Freitag, 25. September 2026

GroßbritannienPortale auf der Abschussliste

[12.07.2010] Die Rationalisierung von behördlichen Internet-Auftritten in Großbritannien soll verstärkt werden. Zahlreiche Portale sollen abgeschaltet, die Kosten für die Websites um bis zu 50 Prozent gesenkt und stärker auf die gemeinsame Nutzung von Ressourcen gesetzt werden.

794 Behörden-Websites hatte die britische Labour-Regierung gezählt, die neue Koalitionsregierung kommt auf 820 und will die Kampagne zur Verringerung der Online-Portale intensivieren. Das Cabinet Office hat angekündigt, 75 Prozent vom Netz nehmen zu wollen. Wie der britische Branchendienst Kable berichtet, sollen alle behördlichen Internet-Auftritte einer Überprüfung hinsichtlich Kosten und Nutzung unterzogen werden. Die Rationalisierung von Behördenportalen wurde bereits 2005 angekündigt. Laut Francis Maude, Minister im Cabinet Office, ist bislang aber nur ein begrenzter Fortschritt zu verzeichnen: „Die Labour-Regierung hatte versprochen, 422 von 794 Portalen zu schließen. Lediglich 24 sind als abgeschaltet gemeldet.“ Maude hat darüber hinaus angekündigt, dass die Kosten für die Portale um bis zu 50 Prozent gesenkt und künftig verstärkt gemeinsame Infrastrukturen genutzt werden sollen. Gemäß einem aktuellen Bericht des Central Office for Information, dem Kompetenzzentrum für Marketing und Kommunikation der Regierung, sind 94 Millionen Pfund (fast 114 Millionen Euro) in die Entwicklung, Implementierung und den Betrieb von lediglich 46 Websites geflossen, 32 Millionen Pfund (rund 39 Millionen Euro) fielen an Personalkosten für die Pflege dieser Portale von 2009 bis 2010 an.





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