Montag, 9. Februar 2026

DresdenErfassung des Straßennetzes

[01.10.2021] Spezialfahrzeuge mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik werden nun den Zustand des Dresdener Straßennetzes erfassen. Die ermittelten Daten ermöglichen dann einen passgenauen Einsatz der für Reparatur und Wartung aufgebrachten finanziellen Mittel.

Die Stadt Dresden erfasst jetzt systematisch den Zustand ihres Straßennetzes. Die dabei gewonnenen Daten dienen dazu, die finanziellen Mittel zur Erhaltung und Reparatur zielgerichtet einsetzen zu können. Wie die sächsische Landeshauptstadt mitteilt, ist das Straßennetz zuletzt 2015 erfasst worden. Bei der erneuten Erfassung werde ein Spezialfahrzeug mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik eingesetzt. Es liefere konkrete Zustandsdaten, die das Straßen und Tiefbauamt dann als Planungsgrundlage nutze.
Das Fahrzeug sei ausgestattet mit einem Laser-Scanner, Mess-Sensoren, zwei hochauflösenden Kameras am Heck und einem hochgenauen Kreiselsystem, das präzise Lageinformationen zu den aufgenommenen Messwerten liefere. Neben offenkundigen Straßenschäden wie Schlaglöchern, Spurrinnen oder Buckeln können auch nur schwer erkennbare Unstimmigkeiten in der Längs- und Querebenenheit der Straßenoberfläche sowie Rissbildungen erfasst und bewertet werden. Diese Arbeit übernehmen vier Laserdistanzsonden für Längsunebenheiten und ein Laser-Scanner für Querunebenheiten. Risse ab einer Breite von 0,5 Millimeter können erkannt werden. „Damit lässt sich sogar abschätzen, wie sich der Zustand einer Straße in Zukunft verändern wird – die Entstehung von Schläglöchern kann vorhergesagt werden“, erklärt Simone Prüfer, Leiterin des Straßen- und Tiefbauamts.
Laut Angaben der Stadt Dresden umfasst die aktuelle Messung circa 1.830 Kilometer im Dresdner Straßennetz und kostet knapp 312.000 Euro. Die Befahrung starte sofort und werde, solange es die Witterung zulasse, bis November 2021 fortgesetzt. Die dann noch nicht erfassten Straßen werden im Frühjahr 2022 befahren. Beauftragt sei das Ingenieurbüro Lehmann + Partner.
Die Kameras auf dem Messfahrzeug richten sich nur auf die Straße. Alle erfassten Daten dienen ausschließlich der Ermittlung des Straßenzustands. Seien dennoch personenbezogene Daten dabei, werden diese selbstverständlich unkenntlich gemacht.
Auf Basis der ermittelten Zustandsdaten werde ein gezieltes Erhaltungsmanagement erstellt. Amtsleiterin Simone Prüfer erläutert: „Das Straßen- und Tiefbauamt kann präzise festlegen, welche Straßen wann repariert werden müssen und welche eine grundhafte Sanierung benötigen. Wir wissen somit, wie viele Mittel im neuen Haushalt für die Erhaltung unseres Straßennetzes einzuplanen sind.“
Wie die Stadt Dresden berichtet, besteht ihr Straßennetzes aus 3.590 Straßen, Wegen und Plänen mit insgesamt 12.816 Straßenabschnitten, die von der Stadt Dresden erhalten werden. Vor Einführung der fahrzeuggestützten, messtechnischen Zustandserfassung seien Schäden manuell beziehungsweise visuell ermittelt worden. Dies sei sehr aufwendig gewesen.



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