SAP:
Mehr Information wagen


[17.10.2008] Auf dem SAP-Kongress für öffentliche Verwaltungen (16.10.2008 in St. Leon-Rot) spielte das Thema EU-Dienstleistungsrichtlinie eine tragende Rolle. Vorgestellt wurde eine SAP-Portallösung für die Umsetzung der EU-DLR. Aus kommunaler Sicht interessant waren Vorträge zum Thema Bürgerkonto und Einführung der Doppik.

SAP: Kongress zum Thema E-Government 2.0. Unter dem Motto „E-Government 2.0 - Mehr Information wagen“ fand gestern (16.10.2008) in St. Leon-Rot bei Walldorf der jährliche SAP-Kongress für öffentliche Verwaltungen statt. In seiner Begrüßungsrede ging Bernd Brandl, als Mitglied der Geschäftsleitung von SAP Deutschland unter anderem für den Public Sector verantwortlich, auf die Meldungen ein, SAP habe im Zuge der Finanzkrise ein drastisches Sparprogramm aufgelegt. Brandl beruhigte die Zuhörer, es handle sich um normale Maßnahmen in einer schwierigen Situation. SAP werde gestärkt aus der Krise hervorgehen, sei ein starker Partner für die öffentliche Hand und habe die beste Anwender-Software am Markt. Wie in vielen Veranstaltungen derzeit nahm das Thema EU-Dienstleistungsrichtlinie auch beim SAP-Kongress breiten Raum ein. Ralph-Peter Rembor, Leiter des SAP-Geschäftsbereichs Public Services, hatte für sein Impulsreferat das Thema „Vernetzte Gesellschaft - Von der elektronischen Kommunikation zum interaktiven Web 2.0“ gewählt. Was in der Industrie bereits Realität sei - vernetztes Wirtschaften, vernetzte Forschung und Entwicklung - werde künftig auch die öffentliche Verwaltung prägen, sagte Rembor. Der Modernisierungsdruck auf die Behörden steige, die Verbreitung neuer Technologien in der Gesellschaft erhöhe die Ansprüche der Bürger und der Wirtschaft. Dazu kämen nationale Vorschriften zur Verwaltungsmodernisierung und Vorgaben der Europäischen Union. Die EU-Dienstleistungsrichtlinie beispielsweise werde die öffentliche Verwaltung verändern, führte Rembor weiter aus. Sie werde zum „Kümmerer“ für Behördenangelegenheiten von Bürgern und Unternehmen. Die EU-DLR führe dabei zu einer klar definierten Arbeitsteilung zwischen Front und Back Office. Nötig seien eine verwaltungsübergreifende Prozessabwicklung und die Ausrichtung der Abläufe an den Bedürfnissen der Kunden. Dazu habe SAP ein Lösungsangebot im Programm. Rembor stellte eine SAP-Portallösung für die Umsetzung der EU-DLR vor. Registergestützt ermittelt das System, welche Formulare für einen bestimmten Antrag auszufüllen und welche weiteren Dokumente beizufügen sind. Diese SAP-Verwaltungsprozessplattform stelle alle relevanten Technologien und Anwendungen zur Verfügung, welche für die Umsetzung der EU-DLR benötigt werden. Das Kongressprogramm bot aus kommunaler Sicht etliche interessante Vorträge. Uwe Ufer, Bürgermeister von Hückeswagen, stellte das Bürgerkonto der Stadt vor, Juliane Schmertmann aus Wiesbaden berichtete über das Doppik-Projekt der hessischen Landeshauptstadt, Frank Daum aus Bensheim informierte ebenfalls über Erfahrungen mit der Umstellung des Finanzwesens auf die kaufmännische Buchführung. Der ehemalige Leiter der Hagener Betriebe für Informationstechnik, Peter Klinger, referierte über die neue Verwaltung durch E-Government. Diese werde geprägt durch Shared Services, einheitliche Ansprechpartner im Sinne der EU-Dienstleistungsrichtlinie und daraus folgend durch das Konzept des One Stop Government. (al)

http://www.sap.de

Stichwörter: SAP, Behördenkongress, EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR), Bernd Brandl, Ralph-Peter Rembor, Uwe Ufer, Peter Klinger



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