HessenNeue Angebote für kommunale Cyber-Sicherheit

Was tun, wenn der Cyber-Notfall eingetreten ist? Das AKC unterstützt hessische Kommunen.
(Bildquelle: Montri/stock.adobe.com)
Auch in Hessen sind Städte und Gemeinden zunehmend Ziel von digitalen Angriffen. Um die kommunale Handlungsfähigkeit zu sichern, bietet das Land im Rahmen des Aktionsprogramms Kommunale Cybersicherheit (AKC) ein kostenfreies Unterstützungsportfolio an. Die Angebote des Hessischen CyberCompetenceCenter (Hessen3C) sind genau auf die Bedürfnisse der Kommunen ausgerichtet – für alle wichtigen Bereiche gibt es professionelle Unterstützung.
„Die Bedrohung durch Cyber-Angriffe ist heute eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Jeden Tag werden tausende Angriffe auf IT-Systeme verübt. Kommunen sind dabei besonders gefährdet, denn ein Ausfall ihrer IT kann unmittelbare Folgen für die Bürger haben“, sagt Innenminister Roman Poseck. Ausfälle in der Verwaltung, in der öffentlichen Daseinsvorsorge oder bei Kritischen Infrastrukturen müssten bestmöglich verhindert werden. Deswegen sei bereits im Jahr 2024 das AKC ins Leben gerufen worden.
Technischer Schutz und Prävention
Nun wurde das AKC insbesondere in der Notfallhilfe nochmals ausgebaut. Mit dem Angebot eines Incident Response Service (IRS) steht den Kommunen professionelle Hilfe zur Verfügung, falls kommunale Daten beispielsweise infolge eines Ransomware-Angriffs verschlüsselt wurden und alle IT-Systeme ausfallen. Kommt es zum Worst Case, steht den Kommunen ein Expertenteam zur Seite, das innerhalb von 24 Stunden vor Ort ist. Die ersten fünf Einsatztage sind dabei für die Kommunen kostenfrei. Voraussetzung dafür ist ein vorheriges, ebenfalls kostenloses Audit der IT-Infrastruktur, das über das Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit (KDLZ-CS) gebucht werden kann.
Cyber-Kriminalität macht vor keiner Kommune Halt
Hinzu kommt eine neue Phishing-Simulationsplattform und weiterentwickeltes E-Learning. Diese Angebote sollen helfen, Mitarbeiter für aktuelle Bedrohungen zu sensibilisieren. Das ist besonders wichtig, weil ein erheblicher Teil der Cyber-Sicherheitsvorfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückgeht. Technische Schutzmaßnahmen erkennen zwar viele Bedrohungen, doch gegen gezielte Spear-Phishing-Angriffe sind sensibilisierte Mitarbeiter die entscheidende Verteidigungslinie.
„Nur wenn alle mitdenken und wissen, wie sie sich verhalten müssen, können wir die Angriffsfläche verringern“, betont Poseck. Der Innenminister appellierte mit einem Brief an alle hessischen Kommunen, diese Angebote auch zu nutzen. Gerade kleinere und mittlere Städte und Gemeinden sollten sich registrieren.
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