Mittwoch, 21. Oktober 2026

OSBABrücke zur kommunalen Praxis

[21.10.2026] Die Open Source Business Alliance will die Anforderungen der Kommunen stärker in ihre Arbeit einbringen. Eine eigene Arbeitsgruppe soll dafür praktische Hilfen für die Beschaffung und den Betrieb von Open-Source-Lösungen sowie Beispiele zur Nachnutzung erarbeiten.
Montage mit Porträt eines Mannes und einer Frau

Anna-Lena Meiners und Friedrich Ellmer sprechen für die neue OSBA-Arbeitsgruppe „Open Source in Kommunen“.

(Bildquelle: OSBA)

Die Open Source Business Alliance (OSBA) als Interessenvertretung der Open-Source-Wirtschaft will den Einsatz offener Technologien auch in Kommunen stärken. Die neu gegründete Working Group Open Source in Kommunen soll dazu beitragen, die spezifischen Anforderungen der kommunalen Verwaltung stärker zu berücksichtigen und geeignete Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Einsatz von Open-Source-Software zu schaffen. Nach Auffassung der OSBA können offene Technologien und Standards die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern, Innovationen und die Nachnutzung bestehender Lösungen fördern sowie Wettbewerb und lokale Wertschöpfung stärken.

Kommunale Perspektive einbringen

Fragen zur Beschaffung, zu Standards und Interoperabilität, Governance, Cloud-Technologien, IT-Sicherheit und nachhaltigen Geschäftsmodellen werden bereits in verschiedenen Working Groups und Initiativen der OSBA bearbeitet. Die neu gegründete Working Group versteht sich deshalb nicht als Parallelstruktur, sondern will die schon vorhandenen Kompetenzen und Ergebnisse für die kommunale Praxis nutzbar machen. Dazu sollen bestehende Arbeiten aus der Perspektive der Kommunen betrachtet, spezifische Anforderungen identifiziert und in die jeweiligen Fachgruppen zurückgespielt werden. Darüber hinaus will die Working Group Kommunen und weitere Akteure der öffentlichen Verwaltung mit der Open-Source-Wirtschaft und der Bundespolitik vernetzen. Viele der kommunalen Fragestellungen seien auch für andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung relevant, heißt es von dem Verband.

Hilfen für Beschaffung und Betrieb

Ein Schwerpunkt der Working Group liegt auf konkreten Hilfestellungen für die Verwaltungspraxis. Geplant sind Leitfäden, Entscheidungshilfen und Mustervorlagen, die Kommunen dabei unterstützen sollen, Open-Source-Lösungen zu bewerten, rechtssicher auszuschreiben und dauerhaft zu betreiben. Anhand von Anwendungsbeispielen aus Bereichen wie Fachverfahren, Datenplattformen und Geodaten soll zudem aufgezeigt werden, wo Kommunen bereits erfolgreich Open Source einsetzen. Andere Verwaltungen sollen von diesen Erfahrungen profitieren und vorhandene Lösungen nachnutzen können. Darüber hinaus will die Working Group Empfehlungen zu offenen Standards und Schnittstellen erarbeiten, um die Integration neuer Anwendungen in bestehende kommunale IT-Landschaften zu erleichtern. Damit soll die kommunale Perspektive nicht nur in die Arbeit der OSBA einfließen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Open-Source-Wirtschaft gestärkt werden.





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