EssenDrohne erkundet Einsatzorte vorab

Die automatisiert alarmierbare Vorauserkundungsdrohne der Feuerwehr Essen.
(Bildquelle: Feuerwehr Essen)
Die Feuerwehr Essen erprobt seit Mitte September 2026 den Einsatz einer Vorauserkundungsdrohne. Wie die Stadt Essen mitteilt, soll das System bei ausgewählten Einsätzen automatisch starten und noch vor den ersten Feuerwehrkräften am Einsatzort eintreffen. Ziel sei es, der Leitstelle und der anfahrenden Einsatzleitung frühzeitig Informationen zur Lage bereitzustellen und so die Einsatzplanung zu verbessern.
Die Drohne ist auf dem Dach der Hauptfeuerwache stationiert und startet bei entsprechenden Einsatzmeldungen selbstständig. Sie fliegt in einer Höhe von etwa 100 bis 120 Metern und erreicht Einsatzorte in einem Umkreis von rund 12 bis 15 Kilometern. Ein Operator überwacht den gesamten Flug. Ausgestattet mit einer herkömmlichen Kamera und einer Wärmebildkamera kann die Drohne Bilder in Echtzeit an die Leitstelle und die Einsatzleitung übertragen. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem bei Bränden, Gefahrstoffunfällen, technischen Hilfeleistungen und größeren Schadenslagen.
Belastbares Lagebild
„Gerade die ersten Minuten eines Einsatzes sind für uns von besonderer Bedeutung. Je früher wir ein belastbares Bild von der Lage bekommen, desto früher können wir die richtigen Entscheidungen treffen“, erklärt Sascha Keil, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Essen. So könnten beispielsweise bereits während der Anfahrt das Ausmaß eines Brandes oder geeignete Zufahrtswege erkannt und die Einsatzmaßnahmen entsprechend angepasst werden.
Während der dreimonatigen Testphase steht die Drohne montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr zur Verfügung. Ihre maximale Flugzeit beträgt rund 45 Minuten. Jeder Einsatz wird anschließend ausgewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Zeit- und Informationsgewinn die Vorauserkundung bringt und ob sich Personal und Fahrzeuge dadurch bedarfsgerechter disponieren lassen.
Nach Angaben der Stadt Essen soll die Drohne die reguläre Erkundung durch die Einsatzkräfte vor Ort nicht ersetzen, sondern ergänzen. Nach Abschluss der Testphase werde die Feuerwehr Essen prüfen, ob und wie sie das System dauerhaft in ihre Einsatz- und Führungsstrukturen integrieren kann.
Begleitend stellt die Stadt online Informationen zum Projekt bereit. Eine interaktive Karte zeigt zudem die bisherigen Einsätze und Flugrouten der Drohne.
Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen
[08.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...
Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung
[07.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...
Hanau: Schrankenlos parken
[07.10.2026] Die Stadt Hanau stellt ihre Parkhäuser auf digitale Systeme um. Fast alle städtischen Häuser kommen bereits ohne Schranken und Parktickets aus, das Kennzeichen wird bei der Ein- und Ausfahrt erfasst. Weitere Standorte nutzen ticketlose Systeme mit Schranken. mehr...
Digitale Transformation: Barrieren beseitigen
[05.10.2026] Ist eine Verwaltung, deren Grundzüge teilweise bis in die Bismarckzeit zurückreichen, überhaupt digital transformierbar? Das an der Universität Münster entwickelte Konzept des „Digital Rebirth“ zeigt, wie der erfolgreiche Einsatz digitaler Technologien gelingen kann. mehr...
ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung
[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...
rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild
[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...
Aachen/Mannheim: G24 geht in die Praxis
[28.09.2026] Aachen und Mannheim erproben den Kombiantrag des Bund-Länder-Projekts G24. Er verbindet Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung. Aachen bietet das Verfahren bereits vollständig online an, Mannheim folgt schrittweise. Langfristig sollen Gründungen binnen 24 Stunden möglich sein. mehr...
NeXT: Nachnutzung praktisch angehen
[28.09.2026] Ein neues Paper des NeXT-Netzwerks gibt Beschäftigten aller föderalen Ebenen praktische Hinweise, wie sie digitale Lösungen für andere bereitstellen oder selbst übernehmen können. Ein Schnellcheck führt zu den passenden Empfehlungen und weiterführenden Ressourcen. mehr...
Berlin: Digitale Bürgerdienste holen auf
[25.09.2026] Bei der Verwaltungsdigitalisierung in Berlin geht es voran: Mehr als die Hälfte der 100 meistgenutzten Bürgerdienstleistungen ist inzwischen digital verfügbar. Nachholbedarf besteht allerdings bei der tatsächlichen Online-Nutzung und der Medienbruchfreiheit. mehr...
Verwaltungsmonitor 2026: Digitale Transformation im Arbeitsalltag
[24.09.2026] Eine neue bundesweite Befragung richtet den Blick auf die Menschen, die Verwaltungsdigitalisierung erleben und gestalten. Beschäftigte aller Verwaltungsebenen können bis Ende Oktober 2026 online und anonym teilnehmen. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Netzwerk NExT und dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT. mehr...
Heidelberg: Stadtblatt wird digital
[18.09.2026] Heidelberg stellt die Verteilung seines Stadtblatts neu auf. Statt einer Zustellung an alle Haushalte setzt die Stadt künftig vor allem auf die digitale Ausgabe. mehr...
Gütersloh: Webseite zur Stadtgeschichte in neuem Look
[11.09.2026] Die Stadt Gütersloh hat den Bereich zur Stadtgeschichte auf ihrer Website grundlegend überarbeitet. Inhalte wurden neu geordnet und verknüpft, historische Abbildungen durch hochauflösende Digitalisate ersetzt und weitere Seiten um Bilder, Videos und Links ergänzt. mehr...
Berlin: Klimaanpassung spielerisch erfahren
[11.09.2026] Mit dem Online-Spiel Schwammtastisch soll das Konzept der Schwammstadt für Berlinerinnen und Berliner anschaulich werden. Straßen und Plätze lassen sich digital mit Bäumen, Pflanzstreifen oder Regenwassernutzung umgestalten und deren Wirkung erkunden. mehr...
Studie: Automatisierungspotenzial in Behörden nicht ausgeschöpft
[09.09.2026] Eine Studie von Foundry, UiPath und Materna zeigt deutliche Lücken bei der Digitalisierung deutscher Behörden: Nach Einschätzung der Befragten könnten 49 Prozent der Verwaltungsaufgaben automatisiert werden, tatsächlich sind es erst 23 Prozent. Zudem ist ein Drittel der Leistungen noch komplett offline. mehr...


















