Mittwoch, 14. Oktober 2026

WiesbadenStadtentwicklung mit KI erleben

[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen.
auf einem kleinen Fußballfeld an einem öffentlichen Platz spielen Kinder

Mit dem KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ lassen sich verschiedene Vorstellungen von der künftigen Gestaltung öffentlicher Räume visualisieren.

KI-generiertes Bild, entstanden in einem Workshop mit Kindern beim Kinderkulturfest am Lehrplatz.

(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden setzt Künstliche Intelligenz (KI) ein, um die Möglichkeiten und Herausforderungen der Stadtentwicklung anschaulich zu machen. Im sogenannten Zukunftswerk, einem Stadtlabor für smarte, nachhaltige und digitale Projekte, können Besucherinnen und Besucher mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ eigene Vorstellungen von der künftigen Gestaltung öffentlicher Räume visualisieren. Dazu wählen sie an einem interaktiven Touchtisch Bilder realer Orte in Wiesbaden aus und legen Schwerpunkte für deren Umgestaltung fest. Zur Auswahl stehen unter anderem mehr Stadtgrün, kühlere Aufenthaltsorte, ein stärkerer Fokus auf den öffentlichen Nahverkehr oder eine bessere Barrierefreiheit. Auf dieser Grundlage erzeugt die KI entsprechende Zukunftsbilder.

Die Anwendung versteht sich laut der Stadt Wiesbaden ausdrücklich nicht als Instrument für konkrete Planungen, sondern als visuelles Lern- und Denkexperiment, das verdeutlichen soll, dass bei der Gestaltung öffentlicher Räume unterschiedliche und teilweise konkurrierende Anforderungen berücksichtigt werden müssen. So könne beispielsweise mehr Platz für den Autoverkehr zulasten von Grünflächen oder kinderfreundlichen Bereichen gehen. Die KI-generierten Bilder sollen diese Zielkonflikte sichtbar machen und Gespräche über mögliche Entwicklungen anstoßen.

„Mit Stadtvisionen Wiesbaden können wir ausprobieren, wie öffentliche Räume für unterschiedliche Bedürfnisse gestaltet werden können: als grüne und kühle Orte, als Spielräume und als Orte der Begegnung“, erklärt Maral Koohestanian, Dezernentin für digitale Transformation. Die verschiedenen Zukunftsszenarien machten erlebbar, wie sich die Stadt entwickeln könnte, und regten zum Nachdenken und Mitgestalten an.

Mit dem Angebot möchte Wiesbaden den Bürgerinnen und Bürgern zugleich einen niedrigschwelligen Zugang zur KI-gestützten Bildbearbeitung ermöglichen. Das Tool kann während der regulären Öffnungszeiten des Zukunftswerks ausprobiert werden.





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