Donnerstag, 28. Mai 2026

Hofbieber / MengerskirchenGemeinsame urbane Datenplattform

[11.08.2025] Die Gemeinden Hofbieber und Mengerskirchen wollen verschiedene Informationen über eine gemeinsame urbane Datenplattform zur Verfügung stellen. Ergänzt um KI-gestützte Auswertungen und Simulationen soll damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage entstehen und die Transparenz sowie Effizienz der Verwaltung erhöht werden.
Mehrere Personen stehen nebeneinander, während Ministerin Sinemus ein Dokument überreicht.

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus überreichte den beiden Gemeinden für ihr Vorhaben einen Fördermittelbescheid aus dem Programm Starke Heimat Hessen.

(Bildquelle: Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation)

Eine zentrale urbane Datenplattform wollen jetzt die Gemeinden Hofbieber und Mengerskirchen aufbauen. Wie das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mitteilt, erhalten sie dafür 509.000 Euro an Fördermitteln aus dem Programm Starke Heimat Hessen.

Auf der neuen Plattform sollen von Bebauungsplänen über Umweltmessungen bis hin zu Verkehrs- oder Energiedaten Informationen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung gestellt werden. Als Grundlage diene der Digitale Zwilling Hofbiebers. Er enthalte bereits zahlreiche Daten etwa zu Straßen, Gebäuden, Wald- und Grünflächen, Ver- und Entsorgungsleistungen sowie zur CO2-Bilanz. Er werde nun gezielt weiterentwickelt und um zusätzliche Komponenten ergänzt. Dazu zählen unter anderem Flächennutzungs- und Regionalpläne. Des Weiteren sollen Daten aus Sensoren – beispielsweise zu Wetter, Klima oder Verkehr – in die Plattform einfließen. Darüber hinaus kommen KI-gestützte Auswertungen und Simulationen zum Einsatz, sodass beispielsweise Klimaschutzmaßnahmen besser geplant werden können. Auf diese Weise soll ein intelligentes System entstehen, das Informationen nicht nur bereitstellt, sondern diese auch vernetzt und analysiert. So können sie etwa bei der Frage, wo neue Bäume gepflanzt, Straßen saniert oder Rückhaltebecken gegen Starkregen gebaut werden sollten, als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden.

Auch innerhalb der Verwaltung soll die Plattform Abläufe vereinfachen, Daten verknüpfen und Fachbereiche effizienter zusammenbringen. Ein besonderer Fokus liegt laut Ministerium auf der Übertragbarkeit des Projekts: Die in Hofbieber gewonnenen Erfahrungen werden direkt an den Partner Mengerskirchen weitergegeben.

Ländliche Kommunen als Vorbild

„Mit unserer urbanen Datenplattform schaffen wir nicht nur mehr Transparenz und Effizienz für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern setzen auch einen modernen Standard, von dem andere Gemeinden profitieren können“, sagt Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder. „Der Austausch und die Nachnutzung unserer Lösungen zeigen: Digitale Innovation lebt von Zusammenarbeit.“

Mengerskirchens Bürgermeister Daniel Melchert ergänzt: „Wir möchten Digitalisierung und Künstliche Intelligenz greifbar machen. Mithilfe einer urbanen Datenplattform und dem Vorbild des Digitalen Zwillings aus Hofbieber werden für den Marktflecken Mengerskirchen sowohl verwaltungsinterne Prozesse, als auch die Kommunikation zu den Bürgerinnen und Bürgern optimiert.“ Als Gewinn für Transparenz, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit bezeichnete auch Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus das Projekt. „Mit dem Aufbau einer urbanen Datenplattform schaffen Hofbieber und Mengerskirchen eine intelligente digitale Infrastruktur, die nicht nur der Verwaltung hilft, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger direkt einbindet. Dabei zeigen die beiden Gemeinden eindrucksvoll, dass auch ländliche Kommunen bei der Digitalisierung ganz vorne mitspielen und Vorbild sein können.“

Im Rahmen des Programms Starke Heimat Hessen stellt das Land eigenen Angaben zufolge jährlich rund 16 Millionen Euro für die Förderung smarter Kommunen und Regionen bereit. Seit 2025 gibt es eine zusätzliche Förderlinie. Sie unterstützt die Nachnutzung erprobter, datenplattformbasierter Lösungen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...

Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...

Lübeck: Kommunaler Gesamtabschluss bringt Mehrwert.

Lübeck: Hansestadt digital erleben

[27.04.2026] Die Hansestadt Lübeck erweitert ihr digitales Angebot um ein dreidimensionales Stadtmodell. Es macht Gebäude, Straßen und Plätze virtuell erlebbar und soll zugleich neue Anwendungen für Stadtentwicklung und Kulturvermittlung ermöglichen. mehr...

Eine Hand vor einem stilisierten Haus
bericht

Serie Smart Cities: Daten im Griff

[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...

Mehring sitzend, drei Personen stehen hinter ihm, festlich-förmlicher Rahmen

Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen

[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...

Gelbes Maßband auf gelbem Hintergrund.

Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege

[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...

Politik zu Besuch im smarten Dorf Etteln
bericht

Etteln: Klein, aber oho

[16.04.2026] Etteln beweist, dass auch kleinste Gemeinden international Maßstäbe setzen können. Als Reallabor für übertragbare kommunale Digitalisierung zeigt das Dorf, was möglich ist, wenn Technik, Politik und Zivilgesellschaft konsequent zusammenspielen. mehr...

Cover der Präsentation zur Smart City Strategie der Stadt Wolfsburg

Wolfsburg: Smarte Pionierarbeit


[13.04.2026] Im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities hat die Stadt Wolfsburg sieben Jahre lang Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Das Förderprogramm ist Ende März nun zwar ausgelaufen, der Weg zur digitalen Modellstadt geht aber weiter. mehr...

Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour

[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...

Team von Smart City Eichenzell und seine Partner auf der SCCON 2025

Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge

[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...

fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...

Fünf Personen, der in der Mitte hält ein Tablet_Gütersloh stellt Urban Stack vor
bericht

Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack

[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...