Sonntag, 11. Oktober 2026

PotsdamEhe und Wohnsitz digital anmelden

[26.06.2025] Die Stadt Potsdam hat neue Bürgerservices gestartet: Wohnsitzwechsel und Eheschließungen können ab sofort online angemeldet werden. Das erspart den Potsdamerinnen und Potsdamern Behördengänge.
zwei Männer eine Frau vor einem Stehtisch

Potsdam hat mit „Ehe digital“ und der elektronischen Wohnsitzanmeldung zwei neue Onlinedienste freigeschaltet.

(Bildquelle: LHP/ Juliane Grimm)

Als erste Kommune im Land Brandenburg führt die Landeshauptstadt die elektronische Wohnsitzanmeldung ein. „Die Fortschritte in der Verwaltungsdigitalisierung erleichtern den Potsdamerinnen und Potsdamern das Leben spürbar. Durch die neuen Onlinedienste entfallen Terminvereinbarungen, Wege und Wartezeiten. Das entlastet sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Verwaltung selbst. Dem Ziel, im Bürgerservicecenter fristgerecht Termine anbieten zu können, kommen wir so einen großen Schritt näher: Fast 14.700 Menschen ziehen pro Jahr in oder nach Potsdam um und müssen das dem Bürgerservice melden. Eine Terminvereinbarung beim Bürgerservicecenter ist dafür nun nicht mehr erforderlich,“ erklärt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit.

Entwickelt hat den Onlinedienst die Freie und Hansestadt Hamburg (wir berichteten) und ihn nach dem Einer-für-Alle-Prinzip auch anderen Bundesländern zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für die Nutzung sind ein Personalausweis oder eine eID-Karte mit aktivierter Online-Ausweisfunktion mit PIN, ein NFC-fähiges Smartphone oder ein Kartenlesegerät, ein BundID-Nutzerkonto, die AusweisApp sowie die Wohnungsgeberbestätigung.

Eine besondere Erleichterung bei der elektronischen Wohnsitzanmeldung ist laut der Stadt Potsdam, dass die Bürgerinnen und Bürger den Wohnort auf dem Personalausweis oder Reisepass selbst ändern können. Das schließt auch Daten auf dem elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmedium des Personalausweises ein.

Ehe digital

Ebenfalls neu ist in Potsdam der Onlinedienst „Ehe digital“. Wie die brandenburgische Landeshauptstadt mitteilt, können Bürgerinnen und Bürger damit ihre Eheschließung anmelden sowie Ehefähigkeitszeugnisse, Nachbeurkundungen für im Ausland geschlossene Ehen beantragen. Voraussetzung für die Nutzung sind ein Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion, ein BundID-Nutzerkonto sowie die AusweisApp. Die Paare können ihre persönlichen Daten eingeben, notwendige Nachweise hochladen und das Standesamt online über ihre Heiratsabsicht informieren. Das Standesamt prüft die Unterlagen und meldet sich bei Rückfragen oder zur Terminvereinbarung. Trotz der digitalen Vorbereitung bleibt ein persönlicher Besuch im Standesamt für die finale Prüfung der Ehevoraussetzungen und natürlich für die Eheschließung am Hochzeitstag weiterhin gesetzlich erforderlich.

Der Onlinedienst „Ehe digital“ basiert auf einer bundesweiten Lösung, die in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesländern – darunter Bremen und Hessen – entwickelt wurde. Brigitte Meier dazu: „Allen, die dazu beigetragen haben, dass wir die neuen Dienste auch in Potsdam anbieten können, gilt mein großer Dank: meinen Kolleginnen und Kollegen aus meinem Geschäftsbereich, die sich so engagiert dafür eingesetzt haben. Ich danke auch der Freien und Hansestadt Hamburg, die uns die zügige Inbetriebnahme ermöglicht hat, dem Ministerium der Justiz und für Digitalisierung und dem Ministerium des Innern und für Kommunales für die Unterstützung unserer Initiative.“

Mit den beiden neuen Dienstleistungen sind über das Bürgerserviceportal mittlerweile 66 Angebote verfügbar, mit denen die Verwaltung das Onlinezugangsgesetz umsetzt. Wie die Stadt Potsdam weiter berichtet, soll zeitnah auch das Bauantragsverfahren mit dem Virtuellen Bauamt digital abgewickelt werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice
Blick auf die Aachener Altstadt mit Dom

Aachen: Großprojekt Registermodernisierung gestartet

[08.10.2026] Die Stadt Aachen hat gemeinsam mit dem IT-Dienstleister regio iT die Registermodernisierung auf den Weg gebracht. Eine eigene Projektstruktur soll die Verwaltung auf den Datenaustausch nach dem Once-Only-Prinzip und die Anbindung an die europäische digitale Brieftasche vorbereiten. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

BundID: KI-gestützter Bürgerservice bewährt sich

[05.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...

Mehrere gedruckte Ausgaben des eGovernment Monitor 2026 liegen auf einem Tisch, oberstes Heft ist aufgeschlagen

eGovernment Monitor 2026: Digitale Verwaltung überzeugt bei der Nutzung

[29.09.2026] Wer digitale Verwaltungsangebote nutzt, ist damit überwiegend zufrieden. Dennoch erledigt dem aktuellen eGovernment Monitor zufolge die Hälfte der Befragten Behördenanliegen weiterhin vollständig offline. Die Studie sieht vor allem bei Auffindbarkeit, durchgängiger Digitalisierung und mobiler Nutzbarkeit Handlungsbedarf. mehr...

bericht

Besuchermanagement: Ungewissheiten beseitigen

[25.09.2026] Fortgeschrittene Aufrufsysteme schaffen mehr Transparenz über anfallende Wartezeiten und vermeiden so unnötigen Frust bei den Bürgerinnen und Bürgern. mehr...

Infobanner zu Onlinediensten am Aufzugturm des Rathauses in Rheydt.

Mönchengladbach: Vieles geht online

[25.09.2026] Die Stadt Mönchengladbach macht erneut auf ihre digitalen Verwaltungsangebote aufmerksam. Zahlreiche Anliegen lassen sich bereits über das Serviceportal erledigen. Kostenlose Schulungen sollen Bürgerinnen und Bürger außerdem bei der Nutzung von Online-Ausweisfunktion, AusweisApp und BundID unterstützen. mehr...

Paar auf einem Dünenwanderweg auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Tourismusabgabe vollständig digital

[23.09.2026] Das Amt Föhr-Amrum hat die Tourismusabgabe vollständig digitalisiert. Rund 5.500 Abgabefälle können künftig medienbruchfrei online bearbeitet werden. Die gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Unternehmen Netcompany entwickelte Lösung soll ab 2027 auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen. mehr...

Vergrößerte Ansicht von Handy mit Mannheim-Bot

Mannheim: Bot beantwortet Bürgerfragen

[18.09.2026] Die Stadt Mannheim erweitert ihr digitales Informationsangebot um einen Chatbot. Der Mannheim-Bot durchsucht die Inhalte der städtischen Website und soll Bürgerinnen und Bürgern schnell passende Antworten auf konkrete Fragen liefern. mehr...

Logo Sag's uns einfach

Sachsen-Anhalt: Mängel einfacher digital melden

[14.09.2026] Das Land Sachsen-Anhalt erleichtert seinen Kommunen den Zugang zu digitalem Anliegen- und Mängelmanagement. Die EfA-Lösung „Sag's uns einfach“ kann über mehrere Nachnutzungsplattformen bezogen werden. mehr...

Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch

[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...

Blick über den belebten Augsburger Rathausplatz mit Außengastronomie auf das historische Rathaus und den Perlachturm vor blauem Himmel.
bericht

Augsburg: Vom Formular zum Service

[09.09.2026] Augsburg zählt mit rund 600 Online-Diensten und mehr als 2.100 einzelnen Verwaltungsleistungen zu den digital führenden Kommunen Deutschlands. Ausgehend von digitalen Formularen auf Basis von cit intelliForm ist dort ein integriertes Serviceangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entstanden. mehr...

Mann und Frau halten der Kamera ein Laptop entgegen, darauf Formular

Gütersloh: Bauanträge nur noch online

[04.09.2026] Gütersloh macht das Bauportal.NRW ab September zum alleinigen Einreichungsweg für Bauanträge. Auch die weitere Kommunikation im Genehmigungsverfahren erfolgt digital. Daneben erweitert die Stadt ihr Bürgerportal um Online-Anträge und Terminvereinbarungen des Jugendamts. mehr...

Ein Mann und eine Frau stehen für ein gemeinsames Foto vor einer blauen Wand und schauen in die Kamera.

Niedersachsen: Wie können Kommunen digitaler werden?

[03.09.2026] Dataport und das Land Niedersachsen haben rund 250 Kommunen bei der digitalen Transformation begleitet. Ihr Abschlussbericht stellt vor allem organisatorischen Handlungsbedarf fest und empfiehlt gemeinsame Standards, zentrale Dienste sowie mehr Qualifizierung. mehr...

Drei Menschen mit Monitoren in einem Büro

NOLIS/public.consulting: Kommunale Datenpflege

[01.09.2026] NOLIS und public.consulting bieten Kommunen einen gemeinsamen Service für die Datenpflege kommunaler Online-Portale an. Das Angebot verbindet die NOLIS-Software mit externer Datenpflege und soll Verwaltungen bei der laufenden Aktualisierung ihrer Inhalte entlasten. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Stadtwerke Lübeck Solutions/ITV.SH: Hohe Erwartungen an digitale Verwaltung

[27.08.2026] Viele Menschen in Schleswig-Holstein erwarten nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen. Für Kommunen ist deren Umsetzung aber mitunter aufwendig. Stadtwerke Lübeck Solutions und ITV.SH wollen deshalb die Nachnutzung bewährter Lösungen erleichtern. mehr...

Landkreis Augsburg: Integreat-App erweitert

[26.08.2026] Neuzugewanderte im Landkreis Augsburg können Informationen in der Integreat-App künftig über einen Chat-Assistenten suchen. „Frag Integreat“ beantwortet frei formulierte Fragen auf Basis der vom Landkreis bereitgestellten Inhalte. mehr...