Freitag, 9. Oktober 2026

Märkischer KreisHackathon zum KI-Einsatz

[09.07.2026] Im Märkischen Kreis soll Künstliche Intelligenz künftig vermehrt Routineaufgaben übernehmen und so die Abläufe in der Verwaltung beschleunigen. Im Rahmen eines Hackathons hat der Kreis jetzt für sechs praxisnahe Anwendungsfälle erste KI-Prompts entwickelt.
Der Landrat des Märkischen Kreises, Ralf Schwarzkopf, schaut interessiert in einen Laptop

Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises, lässt sich die Ergebnisse des KI-Hackathons zeigen.

(Bildquelle: Susanne Henrich / Märkischer Kreis)

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei unterstützen, den Bürgerservice zu stärken und Abläufe in der Kreisverwaltung zu beschleunigen? Mit dieser Frage hat sich der Märkische Kreis im Rahmen eines KI-Hackathons beschäftigt. Mehr als 40 Mitarbeitende entwickelten digitale Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen sollen und so mehr Zeit für die Anliegen schaffen, bei denen es auf sorgfältige Prüfung und den direkten Austausch mit den Menschen ankommt.

Dem Hackathon ging nach Angaben der Kreisverwaltung eine gezielte Vorbereitung voraus. Gemeinsam mit der Beratungsagentur PD – Partnerschaft Deutschland wurde seit Jahresbeginn 2026 eine verwaltungsinterne KI-Community aufgebaut. In Workshops beschäftigten sich die Mitarbeitenden unter anderem mit den Chancen und Grenzen von KI und lernten den Umgang mit der kommunalen KI-Lösung KoKi (wir berichteten).

Bereits seit Herbst 2025 gelten in der Kreisverwaltung verbindliche Regeln für den Einsatz von KI. Ergänzend dazu steht ein Schulungsangebot entsprechend den Vorgaben des EU-AI-Acts zur Verfügung. Aus vielen Organisationseinheiten der Kreisverwaltung wurden insgesamt 35 mögliche Einsatzfelder gesammelt. Für den Hackathon wählten die Organisatoren sechs praxisnahe Anwendungsfälle aus. Die Teams analysierten bestehende Arbeitsabläufe, Formulare und Datenquellen. Anschließend formulierten sie Anforderungen an die KI und entwickelten erste Prompts, die sie direkt testeten und weiter optimierten.

Die Ergebnisse zeigen, welches Potenzial in Künstlicher Intelligenz steckt, aber auch, wo Herausforderungen liegen. So wurde deutlich, dass KI nur so gut arbeiten kann, wie die Daten sind, die ihr zur Verfügung stehen. Viele Informationen liegen bislang noch nicht in einer Form vor, mit der sie automatisiert korrekt verarbeitet werden können. Auch handschriftliche Eintragungen stellen noch eine Hürde dar.

Wie der Märkische Kreis weiter berichtet, fließen die Erkenntnisse aus dem Hackathon in die Weiterentwicklung der kommunalen KI-Lösung KoKi ein, die gemeinsam von den kommunalen IT-Dienstleistern Süfdwestfalen-IT (SIT), ITK Rheinland und KDVZ Rhein-Erft-Rur vorangetrieben wird.

Auch Landrat Ralf Schwarzkopf, der die weitere Umsetzung in der Kreisverwaltung ausdrücklich forciert, informierte sich über die Arbeit der Teams beim KI-Hackathon. Aus seiner Sicht lebt die digitale Transformation vor allem davon, dass Beschäftigte neue Technologien erproben, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Der Märkische Kreis setzt weiter auf die KI-Community. Regelmäßige Schulungen und Treffen sind geplant. Gleichzeitig werden die beim Hackathon entwickelten Anwendungsfälle schrittweise weiterentwickelt und umgesetzt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Eher dunkler, blau-violett-beleuchteter Saal mit vielen Menschen, im Hintergrund eine Bühne.

Bitkom: Ja zur Behörden-KI

[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...

Arnsberg: Bürger können Arni fragen

[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

deAI Labs: Marktstart für KI-Plattform daeo

[07.10.2026] Mit daeo bringt das deutsche KI-Start-up deAI Labs eine Plattform für Mittelstand und Verwaltung auf den Markt. Sie soll verstreute Daten für unterschiedliche KI-Anwendungen aufbereiten. Der kommunale Software-Anbieter komuna nutzt sie bereits in seinem Support. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

European Public Sector Award: BärGPT auf Platz zwei

[06.10.2026] Der Berliner KI-Assistent BärGPT wurde beim European Public Sector Award für nutzerzentrierte Dienste auf regionaler und lokaler Ebene prämiert. Die Anwendung von Senatskanzlei und CityLAB Berlin hilft bei Recherche, Texterstellung und Dokumentenbearbeitung. mehr...

Besucher am „Tag der offenen Baustelle“ auf dem Gelände des entstehenden IPAI CAMPUS im Heilbronner Norden

Komm.ONE: Beitritt zum KI-Netzwerk IPAI

[06.10.2026] Komm.ONE ist jetzt Mitglied des Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn. Der kommunale IT-Dienstleister will dort seine Expertise in der Verwaltungsdigitalisierung einbringen und Kommunen stärker mit Fachleuten für Künstliche Intelligenz vernetzen. mehr...

Ein Straßenschild mit dem Zusatz "Hochwasser" steht vor einer Wasserfläche im Abendlicht.

Leverkusen: KI und Radar erkennen Hochwasserlagen

[30.09.2026] Die Stadt Leverkusen beteiligt sich über die Kooperation ÜVAW am Aufbau von KIRa-Berg, einem KI- und radargestützten Frühwarnsystem im Bergischen Land, das Überflutungsgefahren früher erkennt. Die Stadt könnte im Ernstfall schneller handeln und die Bevölkerung besser warnen. mehr...

Personengruppe zum Gruppenbild aufgestellt hinter den Buchstaben "bcsd"

bcsd: KI hilft beim Stadtmarketing

[30.09.2026] Auch im Stadtmarketing gehören KI-Anwendungen vielerorts bereits zum Arbeitsalltag. Eine Untersuchung der bcsd und der imakomm Akademie zeigt: Die praktische Nutzung wächst schneller, als die nötigen Strategien, Kompetenzen und Regeln entstehen. mehr...

Rathaus und Rathausvorplatz in Krefeld

Krefeld: Automatisierung mit System

[29.09.2026] Die Stadt Krefeld automatisiert ihre Verwaltungsprozesse mit RPA. Mit internem Know-how können auch kleine Automatisierungen wirtschaftlich umgesetzt werden. Striktes Controlling wertet reale Prozessdurchläufe aus und zeigt den Nutzen der Software-Roboter. mehr...

Martin Dellwing steht mit einem Laptop vor dem Haus der Vereine.

Neukirchen: Bürger-KI für das Dorf

[28.09.2026] Eine Frage an die eigene Gemeinde stellen, ohne zuerst die richtige Website suchen zu müssen: Das macht im nordfriesischen Neukirchen jetzt das Pilotprojekt kommunity360 möglich. Die Plattform bündelt lokale Informationen in einem Ortsportal und macht sie zusätzlich über eine App und einen KI-Assistenten zugänglich. Perspektivisch soll das Modell auf weitere Kommunen übertragen werden. mehr...

Die Teilnehmenden der VITAKO KI-Fachkonferenz 2026 in Hannover.

Vitako: Kommunale KI in die Fläche bringen

[25.09.2026] Künstliche Intelligenz (KI) hat in Kommunalverwaltungen die Pilotphase zunehmend hinter sich. Wie es gelingen kann, praxiserprobte Anwendungen breit nachnutzbar zu machen und dauerhaft in bestehende Verwaltungsprozesse zu integrieren, darüber wurde nun auf einer Vitako-Fachkonferenz in Hannover diskutiert. mehr...

Mann mit Wäscheklammer auf der Nase

Hürth: Mit Hightech dem Gestank auf der Spur

[25.09.2026] In Hürth kommt KI in einem ungewöhnlichen Use Case zum Einsatz: Um die Ursache hartnäckiger Geruchsbelästigungen zu finden, werden mehr als 800 Bürgermeldungen mit Wetterdaten verknüpft und KI-gestützt ausgewertet. Die Analyse soll den Immissionsschutzbehörden neue Anhaltspunkte liefern. mehr...

Gruppenfoto, Innenraum

Heidelberg: Innovationen unter Realbedingungen

[23.09.2026] Mit einem umfassenden Pilotprogramm erprobt die Stadt Heidelberg seit 2025 innovative KI- und Digitalisierungsanwendungen für kommunale Herausforderungen. Ziel ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Die Unternehmen für die zweite Runde stehen fest. mehr...

Stuttgart: KI-Forschung kommt in die Schulen

[22.09.2026] Stuttgart und die Universität Tübingen wollen den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich gemeinsam voranbringen. In einer auf drei Jahre angelegten Kooperation sollen adaptive Lernsysteme an Stuttgarter Schulen erprobt und wissenschaftlich fundierte KI-Konzepte für den Unterricht entwickelt werden. mehr...

Smart Country Convention: KI für den Verwaltungsalltag

[18.09.2026] Wie sich Verwaltungswissen mithilfe Künstlicher Intelligenz erschließen und für die tägliche Arbeit nutzen lässt, zeigt IntraFind auf der Smart Country Convention. Im Mittelpunkt stehen bereits realisierte KI-Projekte sowie der schrittweise Ausbau von der intelligenten Suche bis hin zu KI-Agenten. mehr...

Hände tippen auf einer Tastatur, darum herum fliegen gezeichnete Briefumschläge als Symbol für E-Mail-POsteingang

Hamburg: KI leitet E-Mails weiter

[17.09.2026] Hamburg setzt Künstliche Intelligenz ein, um eingehende E-Mails automatisch den zuständigen Stellen zuzuordnen. Die Lösung MailFWD ist bereits in sechs Fachbereichen im Einsatz und soll bis Ende 2026 mindestens 18 zentrale Postfächer unterstützen. mehr...