HamburgGeodaten für Melde-Michel

Über den Service Melde-Michel können Bürger die Stadt Hamburg über Schäden an der öffentlichen Infrastruktur informieren.
(Bildquelle: Freie und Hansestadt Hamburg)
Mit dem Hamburger Online-Service Melde-Michel können Bürger Schäden an der öffentlichen Infrastruktur an die Freie und Hansestadt melden. Egal, ob es sich um eine nicht funktionierende Straßenlaterne oder eine beschädigte Bank im Stadtpark handelt – mit dem Melde-Michel kann der Bürger die Verwaltung bequem via Smartphone oder PC informieren. Dabei profitieren die Bürger und die Verwaltung gleichermaßen von der intensiven Nutzung der Geodaten, die vom Geodatendienst des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) bereitgestellt werden. Das Besondere an diesem Projekt ist die Art und Weise, wie die Geodaten des LGV integriert wurden. Anstatt eine direkte Integration der Geodaten nur für den Melde-Michel vorzunehmen, war es der Stadtverwaltung wichtig, eine allgemeingültige Lösung zu schaffen. So wurde ein universell verwendbares Plug-in für die dem Hamburger Anliegen- und Fall-Management zugrundeliegende Plattform cit intelliForm entwickelt. Das Plug-in bezieht die Geodaten über die LGV-eigene Schnittstelle GeoAPI und lässt sich flexibel in allen Anwendungsgebieten verwenden, die einen Geobezug benötigen. Damit können die Geodaten sowohl in den Anwendungen für die Bürger auf der Hamburger Internet-Seite, als auch intern auf dem jeweiligen Front End der Sachbearbeiter zum Einsatz kommen.
Vorteile für Bürger und Mitarbeiter
Die Geodaten-Integration erlaubt sowohl den Bürgern als auch den Verwaltungsmitarbeitern völlig neue Interaktionsformen. So ist die Karte nicht nur Eingabemedium über alle Phasen des Prozesses von der Mängelmeldung bis zur Beseitigung hinweg. Die Kartenansicht kann auch als Filter für die umfangreichen Listen an Datensätzen genutzt werden. Bei der Eingabe eines Mangels kann der Bürger zwischen der Adressangabe oder der Markierung auf der Karte wählen. Durch die visuelle Rückkopplung auf der Karte sieht er sofort, ob seine Angaben richtig sind. Da im System bereits alle gemeldeten, öffentlichen Einträge auf der Karte angezeigt werden, sieht der Bürger nicht nur, welche Mängel bereits aufgezeigt wurden, sondern auch, was generell in seinem Viertel zum Erhalt der Infrastruktur getan wird. Auch innerhalb der Verwaltung schafft die Integration der Geodaten viele Vorteile. Die Visualisierung aller Vorgänge auf der Karte erlaubt es den Mitarbeitern, Zusammenhänge leichter zu erkennen, Vorgänge einfacher zusammenzufassen und so Synergien besser zu nutzen. Doppelte Meldungen werden schneller erkannt und unnötige Aufwände vermieden.
Innovativer Dreiklang
Der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung bietet mit seinen hamburg-spezifischen Geo-Informationen deutliche Vorteile gegenüber allgemein verfügbaren Geodatenbibliotheken wie Google Maps. Beispielsweise sind die Flurstückdaten der städtischen Grundstücke direkt in Karten hinterlegt und können so sofort von den Sachbearbeitern im Anliegen-Management genutzt werden. Innovativ ist in diesem Zusammenhang auch die Ermittlung der Zuständigkeit für ein Anliegen anhand des Dreiklangs aus Geoposition, der Kategorie des Anliegens und des Behördenfinders Hamburg. Hier stand ebenfalls eine gute Integration im Vordergrund. Anstatt die Zuständigkeitsdaten an einer zweiten Stelle zu halten, werden sie hier direkt eingebunden und gepflegt. Das trägt dazu bei, den zentralen Datenbestand weiter zu verbessern.
Dieser Beitrag ist in der September-Ausgabe von Kommune21 im Schwerpunkt Geodaten-Management erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
http://www.hamburg.de/melde-michel
Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert
[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...
Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell
[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...
Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin
[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...
Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick
[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...
Braunschweig: Warum heißt die Straße so?
[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...
Darmstadt 3D: Grundgerüst für Urbanen Zwilling
[16.12.2025] Von Darmstadt gibt es jetzt ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell mit hoher Detailtiefe. In der browserbasierten Anwendung lassen sich beispielsweise Entfernungen und Flächen messen, Schattenwürfe simulieren oder Sichtbarkeiten analysieren. Perspektivisch bildet sie das Grundgerüst für einen Urbanen Digitalen Zwilling. mehr...
Karlsruhe: Digitaler Klimazwilling
[02.12.2025] In Karlsruhe soll die Klimafolgenanpassung messbar, vorausschauend und smart gestaltet werden. Mit diesem Ziel baut die Stadt im Projekt Sensor City einen Digitalen Klimazwilling auf, der Geodaten und die Messwerte von Internet-of-Things-Sensoren nutzt. mehr...
Ruderatshofen: Drohnenvermessung für Hochwasserschutz
[27.11.2025] Ruderatshofen will besser auf Starkregenereignisse und Überflutungen vorbereitet sein. Damit geeignete Schutzmaßnahmen erkannt werden können, hat GIS-Anbieter RIWA ein 3D-Geländemodell vom Gemeindegebiet und den umliegenden Flächen erstellt. Dank Drohnentechnologie konnten 19 Hektar Land innerhalb eines Tages erfasst werden. mehr...
Esri Konferenz 2025: GIS eröffnen neue Perspektiven
[21.11.2025] Dass Geo-Informationssysteme die Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft sind, soll auf der diesjährigen Esri Konferenz (26. bis 27. November 2025, Bonn) in über 100 Fachvorträgen, Live-Demos und Tech-Sessions demonstriert werden. Im Fokus stehen neueste Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, GeoAI, Digital Twins, Earth Intelligence und Enterprise IT. mehr...
Interview: Das Gold der Kommunen
[12.11.2025] Das Unternehmen RIWA, Spezialist für Geoinformationen, war auf der Messe Kommunale mit dem neuen Slogan „Daten gestalten Zukunft“ vertreten. Im Gespräch mit Kommune21 erklärte Geschäftsführer Reinhard Kofler, warum Daten das wichtigste Gut der Kommunen sind und wie aus ihnen konkrete Mehrwerte entstehen. mehr...
Wuppertal: Startschuss für DigiTal Zwilling
[28.10.2025] Die erste Ausbaustufe des DigiTal Zwilling Wuppertal ist online. Er umfasst unter anderem ein neues Geoportal, mit dem sich Daten im 3D-Raum visualisieren lassen und hilft dabei, Maßnahmen der Stadtplanung nachhaltiger umzusetzen und Zukunftsszenarien zu vergleichen. mehr...
Intergeo: Lösungen für eine Branche im Wandel
[07.10.2025] Heute startet in Frankfurt die Intergeo 2025 – das weltweit führende Event für Geodäsie, Geo-Information und Landmanagement. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge und Reality Capturing als Zukunftstreiber einer Branche im Wandel. mehr...
Geodatenmanagement: Mit Daten klimaresilient werden
[17.09.2025] In vielen deutschen Städten ist die sommerliche Hitzebelastung aufgrund des Klimawandels merklich angestiegen. Die Stadtplanung ist gefordert, Antworten darauf zu finden und gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei können Geodaten helfen. mehr...
BürgerGIS: Wie Maps, aber für Hanau
[02.09.2025] In Hanau ist das neue digitale Geoportal BürgerGIS online gegangen. Es bietet der Öffentlichkeit zahlreiche interaktive Funktionen für individuelle Auswertungen und ist auch die Basis für künftige Bürgerbeteiligungen. mehr...
Magdeburg: Modell für Sachsen-Anhalt
[29.08.2025] Ein Digitaler Zwilling soll Magdeburgs Stadtplanung effizient und nachhaltig gestalten. Die Landeshauptstadt setzt dafür eine cloudbasierte Software ein, welche die Stadt Halle (Saale) entwickelt hat. Damit leisten beide Kommunen Pionierarbeit für Sachsen-Anhalt. mehr...























