Montag, 20. April 2026

Baden-WürttembergChatbot telli macht Schule

[20.10.2025] Mit telli steht in Baden-Württemberg nun ein speziell für den schulischen Einsatz entwickelter Chatbot zur Verfügung. Er unterstützt Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung und Schülerinnen und Schüler im Schulalltag. Der digitale Assistent soll kontinuierlich verbessert und erweitert werden.
Ein humanoider Roboter steht inmitten eines Klassenzimmers, umgeben von Kindern.

Der virtuell verfügbare Chatbot kann auch im unterrichtlichen Kontext oder zu schulorganisatorischen Zwecken eingesetzt werden.

(Bildquelle: yourapechkin/123rf.com)

In Baden-Württemberg können nun alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Wie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mitteilt, steht er über die digitale Bildungsplattform SCHULE@BW zur Verfügung. In der Startversion wartet der speziell für den schulischen Einsatz entwickelte Bot mit Chat, Dialogpartner, Lernszenario und Assistenten auf, sodass die Nutzer möglichst vielfältig interagieren können. Es können dabei unterschiedliche Large Language Models genutzt werden.

Telli könne sowohl zur Unterrichtsvorbereitung als auch im unterrichtlichen Kontext oder zu schulorganisatorischen Zwecken eingesetzt werden. Lehrkräfte können mit telli beispielsweise Materialien oder verschiedene Personas für den Unterricht erstellen, erklärt das Ministerium. Auch können sie Schülerinnen und Schüler etwa durch differenzierte Schwierigkeitsgrade bei Aufgaben oder Übersetzungen individualisierter unterstützen. Darüber hinaus können an dem Modell die Chancen, Risiken und Grenzen des KI-Einsatzes mit den Lernenden reflektiert werden. Die Nutzung erfolge über den Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen (VIDIS). Die Eingaben werden laut Ministerium nicht zum Training der Sprachmodelle genutzt.

Keine fertige Lösung

Bei telli handelt es sich um ein Teilprojekt des länderübergreifenden Digitalpakt-Vorhabens AIS (Adaptives Intelligentes System), berichtet das Ministerium. Entwickelt habe es das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). Es sei so konzipiert, dass es an die Bedürfnisse der Länder angepasst werden kann. Die Entwicklung von telli werde außerdem kontinuierlich durch eine pädagogische Fachgruppe mit Lehrkräften aus den verschiedenen Bundesländern begleitet.

In Baden-Württemberg gehe der Bot mit einer schlanken Ausstattung an den Start. Ziel sei es, gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern sowie deren Feedback, das Angebot kontinuierlich zu verbessern und zu erweitern. Es handle sich also nicht um eine fertige Lösung, sondern um eine Grundversion, die über die Zeit von einer hohen Nutzerzahl und entsprechender Weiterentwicklung profitieren soll. 

Für die Nutzung stehen auch verschiedene Support- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Das Servicecenter Schulverwaltung sei wie bei allen Bausteinen der Digitalen Bildungsplattform der erste Ansprechpartner. Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) bietet Fortbildungen zum Thema KI an.

telli unterstützt vielseitig

„Wir geben den Schulen mit telli ein Instrument an die Hand, das sie einerseits bei ihren täglichen Aufgaben entlastet, anderseits aber auch den datenschutzkonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht ermöglicht“, sagt Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium Baden-Württemberg. „Damit gewährleisten wir den notwendigen Zugang zu einer wichtigen Technologie und den kritisch-konstruktiven Umgang damit im schulischen Lernumfeld.“ Schulleitungen können den Bot über das Beantragungs(BEA)-Tool in SCHULE@BW aktivieren.





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