KrefeldAuf dem Weg zum virtuellen Rathaus

So wirbt die Stadt Krefeld für ihre Online-Services.
(Bildquelle: Stadt Krefeld, Verwaltungssteuerung und -service)
Als modernes Dienstleistungsunternehmen befindet sich die Stadtverwaltung Krefeld eigenen Angaben zufolge in einem laufenden Digitalisierungsprozess. Bereits seit 20 Jahren setze die nordrhein-westfälische Kommune konsequent E-Government-Angebote um. Derzeit beschäftige sich das achtköpfige Mitarbeiter-Team IT-Management im städtischen Fachbereich Verwaltungssteuerung und -service mit modernen Verfahren und Organisationsformen, durch die neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Beteiligungsformen für die Krefelder Bürger und Unternehmen entstehen sollen.
Sehr gut aufgestellt
Deren Anliegen werden bereits jetzt in einer hoch gesicherten und hoch verfügbaren technischen Infrastruktur elektronisch unterstützt verwaltet, so die Stadt Krefeld. Rund 2.300 verschiedene kommunale Aufgaben in ebenso vielen Geschäftsprozessen bearbeiten die Beschäftigten der Stadtverwaltung an über 2.400 PC-Arbeitsplätzen. Zur Aufgabenerledigung stünden derzeit 312 Fachanwendungen zur Verfügung, davon 210 im städtischen Rechenzentrum. Dort würden aktuell 85 Server betrieben – Tendenz steigend. Das kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) stelle weitere Infrastrukturkomponenten zur Verfügung. „Die Stadtverwaltung Krefeld ist, was die Digitalisierung betrifft, sehr gut aufgestellt“, sagt Claudia Kück, Leiterin des IT-Teams. Im Jahr 2016 habe Krefeld im Online-Check der Grünen den achten Platz von 427 bewerteten NRW-Kommunen belegt, berichtet sie.
Städtische Internet-Präsenz
Wie die Stadt weiter mitteilt, verzeichnet der Internet-Auftritt täglich zwischen 3.000 und 4.000 Seitenaufrufe. Mehr als 4.300 Seiten erschienen barrierefrei und verschlüsselt. Ausgesuchte Seiten würden zudem in englischer Sprache angeboten. Neben einem umfangreichen Informationsangebot für Bürger und Unternehmen biete die Internet-Präsenz die Möglichkeit, Anliegen elektronisch abzuwickeln. Dazu zählen die Services der Stadt und anderer Behörden, mehr als 120 Formularassistenten sowie diverse Kontaktmöglichkeiten. Portale für Familien, Unternehmen, Integration und Ratsangelegenheiten, verschiedene Social-Media-Kanäle, wie Facebook, Youtube, Twitter und Flickr, sowie der entsprechende Newsroom seien ebenfalls auf der Einstiegsseite zu finden.
Elektronische Aktenbearbeitung
Zur modernen Verwaltungsarbeit gehört nach Angaben der Stadt Krefeld auch eine elektronische Aktenbearbeitung. In Zusammenarbeit mit der Friedhofsverwaltung habe das IT-Management mit der Digitalisierung der dortigen Arbeitsprozesse begonnen. Ebenso wurden im Fachbereich Zentraler Finanzservice und Liegenschaften die rund 101.000 Papiersteuerakten in E-Akten überführt. Gewerbesteuerakten gibt es seit Anfang 2018 nur noch in digitaler Form. Die rund 85.000 Papierakten der Grundsteuer sollen ab Mitte des Jahres ebenfalls der Vergangenheit angehören.
Künftige Projekte
Viele weitere Arbeitsprozesse innerhalb der Verwaltung seien durch elektronisch unterstützte Fachverfahren optimiert, darunter das Ratsportal, die Kfz-Zulassungsstelle, verschiedene Bereiche mit mobiler Technik, etwa zur Erfassung von Straßenschäden und zur Baumkontrolle, sowie das Geografische Informationssystem. Den Bürgern stünden diverse Online-Dienste zur Verfügung, zum Beispiel für die Meldung von Wasserzählerständen, Bewerbungen, den Austausch von Abfallbehältern, Hundesteueran- und -abmeldungen, Urkundenbestellungen beim Standesamt und Kita-Anmeldungen.
Zu den künftigen Projekten des IT-Managements zählt nach Angaben der Stadt Krefeld unter anderem die elektronische Rechnungsbearbeitung. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadtverwaltung als Pilotanwender an dem Chatbot-Projekt Kumpel Krefeld (wir berichteten), das sich derzeit in der Entwicklungs- und Testphase befindet.
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