Kreis Potsdam-MittelmarkSozialplattform gestartet

Über die Sozialplattform lässt sich unter anderem die Grundsicherung im Alter digital beantragen.
(Bildquelle: cherriesjd/123rf.com)
Brandenburg hat mit der Einführung der bundesweiten Sozialplattform (wir berichteten) begonnen. Wie das Land mitteilt, können Bürgerinnen und Bürger seit Ende August 2026 beim Sozialamt des Landkreises Potsdam-Mittelmark verschiedene Sozialleistungen vollständig digital beantragen. Zuvor war die Plattform im Landkreis Elbe-Elster getestet worden. Elf weitere Landkreise und kreisfreie Städte sowie das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) bereiten derzeit die Anbindung vor.
Über die Plattform lassen sich unter anderem Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zum Lebensunterhalt, Leistungen für Bildung und Teilhabe sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragen. Auch Anträge auf Wohnberechtigungsscheine, die Übernahme von Mietrückständen und verschiedene Leistungen zur beruflichen Eingliederung sind möglich. Das Angebot soll schrittweise erweitert werden.
Die Anmeldung erfolgt über die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder ein BundID-Konto. Auch EU-Bürger können ihre digitale Identität nutzen. Zudem können bevollmächtigte Personen Anträge stellvertretend einreichen. Die Plattform ist mehrsprachig und barrierereduziert gestaltet.
Übergreifendes Projektteam begleitet die Einführung
Bei der landesweiten Einführung werden die Kommunen von einem ressortübergreifenden Projektteam unterstützt. Beteiligt sind unter anderem das Sozial- und das Digitalisierungsministerium, der Zentrale IT-Dienstleister Brandenburgs (ZIT-BB) sowie die DigitalAgentur Brandenburg (DABB). Die Kosten für Betrieb und Weiterentwicklung übernimmt das Land.
Brandenburgs Sozialminister René Wilke sieht in der Plattform eine Möglichkeit, den Zugang zu Sozialleistungen zu erleichtern und bürokratische Hürden abzubauen. Digitalisierungsminister Benjamin Grimm wertet die Einführung als weiteren Schritt auf dem Weg, bis spätestens 2029 alle wichtigen Verwaltungsleistungen landesweit digital anzubieten.
Die Sozialplattform wurde vom Land Nordrhein-Westfalen entwickelt und wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales betrieben. Brandenburg übernimmt die Lösung nach dem Einer-für-Alle-Prinzip (EfA) des Onlinezugangsgesetzes (OZG).
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