methodik mit sich bringt. In der praktischen Anwendung wurden aber auch die Herausforderungen deutlich. mehr...
Neubau der Brücke Bettrather Straße: Visualisierung des Siegerentwurfs.
Nürnberg: Neues Rechenzentrum in Betrieb
[12.6.2024] Nürnberg hat Teile der städtischen IT-Systeme in ein neues, leistungsstarkes Rechenzentrum von noris network umgezogen. Dieses setzt auch in puncto Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Maßstäbe. mehr...

Die Stadt Nürnberg hat ein neues Rechenzentrum in Betrieb genommen.
Suchen...

 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Aktuelle Meldungen