Green ITKlare grüne Strategie

RZ-Modernisierung: Grünes Licht für Green IT.
(Bildquelle: Olivier Le Moal/Fotolia.de)
Klima- und Umweltschutz genießen beim größten kommunalen Rechenzentrum Hessens höchste Aufmerksamkeit. Hieraus resultiert die Optimierung des Ressourcenverbrauchs während des Betriebs im Rechenzentrum ebenso, wie die Verwendung aktueller Energiesparklassen beim Einkauf neuer Hardware. Aber auch die Entwicklung der Fachverfahren kann durch eine moderne Software-Architektur dazu beitragen, Rechenzeiten zu verkürzen, Prozessabläufe zu straffen und damit letztendlich Energie zu sparen. Begonnen hat der Weg zu mehr Umweltschutz vor vielen Jahren, wobei sich aber stets die Frage stellte, wie umweltfreundlich ein IT-Dienstleister eigentlich sein kann. Unterschiedliche Gruppen aus verschiedenen Fachbereichen beschäftigten sich mit dieser Problematik – auch im Austausch mit anderen Behörden, Partnern und Lieferanten. Konkrete Schritte wurden dann im Jahr 2009, bei der Planung zur Erneuerung des Rechenzentrums, unternommen. Bei dieser Investition in die Sicherheit und den Umweltschutz wurde neben der reinen Rechnertechnik auch die komplette Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt. Gesucht wurden Technologien, die nicht nur der Zertifizierung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gerecht werden, sondern sich auch durch Umweltfreundlichkeit, lange Lebensdauer und geringen Verbrauch auszeichnen.
Operation am offenen Herzen
Sicherheit, Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit standen im Vordergrund bei der Modernisierung des Rechenzentrums. Nach sorgfältiger Planung wurde das Zentrum zwei Jahre später auf den neuesten Stand gebracht – von der Stromversorgung über die Klimatechnik, den Zugangsschutz und die Gebäudeüberwachung bis hin zum Brandschutz und der Löschtechnik. Das Investitionsvolumen dafür betrug fast 2,5 Millionen Euro. Dass der Rechenzentrumsbetrieb während der Umbaumaßnahmen aufrechterhalten wurde, bezeichnete ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke als besondere Herausforderung, die mit einer Operation am offenen Herzen zu vergleichen ist. Durch die damals neu eingeführte Virtualisierungstechnik konnte die Anzahl der physischen Server von 450 auf 100 reduziert und der Stromverbrauch entsprechend verringert werden. Durch solche Maßnahmen innerhalb des Unternehmens ekom21 und entsprechende Aktivitäten bei Kunden vor Ort werden heute über zwei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr und damit über 2.000 Tonnen CO2 eingespart. Das ist vergleichbar mit dem Ausstoß von nahezu 1.000 Haushalten.
Grüne Hardware
ekom21 geht auch im Hardware-Bereich den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Neben Beratungsleistungen über den Einsatz ökologischer Informations- und Kommunikationstechnologien für den Endkunden gibt es auch einen engen Austausch mit Lieferanten, den gesamten Lebenszyklus von Hardware-Komponenten umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. So wurde erst kürzlich vom Unternehmen Kyocera Document Solutions Deutschland eine Urkunde überreicht, die der ekom21 aufgrund der Verwendung klimaneutraler Toner eine weitere Ersparnis von 67 Tonnen CO2 bescheinigt. Im Unternehmen wurden moderne IP-Telefonie-, Lync- und Video-Konferenz-Systeme installiert, um standortübergreifende Besprechungen vom Arbeitsplatz möglich zu machen. Damit können Fahrten zwischen den Geschäftsstellen in Darmstadt, Gießen und Kassel auf ein Minimum reduziert werden. Das trägt dazu bei, den durch Fahrzeuge verursachten CO2-Ausstoß zu mindern.
Umweltfreundlich drucken
Weiterhin sorgen moderne Etagendrucker dafür, dass eine Vielzahl von Printern an den Arbeitsplätzen eingespart wurde, was mit einer weiteren Stromeinsparung einhergeht. Auch das Druckzentrum der ekom21, das die breite Palette an Kundenaufträgen abdeckt, ist auf umweltfreundliche Technologien umgerüstet worden. So kommen zum Beispiel ausschließlich recyclebare Materialien zum Einsatz und außerdem werden sämtliche Zulieferer auf die Einhaltung des Green-IT-Gedankens überprüft. Bei den Druckverfahren wird auf Aktualität und Nachhaltigkeit geachtet, um stets auf dem neuesten Stand energieschonender Technologie zu sein. So auch beim hauseigenen Kundenmagazin e-info21. Die Zeitschrift wird schon seit mehreren Jahren ausschließlich aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt. ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke fasst zusammen: „Green IT ist für unser Unternehmen kein bloßes Etikett, sondern eine klare Strategie: Unsere Zulieferer und Produkte werden nach strengen Auflagen in Richtung moderne, stromsparende und leistungsstarke Hardware ausgewählt. Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich des optimalen Bedarfs zur Vermeidung von Überkapazitäten und unnötigen Redundanzen. Und auch intern setzen wir jede erdenkliche Maßnahme um.“
Dieser Beitrag ist in der April-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
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