Samstag, 23. Mai 2026

Baden-WürttembergKartenviewer zur Hitzebetroffenheit

[20.08.2025] Ein neuer Kartenviewer soll Kommunen in Baden-Württemberg bei der Planung von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen gegen Hitze unterstützen. Die interaktiven Karten zeigen die gegenwärtige und künftige Hitzebetroffenheit der Gemeinden an und können räumlich nach Nutzungstypen differenziert werden.
Der Kartenviewer zeigt die Hitzebetroffenheit für die Kategorie Gesamtbevölkerung im Klimaszenario plus zwei Grad Celsius an.

Der Kartenviewer zeigt beispielsweise die Hitzebetroffenheit für die Kategorie Gesamtbevölkerung im Klimaszenario plus zwei Grad Celsius an.

(Bildquelle: LUBW+Omniscale (OpenStreetMap), 2025)

Interaktive Karten sollen jetzt die Kommunen in Baden-Württemberg bei der Planung von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen gegen Hitze unterstützen. Den Kartenviewer stellt das Kompetenzzentrum Klimawandel der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) zur Verfügung. Er zeigt, wie stark jede der 1.101 Gemeinden im Land aktuell und zukünftig von Hitze betroffen ist. Grundlage sind laut LUBW Karten zur thermischen Belastung und Flächennutzungen in Kombination mit Bevölkerungsdaten des Zensus 2022. Die Daten werden auf Gemeindeebene für verschiedene Kategorien dargestellt. Sie zeigen außerdem an, ob sehr empfindliche Gruppen oder bestimmte Flächen – wie Wohngebiete, Innenstädte oder Gewerbegebiete – besonders betroffen sind.

„Viele Kommunen in Baden-Württemberg setzen sich bereits intensiv mit den Auswirkungen von Hitze auseinander“, sagt LUBW-Präsident Ulrich Maurer. „Mit dem Kartenviewer geben wir ihnen ein wichtiges Werkzeug an die Hand, um die Betroffenheit der Bevölkerung durch Hitze abzuschätzen. Maßnahmen zum Hitzeschutz werden immer wichtiger – seien es Trinkwasserbrunnen, Begrünung oder Hitzeaktionspläne. Bereits heute ist während Sommertagen rund ein Fünftel der Bevölkerung in Baden-Württemberg dauerhaft von Hitze betroffen – in Zukunft könnten es während des Sommers bis zu 80 Prozent sein, je nach Entwicklung der Temperaturen. Besonders im Oberrheingraben und im Neckartal ist der Handlungsbedarf bereits jetzt hoch.“

Die Daten zur Hitzebetroffenheit sowie ein begleitendes Hinweispapier stehen ab sofort im Klimaatlas BW zur Verfügung. Am 18. September 2025 lädt das Kompetenzzentrum Klimawandel außerdem kommunale Beschäftigte wie Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager, aber auch die interessierte Öffentlichkeit zu einer Onlinepräsentation ein, in der es die verschiedenen Module des Klimaatlas BW vorstellen wird.





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