Verwaltungsinformatik:
Stiefkind der Hochschulen?


[3.5.2006] Den Ausbau der Verwaltungsinformatik an deutschen Hochschulen fordert die Gesellschaft für Informatik. Die Bedeutung der Verwaltungsinformatik werde in Deutschland unterschätzt, insbesondere IT-Großprojekte bedürften immer der wissenschaftlichen Begleitforschung.

Die Gesellschaft für Informatik (GI) sorgt sich um den Zustand der Verwaltungsinformatik in Deutschland. Trotz zukünftiger Herausforderungen bei der Umsetzung von öffentlichen Großprojekten wie der Einführung der Gesundheitskarte oder Ausweispapieren mit biometrischen Merkmalen werde das wissenschaftliche Fachgebiet der Verwaltungsinformatik an den Hochschulen zunehmend vernachlässigt, heißt es in einer Pressemitteilung der Fachgesellschaft. Der Präsident der GI, Matthias Jarke, sagte: "Großprojekte bedürfen, um erfolgreich zu sein, immer der wissenschaftlichen Begleitforschung, reine Anwendungsorientierung reicht hier häufig nicht aus." Es sei äußerst bedauerlich, dass zunehmend Lehrstühle der Verwaltungsinformatik abgebaut oder umgewidmet würden. Im Ausland gebe es hoch angesehene Ausbildungsstätten, in Deutschland hingegen werde die Bedeutung von Verwaltungswissenschaft und Verwaltungsinformatik in der Führungsausbildung unterschätzt. Deshalb fordert die GI, die Verwaltungsinformatik an deutschen Hochschulen auszubauen. Das Thema soll auch auf der gemeinsam von der Gesellschaft für Informatik und vom Bundesinnenministerium veranstalteten Tagung "Verwaltungsinformatik 2006" am 11. und 12. Mai 2006 in Brühl zur Sprache kommen. (rt)

http://www.gi-ev.de
http://www.ftvi.de

Stichwörter: Gesellschaft für Informatik, Verwaltungsinformatik



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