BMDSDigitalministerium hat Arbeit aufgenommen

Kurz nach Amtsantritt besuchte der neue Bundesdigitalminister seine drei Geschäftsbereichsbehörden Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie die Bundesnetzagentur (BNetzA).
v.l.: Staatssekretär Dr. Markus Richter; Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger; Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Jarzombek
(Bildquelle: C. Daitche/ITZBund)
Kurz nach Amtsantritt besuchte der neue Bundesdigitalminister seine drei Geschäftsbereichsbehörden Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie die Bundesnetzagentur (BNetzA).
v.l.: Staatssekretär Dr. Markus Richter; Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger; Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Jarzombek
(Bildquelle: C. Daitche/ITZBund)
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat in der vergangenen Woche offiziell seine Arbeit aufgenommen. Die neue Behörde bündelt zentrale Aufgaben der Informationstechnologie des Bundes an einer Stelle. Dazu zählen unter anderem die IT-Steuerung, IT-Sicherheit, der IT-Betrieb und die Bundesnetze. Auch die Kontrolle der IT-Ausgaben des Bundes fällt künftig in den Zuständigkeitsbereich des BMDS.
Die Leitung des neuen Ministeriums übernimmt Karsten Wildberger. „Mit der Gründung des ersten deutschen Digitalministeriums sendet Deutschland ein deutliches Signal: Digitalisierung und Staatsmodernisierung genießen für diese Bundesregierung herausgehobene Priorität. Es ist mein Anspruch, dies zügig mit konkreten Maßnahmen zu belegen. Ich möchte so schnell wie möglich ins Handeln kommen und setze daher auf den Mut zu pragmatischen Lösungen und kontinuierliche Verbesserungen im Sinne der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen“, betonte Wildberger bei der Amtsübernahme.
Mit der Neugründung des Bundesdigitalministeriums wird zugleich die Rolle des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik abgeschafft. Der vormalige Bundes-CIO Markus Richter wechselt als Staatssekretär in das BMDS. Dies sei ein starkes Signal für einen nachhaltigen und strukturell verankerten digitalen Aufbruch, schreibt Richter dazu auf LinkedIn.
Das BMDS verstehe sich als Motor für eine moderne Verwaltung, so Richter weiter. Der Aufbau des neuen Hauses beginne dabei nicht bei null. Die interne Organisation sei abgeschlossen. Nun stehe die konkrete Umsetzung digitaler Produkte im Vordergrund. Zu nennen seien hier unter anderem die Wallet – eine digitale Ausweis-App –, der so genannte D-Stack sowie Lösungen für den Datenaustausch. Ziel sei es, nicht nur technische Strukturen zu verbessern, sondern auch das Vertrauen in einen handlungsfähigen Staat zu stärken.
Auch die Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und internationalen Partnern sei ein zentrales Anliegen. Richter: „Wir fokussieren uns auf den Bund – und laden zugleich Länder, Kommunen sowie europäische und internationale Partner ein, gemeinsam mit uns die digitale Zukunft zu gestalten.“
Sachsen-Anhalt: Marktplatz für Lösungen
[20.10.2026] Sachsen-Anhalt treibt die Digitalisierung seiner Verwaltung mit einem klaren Fokus auf Nachnutzung und Standardisierung voran. Ein zentrales Instrument ist dabei der „eGovernment-Marktplatz Sachsen-Anhalt“. mehr...
Smart Country Convention: Wildberger kündigt weitere Schritte an
[19.10.2026] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin den Ausbau zentraler digitaler Verwaltungsdienste, die Weiterentwicklung des Deutschland-Stacks und neue KI-Anwendungen angekündigt. mehr...
Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen
[19.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...
GovTech Kommunal: Kein Ersatz, sondern Ergänzung
[15.10.2026] In der Debatte um mögliche Parallelstrukturen bei der Verwaltungsdigitalisierung hat GovTech Deutschland auf die Kritik der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, reagiert. In einer Stellungnahme weisen die Verantwortlichen die Vorwürfe zurück, erläutern die Rolle von GovTech Kommunal und bieten den kommunalen IT-Dienstleistern eine Zusammenarbeit an. mehr...
Bitkom-Umfragen: Online aufs Amt bleibt (noch) die Ausnahme
[15.10.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung macht Fortschritte, bleibt aber hinter den Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zurück. Das zeigen zwei aktuelle Bitkom-Umfragen. Insbesondere fehlende durchgängig digitale Verfahren und Medienbrüche sorgen für Unzufriedenheit. mehr...
Deutschland-App: Zentrale Projektdetails bleiben offen
[15.10.2026] Die Modernisierungsagenda föderal sieht unter anderem die Umsetzung einer KI-unterstützten Deutschland-App vor, die einen zentralen, komfortablen Zugang zu digitalen Verwaltungsverfahren bieten soll. Mit dem aktuellen Umsetzungsstand, der Vergabe und Auftragsvolumina befasste sich jetzt der Bundestag. mehr...
Vitako: Warnung vor neuen Parallelstrukturen
[09.10.2026] Mit GovTech Kommunal ist Ende 2025 ein neuer Akteur für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung gestartet. Der Verband Vitako sieht dessen Aktivitäten kritisch. In einem Positionspapier warnt er vor Doppelstrukturen, zusätzlichen Kosten und einer weiteren Zersplitterung der kommunalen IT-Landschaft und fordert, lieber bestehende föderale und kommunale Strukturen zu stärken. mehr...
Hessen: Positive Halbzeitbilanz
[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...
Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz
[24.09.2026] Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten. mehr...
Schwerin: Bund und Land bei Kommunalfinanzen gefordert
[21.09.2026] Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin erwartet für 2027 und 2028 Defizite in zweistelliger Millionenhöhe. Oberbürgermeister Sebastian Ehlers sieht darin kein lokales Problem, sondern verweist auf die bundesweit schwierige Finanzlage der Kommunen. Er fordert von Bund und Land eine aufgabenangemessene Finanzausstattung und Entlastungen bei gesetzlichen Leistungen. mehr...
Bund: Eine Milliarde Euro für Verwaltungsdigitalisierung
[10.09.2026] Der Bund will die Verwaltungsdigitalisierung weiter vorantreiben. Im Haushaltsentwurf sind dafür rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger kündigte zudem weitere Schritte beim Deutschland-Stack, bei digitalen Verwaltungsleistungen und der Deutschland-App an. mehr...
Changemanagement: Veränderung steuern
[07.09.2026] Der Erfolg von großen Digitalisierungsprojekten hängt nur zu einem Teil von der Technik ab. Weitaus wichtiger sind eine saubere Strukturierung in steuerbare Einzelprojekte und der Umgang mit den Mitarbeitenden. Das zeigen Erfahrungen aus Bergisch Gladbach. mehr...
Schneller Gründen: Aus zwei mach eins
[28.08.2026] Unternehmensgründerinnen und -gründer wollen ihre Energie in ihr Geschäft stecken, nicht in bürokratische Formalitäten. Ein neuer Kombiantrag führt Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung zusammen. Er wird zunächst an zehn Pilotstandorten erprobt. mehr...
NExT: Policy Paper fordert digitaltaugliches Haushaltsrecht
[26.08.2026] Das Verwaltungsnetzwerk NExT und das Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt fordern ein Haushaltsrecht, das agile Digitalisierungsprojekte besser unterstützt. Ein neues Policy Paper zeigt, wo starre Regeln, Prüfverfahren und Papierpflichten die digitale Verwaltung bremsen und welche Reformen Abhilfe schaffen sollen. mehr...
Konsultation: Offene Daten stärken
[24.08.2026] Das Bundesdigitalministerium sammelt noch bis zum 15. September in einer Online-Konsultation Vorschläge für einen neuen Fahrplan für Open Data. Die Ergebnisse sollen in den strategischen Rahmen einfließen, den die Bundesregierung Anfang 2027 beschließen will. mehr...


















