Donnerstag, 22. Oktober 2026

Kreis SteinfurtBauantrag ohne Papier

[14.01.2026] Das Bauportal Nordrhein-Westfalen ist um eine Kommunikationsplattform ergänzt worden, sodass auch der Austausch rund um einen Bauantrag digital abgewickelt werden kann. Als erster Landkreis startet Steinfurt mit dem voll digitalisierten Verfahren.
Mehrere Personen stehen nebeneinander, zwei von ihnen bedienen einen Buzzer.

Der offizielle Startschuss für das volldigitalisierte Bauantragsverfahren im Kreis Steinfurt ist gefallen.

v.l.: Carsten Rehers, Bau- und Umweltdezernent des Kreises Steinfurt; Christina Schulze Föcking, Landtagsabgeordnete aus Steinfurt; Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung; Landrat Dr. Martin Sommer; Kreisdirektor Peter Freitag

(Bildquelle: Kreis Steinfurt)

Über das Bauportal Nordrhein-Westfalen können jetzt voll digitalisierte Bauantragsverfahren im Sinne einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung abgewickelt werden. Das ermöglicht laut dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD) die Erweiterung um eine Kommunikationsplattform. Als erster Landkreis mache Steinfurt von dem voll digitalisierten Bauantragsverfahren Gebrauch. 

Wie bislang können über das Portal Bauanträge von Bauherrschaften oder Entwurfsvorlageberechtigten wie Architektinnen und Architekten online gestellt, eingereicht und somit den zuständigen Bauaufsichtsbehörden digital und unmittelbar übermittelt werden, erklärt das Ministerium. Die Bearbeitung der Anträge durch die Behörde erfolge vollständig im Fachverfahren der Kommune. Dabei seien die digitalen Antragsassistenten das Herzstück des Portals, das die Kommunen kostenfrei nutzen können. Eine Kommunikationsplattform habe es seit der Überarbeitung des Portals im Jahr 2024 (wir berichteten) aber nicht gegeben. Deshalb habe das Ministerium zusammen mit der E-Government-Behörde d-NRW die Einsatzbereitschaft einer solchen Plattform vorangetrieben.

Medienbrucharmes, transparentes Verfahren 

„Das Bauportal Nordrhein-Westfalen wird in 71 Unteren Bauaufsichtsbehörden genutzt, um Bauanträge digital einreichen zu lassen“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung. „Und es wird weiter erfolgreich ausgebaut. Mit dem Kreis Steinfurt haben wir nunmehr gemeinsam den nächsten Meilenstein erreicht: Die Kommunikationsplattform läuft. Durch diese Erweiterung können beispielsweise Rückfragen, Antworten und der gesamte weitere Austausch direkt digital erfolgen. Die Kommunikationsplattform wird jetzt auf weitere Untere Bauaufsichtsbehörden ausgerollt. Mein Dank geht an den Kreis Steinfurt, denn die Anbindung stellt komplexe Anforderungen an Organisation und Technik vor Ort.“

Die Einführung des digitalen Bauantrags ist ein wesentlicher Meilenstein der Digitalstrategie des Kreises Steinfurt, heißt es in der Pressemeldung des Weiteren. Bürgerinnen, Bürger sowie Architekturbüros und Unternehmen profitieren nun von einem medienbrucharmen Verfahren mit weniger Papier, weniger Wegen und mehr Transparenz. Gleichzeitig könne die Kreisverwaltung ihre Prozesse modernisieren. Die Bearbeitung werde effizienter, ortsunabhängig und ressourcenschonender.

Kreis Warendorf liefert Erfahrung

Bei der Produktivsetzung habe Steinfurt maßgeblich von den Erfahrungen des Kreises Warendorf profitiert, der als Modellkommune im Projekt Digitales Baugenehmigungsverfahren des Ministeriums (wir berichteten) echte Pionierarbeit geleistet habe. Demnach hat Warendorf bereits im September 2025 einen erfolgreichen Praxistest des durchgängig digitalen Verfahrens durchgeführt.





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