Freitag, 16. Oktober 2026

Smart Country Convention 2026AKDB legt Fokus auf Kooperationen

[16.10.2026] Auf der Smart Country Convention 2026 stellte die AKDB die länderübergreifende Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Gemeinsame Standards, interoperable Lösungen und eine starke öffentliche IT sollen die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen.
Eine Reihe von Personen an einem Messestand, auf einem Monitor steht Partnerschaft für das digitale Verkehrswesen

Die fünf Telecomputer-Gesellschafter Komm.ONE, KDO, ekom21, regio iT und AKDB setzen auf eine engere Zusammenarbeit bei digitalen Lösungen für das Verkehrswesen.

v.l: Matthias Drexelius, Geschäftsführer ekom21; Tim Austermann, Verbandsgeschäftsführer KDO; William Schmitt, Vorstandsvorsitzender Komm.ONE; Rudolf Schleyer, Vorstandsvorsitzender AKDB; Dieter Ludwigs, Vorsitzender der Geschäftsführung regio iT; Raoul Frings, Bereichsleiter Kunden & Produkte Telecomputer; Lars Hoppmann, Geschäftsführender Vorstand VITAKO.

(Bildquelle: Frederic Schweizer)

Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) hat auf der Smart Country Convention (SCCON) vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin für eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und öffentlichen IT-Dienstleistern geworben. Unter dem Motto „Digital voran“ präsentierte sie gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, IT und Politik Projekte, die auf gemeinsame Standards, kompatible Lösungen und offene Schnittstellen setzen.

„Auf der Smart Country Convention wurde einmal mehr klar, dass die Bereitschaft zur Kooperation heute größer ist denn je“, erklärte AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer. Eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung erfordere interoperable Lösungen und eine starke öffentliche IT. Zugleich gelte es, leistungsfähige digitale Services auf einer souveränen Cloud-Infrastruktur bereitzustellen.

Als Beispiel für die länderübergreifende Zusammenarbeit stellte die AKDB die Kooperation von fünf öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern im Verkehrswesen heraus (wir berichteten). Die Gesellschafter des Unternehmens Telecomputer – Komm.ONE, KDO, ekom21, regio iT und AKDB – wollen ihre Kompetenzen bei der Kfz-Zulassung, im Führerscheinwesen und bei zugehörigen Online-Diensten bündeln. Ziel ist ein bundesweit einsetzbares und zukunftssicheres Software-Angebot aus öffentlicher Hand.

Dass auch kommunale Entscheidungsträger eine stärkere Standardisierung befürworten, zeigen erste Ergebnisse des „Kommunalen Digital-Index“ (KDIX), welche die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und die Universität Bremen auf der SCCON vorstellten. Demnach sprechen sich vier von fünf befragten Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern für zentral entwickelte IT-Verfahren aus. Drei Viertel wünschen sich bundesweit einheitliche Standards. Die langfristig angelegte Studie soll künftig regelmäßig den Stand der kommunalen Digitalisierung erfassen.

Ein weiteres Thema am AKDB-Stand war die Nationale Digitaloffensive. Im Rahmen der Initiative erprobt der Bund gemeinsam mit mehreren Ländern einen zentralen Ansatz, um digitale Verwaltungsleistungen flächendeckend auszurollen. In Bayern übernimmt die AKDB dabei die Rolle der Generalunternehmerin.

Darüber hinaus beschäftigte sich der IT-Dienstleister mit dem Deutschland-Stack und dessen Bedeutung für die digitale Souveränität. Öffentliche IT-Dienstleister sollen dabei eine zentrale Rolle übernehmen, indem sie Cloud-Dienste, KI-Plattformen und Basiskomponenten bereitstellen. Als Beispiele nannte die AKDB die von ihr federführend entwickelte GenAI-Plattform sowie die BundID. Diese Komponenten sollen dazu beitragen, digitale Verwaltungsleistungen standardisiert zu entwickeln und bundesweit verfügbar zu machen.





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