Mittwoch, 16. September 2026

Smart Country ConventionWerkzeuge für digitale Souveränität

[16.09.2026] openCode, openDesk und ein neuer Kriterienkatalog für digitale Souveränität stehen im Mittelpunkt des Auftritts des ZenDiS auf der Smart Country Convention. Vorgestellt werden außerdem Projekte für sichere Softwarelieferketten und einen cloudbasierten Notfallarbeitsplatz.

openCode, openDesk und ein neuer Kriterienkatalog für digitale Souveränität stehen im Mittelpunkt des Auftritts des ZenDiS auf der Smart Country Convention.

(Bildquelle: Messe Berlin)

Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) stellt auf der Smart Country Convention (13. bis 15. Oktober 2026, Berlin) verschiedene Projekte und Kooperationen rund um die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung vor. Wie das ZenDiS mitteilt, zählen dazu die Plattform openCode mit einer neuen Security Suite, die Office- und Kollaborationssuite openDesk, die Secure Government Container Initiative (SGCI) sowie das Projekt Cloud-basierter Notfallarbeitsplatz (CKKI).

Ein Schwerpunkt liegt auf openCode. Nach Angaben des ZenDiS arbeiten mittlerweile mehr als 13.000 Nutzerinnen und Nutzer in über 5.700 Repositories und Projekten auf der Open-Source-Plattform zusammen. Derzeit werde openCode mit Blick auf sichere Softwarelieferketten weiterentwickelt und solle als DevSecOps-Referenzplattform für den Deutschland-Stack dienen. Gemeinsam mit der Auslands-IT des Auswärtigen Amts arbeitet das ZenDiS zudem im Rahmen der SGCI an gehärteten Container-Images für die öffentliche Verwaltung. Erste Komponenten seien für openDesk sowie die Daten- und KI-Plattform PLAIN erstellt worden.

Auf der Messe will das ZenDiS außerdem die gemeinsam mit L3montree entwickelte openCode Security Suite vorstellen. Diese soll Entwickler dabei unterstützen, Sicherheitsprüfungen standardisiert in Entwicklungsprozesse einzubinden.

Mit openDesk präsentiert das ZenDiS darüber hinaus seine souveräne Office- und Kollaborationssuite. An deren Entwicklung sind verschiedene europäische Open-Source-Anbieter beteiligt. Laut ZenDiS soll das Ökosystem künftig um eine Betreiber-Community aus öffentlichen IT-Dienstleistern, Cloud-Anbietern und Systemintegratoren erweitert werden. Auf der Smart Country Convention werden unter anderem der Einsatz von openDesk als cloudbasierter Notfallarbeitsplatz sowie geplante Erweiterungen für besondere Sicherheitsanforderungen und Künstliche Intelligenz thematisiert.

Neu vorgestellt wird außerdem ein Kriterienkatalog für digitale Souveränität. Er soll öffentlichen Einrichtungen nach Darstellung des ZenDiS dabei helfen, technologische Abhängigkeiten zu identifizieren, Risiken zu bewerten und die Beschaffung strategisch auszurichten. Darauf aufbauend ist ein Souveränitätscheck mit konkreten Prüffragen und Nachweisen vorgesehen. Der Kriterienkatalog entstand laut ZenDiS im Austausch mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Das ZenDiS ist auf der Smart Country Convention in Halle 27 an Stand 103 vertreten.





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