ErreichbarkeitsplanungUpdate für Software GOAT

Das BMDV-geförderte "Geo Open Accessibility Tool" für Kommunen wurde überarbeitet.
(Bildquelle: Plan4Better GmbH)
In einem gemeinsamen Projekt haben Forschende der Technischen Universität München (TUM), des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und drei weitere Partner die digitale Planungssoftware GOAT weiterentwickelt. GOAT – kurz für Geo Open Accessibility Tool – basiert auf offenen Geodaten und unterstützt Kommunen, Verkehrswege, Erreichbarkeit und Infrastruktur besser zu analysieren und zu planen. Nun haben die Projektpartner die Software aktualisiert und deutlich weiterentwickelt. „GOAT ermöglicht mit einem stark erweiterten Daten- und Funktionsumfang eine noch effizientere, integrierte Stadt- und Verkehrsplanung mit einem Fokus auf Lebensqualität und Nachhaltigkeit“, erläutert Benjamin Büttner von der TUM, dem Leadpartner des Vorhabens.
GOAT kann auch Klimaanpassung
Mithilfe von GOAT 3.0 lässt sich analysieren, wie gut Orte des täglichen Lebens zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn oder mit dem Auto erreichbar sind. Auch Kombinationen verschiedener Verkehrsmittel lassen sich abbilden. Neu hinzugekommen ist jetzt beispielsweise der Indikator ÖV-Güteklassen. Damit können Kommunen auf einen Blick erkennen, wie gut ein Stadtviertel oder ein Ortsteil an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist. „Das reicht von der Analyse, wie gut oder schlecht wichtige Alltagsziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind, Stichwort 15-Minuten-Stadt, über die Optimierung von Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Auch die Planung und Analyse von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Grünversorgung kann GOAT nun unterstützen“, erläutert Robert Hecht vom IÖR.
Demoversion für Kommunen
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) förderte das Projekt GOAT 3.0 mit rund 1,03 Millionen Euro. Die neue Version wurde in mehr als 20 Workshops mit über 100 Fachleuten getestet, unter anderem in den Regionen München, Bonn, Görlitz und Rhein-Neckar. Die Ergebnisse aus der Anforderungsanalyse und den Recherchen werden transparent in einem eigenen GOAT-3.0-Projektwiki dokumentiert. Im Rahmen des Vorhabens wurde GOAT außerdem bundesweit einsatzfähig gemacht. Dazu wurden unter anderem Bevölkerungsdaten unabhängig vom Zensus geschätzt und bestehende Datensätze ergänzt. Nach Angaben der Projektpartner wird die Software bereits von mehreren Städten genutzt. Kommunen können sich auf der Projekt-Website registrieren und eine kostenlose Demoversion testen.
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