Montag, 12. Oktober 2026

Kreis DachauBilanz nach Systemwechsel

[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen.

Im Landratsamt Dachau kommt LÄMMkom LISSA in den Bereichen Asyl, Soziales und Wohngeld zum Einsatz.

(Bildquelle: Ecker/Landratsamt Dachau)

Mehr als ein Jahr nach dem Start des Echtbetriebs zieht der Landkreis Dachau eine Bilanz zum Einsatz von LÄMMkom LISSA. Wie der Hersteller Lämmerzahl berichtet, nutzt das Sozialamt das Fachverfahren seit Januar 2025 für die Bereiche Asyl, Soziales und Wohngeld und hat dabei insbesondere die Struktur und Bearbeitung der Vorgänge verbessert.

Der Landkreis Dachau hatte sich bereits 2023 mit der Ablösung seines bisherigen Fachverfahrens beschäftigt. Ausgangspunkt für das Projekt war der Wunsch des Landkreises, sein Fachverfahren für die Sozialverwaltung zu modernisieren und die unterschiedlichen Aufgabenbereiche in einem System abzubilden. Gesucht wurde insbesondere eine Lösung, die neben den Leistungen des Sozialwesens auch das Wohngeld unterstützt. Das Sozialamt ist unter anderem für Leistungen für Asylbewerber, Wohngeld, Grundsicherung nach SGB XII und Hilfe zum Lebensunterhalt zuständig. Insgesamt arbeiten dort 28 Mitarbeitende in drei Fachbereichen.

Von der Ausschreibung zur Einführung

Nach einer Ausschreibung im November 2023 entschied sich der Landkreis für LÄMMkom LISSA. Die Installation erfolgte im März 2024. In den folgenden Monaten wurden Systembetreuer, Mitarbeitende der Textverarbeitung und Endanwender geschult. Hinzu kamen Vertiefungsschulungen und Trainings für globale Läufe. Den ersten globalen Echtlauf führte der Landkreis am 18. Dezember 2024 durch. Am 1. Januar 2025 ging das Verfahren regulär in Betrieb.

Inzwischen liegen Erfahrungen aus mehr als einem Jahr laufendem Betrieb vor. Nach Angaben des Landkreises fällt die Struktur des neuen Verfahrens übersichtlicher aus als beim Vorgänger. Besonders deutlich werde dies am Berechnungsbaum. Auch die Auszahlungsprozesse lassen sich demnach schneller bearbeiten.

Eine weitere Unterstützung bietet die integrierte Textverarbeitung LÄMMkom DOKUMENTE. Sie ermöglicht es, Dokumente im Rahmen der Sachbearbeitung direkt aus dem Verfahren heraus zu bearbeiten. Auch bei Auswertungen sieht der Landkreis Vorteile. Diese lassen sich nach seinen Angaben einfacher erstellen und verursachen damit weniger administrativen Aufwand.

Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb fließen zugleich in die weitere Optimierung ein. Ein Schwerpunkt liegt auf den Schnittstellen zu anderen Systemen. Insbesondere die Anbindung von LÄMMkom LISSA an das Dokumentenmanagementsystem soll weiterentwickelt werden. Damit will der Landkreis die digitalen Arbeitsabläufe zwischen Fachverfahren und DMS weiter vereinfachen.

Bisheriger Betrieb als positiv

Andrea Hinterwimmer, stellvertretende Sachgebietsleitung im Landratsamt Dachau, bewertet den bisherigen Betrieb positiv: „Gemeinsam haben wir die Herausforderungen der Implementierungsphase gemeistert. Das Ergebnis ist ein strukturiertes Fachverfahren, das sich im Betrieb gut bewährt hat und eine echte Bereicherung für unseren Arbeitsalltag darstellt.“

Für die Auswahl des Verfahrens hatte der Landkreis nach eigenen Angaben zuvor eine Markterkundung durchgeführt und sich mit anderen Behörden ausgetauscht. Zudem besuchten Vertreter des Landkreises die Lämmerzahl Road Show in Augsburg und Altötting im Herbst 2023. Entscheidend für die Auswahl war demnach vor allem die Möglichkeit, Wohngeld und Sozialwesen in einem integrierten Fachverfahren abzubilden.

Der Erfahrungsbericht zeigt damit vor allem, welche Veränderungen sich nach der Einführung im Arbeitsalltag des Sozialamts ergeben haben. Zugleich bleibt die Weiterentwicklung der Schnittstellen ein Thema für den weiteren Betrieb.





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