BremenChatbot Telli für Schulen

Bremen führt als erstes Bundesland den KI-Chatbot Telli ein.
(Bildquelle: pitinan/123rf.com)
Das Land Bremen führt nach Angaben des Bildungssenats als erstes Bundesland den KI-Chatbot Telli flächendeckend ein. Telli steht allen öffentlichen Schulen im Land Bremen zur Verfügung. Sascha Aulepp, Senatorin für Kinder und Bildung, sagt: „Wir wollen Schülerinnen und Schüler auf eine Zukunft vorbereiten, in welcher der Umgang mit Künstlicher Intelligenz selbstverständlich sein wird. Dafür brauchen sie Orientierung, Kompetenz – und Räume, in denen sie KI verantwortungsvoll erproben können. Mit Telli schaffen wir einen geschützten Rahmen, in dem genau das möglich ist – begleitet durch kompetente Lehrkräfte.“
Wie der Bildungssenat weiter mitteilt, wurde Telli speziell für den Einsatz im Unterricht entwickelt. Lehrkräfte können den KI-Chatbot sowohl zur Unterrichtsvorbereitung als auch im Unterricht nutzen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, Telli für ihre Schülerinnen und Schüler freizugeben – in einer geschützten und didaktisch gestalteten Lernumgebung. So können auch Kinder und Jugendliche Kompetenzen im Umgang mit KI erwerben, ohne dabei Datenschutzrisiken einzugehen. Ein besonderes Augenmerk liege auf der Datensicherheit: Telli arbeite ausschließlich mit pseudonymisierten Nutzerdaten, sei vollständig datenschutzkonform und werde ausschließlich innerhalb der Europäischen Union gehostet. Das System ermöglicht den Zugriff auf aktuelle KI-Modelle führender Anbieter wie OpenAI und Meta – ohne dass personenbezogene Daten an diese Unternehmen übermittelt werden oder die eingegebenen Daten zu Trainingszwecken genutzt werden, heißt es in der Pressemeldung weiter.
Was ist Telli?
Telli ist eine datenschutzkonforme KI-Chatbot-Oberfläche, die an verschiedene leistungsfähige Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) angebunden ist. Die Plattform unterstützt Lehrkräfte im Schulalltag – von der Ideenfindung bis zur konkreten Planung von Unterrichtseinheiten. Eine besondere Funktion ist die Möglichkeit, eigene fachdidaktische Lernszenarien und digitale Lernbegleiter zu erstellen, die sich per QR-Code oder Link mit den Schülerinnen und Schülern teilen lassen. Zudem können Lehrkräfte eigene Dokumente hochladen, damit Telli gezielt auf ihre Inhalte eingehen kann.
Telli ist Teil des länderübergreifenden Projekts AIS (Adaptives Intelligentes System), das vom FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) koordiniert wird. Die Entwicklung erfolgt seit November 2024 als Open-Source-Lösung, finanziert über das Projektbudget von AIS. Alle 16 Bundesländer sind beteiligt, die Federführung liegt bei der Freien und Hansestadt Hamburg.
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