StudieDigitalisierung ist größte Herausforderung
Die öffentliche Verwaltung in Deutschland sieht im E-Government und der Digitalisierung die größte Herausforderung der kommenden fünf Jahre. Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen werden hingegen erst an fünfter Stelle genannt. Das sind die Ergebnisse der deutschlandweiten Studie „Zukunftspanel Staat & Verwaltung 2016“. Erstellt wurde die Untersuchung von der Wegweiser GmbH und der Hertie School of Governance im Vorfeld des 4. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung am 21. und 22. Juni 2016 in Berlin (wir berichteten). Laut Wegweiser hat Professor Gerhard Hammerschmid von der Hertie School für die Studie über 1.200 Verwaltungsstellen in Bund, Ländern und Kommunen mit über 20.000 Einwohnern befragt. Mit 43 Prozent Zustimmung nehmen demnach E-Government und die Digitalisierung den Spitzenplatz ein. Der Anteil der Behörden mit einer eigenen digitalen Strategie ist im Vergleich zum Vorjahr von 36 auf 37,5 Prozent leicht gestiegen. Bei 76,8 Prozent der befragten Verwaltungen wird daran gearbeitet, Behördenangebote online bereitzustellen, weitere 20,3 Prozent planen die Umsetzung. Schwerpunkte bilden hier die Digitalisierung der Informationsbereitstellung, der Antragstellung und des Meldewesens sowie Kfz-bezogener Dienstleistungen. Bei der Bereitstellung von E-Government-Lösungen dominieren laut der Erhebung die De-Mail, die elektronische Vergabe, die Digitalisierung des Rechnungswesens und die Umsetzung oder Planung der E-Akte. Mehr als die Hälfte der Behörden planen hingegen keinen Einsatz von Big Data oder Cloud Computing. Auch hinsichtlich der Interaktion mit den Bürgern haben 68 Prozent keine Plattformen wie Online-Diskussionsforen geplant. Zwölf Prozent der Behörden planen die Umsetzung von Online-Petitionen, 79 Prozent streben hier bislang keine Umsetzung an. 36 Prozent der Befragten nutzen soziale Medien zur Kommunikation mit den Bürgern, ein Drittel plane keinen Einsatz dieser Kommunikationsmittel. Digitalisierung und E-Government-Anwendungen optimieren laut den Befragten den Zugang zu zentralen Verwaltungsleistungen sowie interne Vorgänge, entlasten aber auch die Haushalte. Die Maßnahmen mit dem größten Einsparpotenzial sind aus Sicht der Verwaltungen die E-Akte und elektronische Vorgangsbearbeitung (79 Prozent), der Auf- und Ausbau des Online-Angebots von Behördendienstleistungen (55 Prozent) sowie die stärkere Standardisierung, etwa von IT-Verwaltungsleistungen (46 Prozent). Um die Potenziale der Digitalisierung auf Behördenebene noch stärker ausschöpfen zu können, bezeichnen die Befragten folgende Herausforderungen als relevant: die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitern in digitalen Kompetenzen (71 Prozent), die Führungskultur und Entscheidungsstruktur in einer Behörde (62 Prozent) sowie der Fachkräftemangel im IT-Bereich (60 Prozent). Die Flüchtlingssituation nehmen die Behörden übrigens auch als Chance wahr. Fast die Hälfte der Befragten erwartet Impulse für behördenübergreifende IT-Lösungen und deren Abstimmung im föderalen System. Positive Auswirkungen werden zudem im Hinblick auf eine bessere fachliche Zusammenarbeit, die Prozessneugestaltung und die Modernisierung der IT-Systeme erwartet.
re@di-Netzwerk: Städte bekräftigen Zusammenarbeit
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[02.11.2026] Der Digitalisierungsausschuss des DStGB fordert eine frühzeitige Einbindung der Kommunen in Digitalvorhaben des Bundes. Bei seiner Herbsttagung ging es um gemeinsame IT-Basiskomponenten und eine stärkere Beteiligung an der Wertschöpfung von Rechenzentren. mehr...
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[26.10.2026] Rechenzentren beanspruchen kommunale Flächen und Infrastruktur. Die geplante Gewerbesteuerreform soll den Standortgemeinden höhere Einnahmen bringen. Das Land Hessen hat im Bundesrat Nachbesserungen verlangt, damit die Regelung möglichst viele Betreiber erfasst. mehr...
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[26.10.2026] Der Freistaat Sachsen und der Bund haben vereinbart, fünf Online-Dienste bis Ende Juni 2027 in allen zuständigen Kommunalbehörden bereitzustellen. Der Bund finanziert die technische Anbindung, die govdigital gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister Lecos übernimmt. mehr...
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[20.10.2026] Sachsen-Anhalt treibt die Digitalisierung seiner Verwaltung mit einem klaren Fokus auf Nachnutzung und Standardisierung voran. Ein zentrales Instrument ist dabei der „eGovernment-Marktplatz Sachsen-Anhalt“. mehr...
Smart Country Convention: Wildberger kündigt weitere Schritte an
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Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen
[19.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...
GovTech Kommunal: Kein Ersatz, sondern Ergänzung
[15.10.2026] In der Debatte um mögliche Parallelstrukturen bei der Verwaltungsdigitalisierung hat GovTech Deutschland auf die Kritik der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, reagiert. In einer Stellungnahme weisen die Verantwortlichen die Vorwürfe zurück, erläutern die Rolle von GovTech Kommunal und bieten den kommunalen IT-Dienstleistern eine Zusammenarbeit an. mehr...
Bitkom-Umfragen: Online aufs Amt bleibt (noch) die Ausnahme
[15.10.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung macht Fortschritte, bleibt aber hinter den Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zurück. Das zeigen zwei aktuelle Bitkom-Umfragen. Insbesondere fehlende durchgängig digitale Verfahren und Medienbrüche sorgen für Unzufriedenheit. mehr...
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[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...
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