Sonntag, 27. September 2026

SyncpilotBesuch vom Digitalminister

[12.05.2026] Das Unternehmen Syncpilot hat Bayerns Digitalminister Fabian Mehring besucht und dabei beispielhaft eine Gewerbeanmeldung über eine digitale Sprechstunde beantragt. Der Minister will den „Virtuellen Bürgerservice“ in die Fläche bringen.
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring arbeitet an einem Laptop

Bayern: Digitalminister Fabian Mehring hat bei Syncpilot eine Live-Demonstration des „Virtuellen Bürgerservice“ erhalten.

(Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Digitales)

Bayerns Digitalminister Fabian Mehring hat beim Augsburger Softwareunternehmen Syncpilot eine Live-Demonstration des „Virtuellen Bürgerservice“ erlebt und dabei beispielhaft eine Gewerbeanmeldung über eine digitale Sprechstunde beantragt. Wie das bayerische Digitalministerium mitteilt, ermöglicht es das System, Verwaltungsleistungen gemeinsam mit Sachbearbeitenden per Video abzuwickeln. Der Ansatz könne insbesondere Menschen unterstützen, die mit klassischen Online-Formularen nicht gut zurechtkommen, und stelle eine bürgerfreundliche Ergänzung zu bestehenden digitalen Verwaltungsangeboten dar.

„Wenn Digitalisierung Geld sparen und die Verwaltung schneller machen soll, müssen wir unsere Behörden konsequent auf digitale Prozesse umstellen und analoge Doppelwege einstellen. Das geht nur, wenn sichergestellt ist, dass dabei auch alle Menschen mitkommen. Genau das gelingt mit dem virtuellen Bürgerservice: Der Staat bleibt erreichbar – aber auf einem neuen, digitalen Weg. So funktioniert Volldigitalisierung für alle“, betonte Digitalminister Mehring.

Persönlicher Kontakt digital verlängert

Der „Virtuelle Bürgerservice“ verlagert den klassischen Behördengang in den digitalen Raum: Termine werden online vereinbart, Anliegen im direkten Austausch per Videokonferenz erledigt. Dokumente können während des Gesprächs hochgeladen und gemeinsam bearbeitet sowie rechtskonform digital unterzeichnet werden. Auch Bezahlvorgänge lassen sich integrieren, sodass Verwaltungsverfahren vollständig medienbruchfrei abgeschlossen werden können. Die Lösung „Bürgerservice Live“ wurde gemeinsam mit der AKDB umgesetzt, die insbesondere für die Integration in Fachverfahren und den Betrieb für Kommunen verantwortlich ist (wir berichteten).

„Das ist eine zusätzliche Facette der Verwaltungsdigitalisierung: Statt Prozesse ausschließlich zu automatisieren, wird der persönliche Kontakt digital verlängert. Gerade für weniger digitalaffine Bürgerinnen und Bürger entsteht so ein Zugang, der bislang oft gefehlt hat“, sagt Mehring.

Neben Zeitersparnis für Bürgerinnen und Bürger bietet die Lösung auch Entlastungspotenziale für Kommunen, etwa durch weniger Präsenztermine und effizientere Abläufe. Zudem können Papier- und Portokosten reduziert sowie Postwege vermieden werden, was die Bearbeitungszeiten erheblich beschleunigt. „Mit dem letzten Klick ist das Verfahren abgeschlossen – live und in Echtzeit. Niemand muss mehr auf einen Brief oder Stempel warten. Lösungen wie diese zeigen, wie moderne Verwaltung bürgernah und praxistauglich funktioniert“, so Minister Mehring, der den virtuellen Bürgerservice aus Augsburg in die Fläche bringen will.





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