Rheinland-PfalzDigitale Nachbarschaftshilfe

Freiwilliger Lieferservice: Ivonne Hofstadt aus Eisenberg bringt das bestellte Paket persönlich zu einem ihrer Mitbürger nach Hause.
(Bildquelle: Fraunhofer IESE)
Anfang Oktober startet die dritte Testphase der Digitalen Dörfer Betzdorf und Eisenberg/Göllheim in Rheinland-Pfalz. In dem Projekt geht es um die Vernetzung der Bürger durch digitale Technik im Sinne einer modernen Nachbarschaftshilfe (wir berichteten). Wie das am Projekt beteiligte Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE mitteilt, geschieht dies über Smartphone-Apps, die es den Bürgern ermöglichen, sich gegenseitig zu helfen und Dinge auszutauschen. In den bisherigen Testphasen konnten die Einwohner der Digitalen Dörfer über die App BestellBar bei regionalen Händlern online einkaufen. Die Lieferung übernehmen Freiwillige aus den Gemeinden. Diese können in der App LieferBar einsehen, wer bei welchem Händler ein Paket bestellt hat. Wenn sie auf der Strecke unterwegs sind, können sie das Paket abholen und liefern es einem Mitbürger direkt nach Hause oder an eine Paketstation. Im Oktober testen die Einwohner nun zusätzlich die neue App TauschBar, über die sie Dienstleistungen, Werkzeuge und andere Dinge austauschen können. Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts IESE, können die Bürger hier zum Beispiel eine Mitfahrgelegenheit in die nächste Stadt oder einen Babysitter suchen oder einen Anhänger, Werkzeuge oder Ähnliches zum Verleih anbieten. Um Anreize für die Nutzung der Apps zu geben, gibt es für freiwillige Leistungen virtuelles Geld, so genannte DigiTaler. Damit werden auch Leistungen bezahlt. Ein erstes Startkontingent an DigiTalern erhalten die Tester der Verbandsgemeinden bei Anmeldung auf der Website Digitale Dörfer.
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