Sonntag, 8. Februar 2026

ITDZ BerlinIT-Grundschutz-Zertifikat vom BSI

[11.07.2018] Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) hat das erste Zertifikat auf Basis des neuen IT-Grundschutz-Kompendiums des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten.
ITDZ Berlin vom BSI nach IT-Grundschutz zertifiziert.

ITDZ Berlin vom BSI nach IT-Grundschutz zertifiziert.

(Bildquelle: ITDZ Berlin)

Als erstes Unternehmen in Deutschland ist das IT-Dienstleistungzentrum Berlin (ITDZ Berlin) eigenen Angaben zufolge mit dem Zertifikat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach dem neuen IT-Grundschutz zertifiziert worden. Das Zertifikat wurde nach der Umsetzung von Informationssicherheitsmaßnahmen aufgrund des BSI-Standards 200-2 „IT-Grundschutz-Methodik“ und des IT-Grundschutz-Kompendiums des BSI, Edition 2018 erteilt. Laut BSI dient das IT-Grundschutz-Kompendium seit Anfang Februar 2018 als Grundlage für Zertifizierungen nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz.
Wie das ITDZ Berlin mitteilt, läuft die Datenkommunikation der Verwaltung über Berlins Highspeed-Datenautobahn. Unterirdisch gelegen, über 1.000 Kilometer lang und mit über 600 erschlossenen Standorten, fließen Berlins Bürgerdaten durch die IT-Infrastruktur in die Rechenzentren des ITDZ Berlin. Die maximal mögliche Sicherheit beim Datenverkehr herzustellen, liege in alleiniger Verantwortung des kommunalen IT-Dienstleisters. Daher betreibe und erweitere das ITDZ Berlin seine beiden Rechenzentren stetig und habe sich zum wiederholten Mal den Prüfkriterien des BSI unterzogen. Neben dem sicheren Betrieb der Standardarbeitsplätze der Berliner Verwaltung und der Umsetzung des Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS) des ITDZ Berlin waren auch die IKT-Basisdienste Gegenstand der Untersuchung, teilt das BSI mit. Zu den Basisdiensten zählen auch die Netzwerktechnik zur verschlüsselten Kommunikation insbesondere über das Berliner Landesnetz, die Anbindung an Fremdnetze sowie die private Cloud-Infrastruktur, die Rechenzentren und Dienstgebäude des ITDZ Berlin. Das interne Fachverfahren LKG mit den notwendigen IT-Komponenten diene als Beispiel für eine Anwendung mit hohem Schutzbedarf.

Besondere Verantwortung

„In unseren Netzen und Rechenzentren werden die hochsensiblen Daten von mehreren Millionen Berlinerinnen und Berlinern verarbeitet. Das ist eine besondere Verantwortung, der wir uns seit vielen Jahren erfolgreich stellen. Deswegen ist die BSI-Zertifizierung nach neuem Standard nicht nur für unser Haus, sondern auch im Dienste des Landes Berlin von zentraler Bedeutung. Der hohe sicherheitstechnische Standard hilft uns, auch weiterhin eine sehr sichere IT für Berlin betreiben zu können“, sagt Ines Fiedler, Vorstand des ITDZ Berlin. BSI-Präsident Arne Schönbohm ergänzt: „Cyber-Sicherheit ist die Grundlage für das Vertrauen in die Dienstleistungen von Staat und Wirtschaft. Gerade Kommunen verarbeiten viele sensible Daten ihrer Bürger, für die sie daher eine besondere Verantwortung tragen. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich das ITDZ Berlin nun zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und jährlichen Überwachungsaudits. Wir freuen uns sehr, dass das ITDZ Berlin dieses wichtige Thema ernst nimmt und hier mit gutem Beispiel vorangeht.“
Die BSI-Zertifizierung ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie des ITDZ Berlin, die Informationssicherheit weiter zu erhöhen. Dazu zählen nach Angaben des IT-Dienstleisters auch die konsequente Virtualisierung von physikalischen Server-Systemen von über 110.000 Usern der Berliner Verwaltung sowie die Umsetzung von Deutschlands größtem IT-Projekt zur Standardisierung und Konsolidierung von Server-Systemen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Sicherheit
Symbolische Darstellung eines digitalen Schutzschildes gegen Cyberattacken.

Berlin: 12. Kommunaler IT-Sicherheitskongress

[04.02.2026] Die kommunalen Spitzenverbände laden am 27. und 28. April zum 12. Kommunalen IT-Sicherheitskongress (KITS) in einem hybriden Format ein. Die Themen reichen vom Grundschutz++ über Erfolgsmodelle für die kommunale Zusammenarbeit bis hin zu Open Source und Künstlicher Intelligenz (KI). Die Veranstaltung ist kostenfrei. mehr...

Alt-Text: Vier Männer in dunklen Anzügen stehen vor einer blauen Wand. Zwei Männer halten ein Zertifikat in die Kamera.

BSI/SIT: Zertifizierte Sicherheit

[27.01.2026] Der kommunale IT-Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT) hat vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein ISO-27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz erhalten. Zertifiziert wurden unter anderem Rechenzentrumsbetrieb und Verwaltungs-PKI. mehr...

Silhouette einer gesichtslosen Person mit Kapuzenpulli die auf einer Tastatur tippt, im Bildvordergrund ist ein abstrakt dargestelltes Schutzschild zu sehen.

Heidelberg: Hacker-Angriffe abgewehrt

[23.01.2026] Heidelberg verzeichnet seit Wochen wiederholte DDOS-Attacken auf die Website der Stadt. Dank kontinuierlich angepasster Sicherheitsmaßnahmen konnten die Angriffe allesamt abgewehrt werden. Durch die Maßnahmen war lediglich die Website hin und wieder für wenige Minuten nicht erreichbar. mehr...

Mann im weißen Hemd sitzt vor mehreren Monitoren und zeigt auf einen davon.
bericht

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Managed Security für sensible Daten

[22.01.2026] Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald verwaltet sensible Bürger- und Sozialdaten – IT-Sicherheit hat hohe Priorität. Die Behörde nutzt eine Managed-Extended-Detection-and-Response-Lösung des Bochumer Sicherheitsspezialisten G Data. Ein Praxisbericht zeigt, welche Anforderungen es gab und wie Zusammenarbeit und Roll-out verliefen. mehr...

Vektorgrafik die unter anderem ein Schutzschild mit Verriegelungsschloss zeigt.

Kommunale IT-Sicherheit Bayern: 1.000. Siegel geht an Bodenwöhr

[19.01.2026] Bayern hat zum mittlerweile 1.000. Mal das Siegel Kommunale IT-Sicherheit verliehen. Erhalten hat es die Gemeinde Bodenwöhr. Die Kommune wird das Thema IT-Sicherheit weiterhin im Blick behalten und laufend nachbessern. mehr...

Eine schwarze Tastatur, auf der Symbole für Schlösser und ein Symbol für ein Dokument abgebildet sind.

Dataport: BSI bestätigt Sicherheit

[13.01.2026] Alle drei Jahre muss IT-Dienstleister Dataport sein BSI-Grundschutz-Zertifikat einem aufwendigen Rezertifizierungsaudit unterziehen. In diesem Rahmen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Sicherheit der Rechenzentrumsinfrastruktur nun zum vierten Mal in Folge bestätigt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Kommunen für Cybersicherheit sensibilisieren

[18.11.2025] Rund 200 Beschäftigte aus rheinland-pfälzischen Kommunen nahmen an der virtuellen „Roadshow Kommunen“ teil. Fachleute von BSI, CERT-kommunal-rlp und dem Digitalisierungsministerium informierten über praktische Sicherheitsmaßnahmen, um besser auf IT-Sicherheitskrisen vorbereitet zu sein. mehr...

Die drei Minister stehen nebeneinander und halten je ein Exemplar des Berichts zur Cybersicherheit in Bayern 2025 in den Händen.

Bayern: Bericht zur Cybersicherheit 2025

[18.11.2025] Für Bayern liegt jetzt der diesjährige Bericht zur Cybersicherheit im Freistaat vor. Die Bedrohungslage ist demnach weiterhin hoch, mutmaßlich politische motivierte Cyberangriffe nehmen zu. Bayern hat seine Schutzmaßnahmen angepasst und die Präventionsangebote für den Bereich Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickelt. mehr...

Grafische Aufbereitung der Studie Cybersicherheit in Zahlen.
bericht

Cybersicherheit: Hoher Handlungsdruck

[12.11.2025] Die aktuelle Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense zeigt: Veraltete IT, Fachkräftemangel und zu geringe Budgets bremsen die Sicherheitsvorkehrungen aus. Kommunen müssen jetzt handeln und ihr Schutzniveau erhöhen. mehr...

bericht

Cybersecurity: Schatten-KI als offene Flanke

[11.11.2025] Eine aktuelle Umfrage zum Thema Cybersicherheit, die im Auftrag von Microsoft in Ämtern und Behörden durchgeführt wurde, zeigt, dass die Nutzung nicht-autorisierter KI-Tools weit verbreitet ist. Die Zahlen offenbaren außerdem eine erstaunliche Diskrepanz: Während rund 80 Prozent der Befragten auf Landes- und Bundesebene die Bedrohungslage als sehr hoch einstuften, sind es in Kommunen nur 58 Prozent. mehr...

Eine Person arbeitet an Tablet und Laptop, im Vordergrund ist das Wort Deepfake zu lesen.
bericht

IT-Sicherheit: Angriff und Abwehr mit KI

[23.10.2025] Künstliche Intelligenz unterstützt Kriminelle bei Cyberangriffen, gleichzeitig wird sie zur Gefahrenabwehr eingesetzt. In Kommunen beginnen die Probleme allerdings an ganz anderer Stelle: Sie fallen aus dem IT-Grundschutz. mehr...

Eingangsbereich des Kirkeler Rathauses.
bericht

Kirkel: Krise kontrolliert bewältigt

[17.10.2025] Die saarländische Gemeinde Kirkel konnte einem Cyberangriff technisch erfolgreich begegnen – auch dank der Unterstützung umliegender Kommunen. Die offene Kommunikation mit der Öffentlichkeit trug ebenfalls zum kontrollierten Umgang mit dem Angriff bei. mehr...

Berlin: Hürden beim Open-Source-Umstieg

[13.10.2025] In der Berliner Verwaltung läuft bislang nur ein gutes Fünftel der eingesetzten Fachverfahren auf Open Source. Fehlende Zentralisierung und eine Windows-Bindung der einzelnen Lösungen bremsen auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität. Der Umsteig erfolgt schrittweise. mehr...

Auf einem Laptop ist auf rotem Hintergrund ein digitaler Totenkopf zu sehen

Cybersicherheit: Mit ELITE 2.0 Angriffe realistisch erleben

[26.09.2025] Die Fraunhofer-Institute FOKUS und IAO stellen jetzt Online-Demonstratoren zur Verfügung, mit denen sich die Folgen eines Cyberangriffs realistisch erleben lasen. Das soll Mitarbeitende praxisnah für aktuelle Cybergefahren sensibilisieren. 
 mehr...

Ein Rettungsschwimmring liegt auf einer Computertastatur.

ITEBO: Cloudbasierter Notfallarbeitsplatz

[01.09.2025] Kommunen können nun einen Notfallarbeitsplatz bei IT-Dienstleister ITEBO einrichten. Sollte die Verwaltung einmal von einem Cyberangriff betroffen sein, kann sie über die cloudbasierte Lösung innerhalb kurzer Zeit ihre Erreichbarkeit wiederherstellen. mehr...