Donnerstag, 15. Oktober 2026

Hofbieber / MengerskirchenGemeinsame urbane Datenplattform

[11.08.2025] Die Gemeinden Hofbieber und Mengerskirchen wollen verschiedene Informationen über eine gemeinsame urbane Datenplattform zur Verfügung stellen. Ergänzt um KI-gestützte Auswertungen und Simulationen soll damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage entstehen und die Transparenz sowie Effizienz der Verwaltung erhöht werden.
Mehrere Personen stehen nebeneinander, während Ministerin Sinemus ein Dokument überreicht.

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus überreichte den beiden Gemeinden für ihr Vorhaben einen Fördermittelbescheid aus dem Programm Starke Heimat Hessen.

(Bildquelle: Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation)

Eine zentrale urbane Datenplattform wollen jetzt die Gemeinden Hofbieber und Mengerskirchen aufbauen. Wie das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mitteilt, erhalten sie dafür 509.000 Euro an Fördermitteln aus dem Programm Starke Heimat Hessen.

Auf der neuen Plattform sollen von Bebauungsplänen über Umweltmessungen bis hin zu Verkehrs- oder Energiedaten Informationen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung gestellt werden. Als Grundlage diene der Digitale Zwilling Hofbiebers. Er enthalte bereits zahlreiche Daten etwa zu Straßen, Gebäuden, Wald- und Grünflächen, Ver- und Entsorgungsleistungen sowie zur CO2-Bilanz. Er werde nun gezielt weiterentwickelt und um zusätzliche Komponenten ergänzt. Dazu zählen unter anderem Flächennutzungs- und Regionalpläne. Des Weiteren sollen Daten aus Sensoren – beispielsweise zu Wetter, Klima oder Verkehr – in die Plattform einfließen. Darüber hinaus kommen KI-gestützte Auswertungen und Simulationen zum Einsatz, sodass beispielsweise Klimaschutzmaßnahmen besser geplant werden können. Auf diese Weise soll ein intelligentes System entstehen, das Informationen nicht nur bereitstellt, sondern diese auch vernetzt und analysiert. So können sie etwa bei der Frage, wo neue Bäume gepflanzt, Straßen saniert oder Rückhaltebecken gegen Starkregen gebaut werden sollten, als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden.

Auch innerhalb der Verwaltung soll die Plattform Abläufe vereinfachen, Daten verknüpfen und Fachbereiche effizienter zusammenbringen. Ein besonderer Fokus liegt laut Ministerium auf der Übertragbarkeit des Projekts: Die in Hofbieber gewonnenen Erfahrungen werden direkt an den Partner Mengerskirchen weitergegeben.

Ländliche Kommunen als Vorbild

„Mit unserer urbanen Datenplattform schaffen wir nicht nur mehr Transparenz und Effizienz für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern setzen auch einen modernen Standard, von dem andere Gemeinden profitieren können“, sagt Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder. „Der Austausch und die Nachnutzung unserer Lösungen zeigen: Digitale Innovation lebt von Zusammenarbeit.“

Mengerskirchens Bürgermeister Daniel Melchert ergänzt: „Wir möchten Digitalisierung und Künstliche Intelligenz greifbar machen. Mithilfe einer urbanen Datenplattform und dem Vorbild des Digitalen Zwillings aus Hofbieber werden für den Marktflecken Mengerskirchen sowohl verwaltungsinterne Prozesse, als auch die Kommunikation zu den Bürgerinnen und Bürgern optimiert.“ Als Gewinn für Transparenz, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit bezeichnete auch Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus das Projekt. „Mit dem Aufbau einer urbanen Datenplattform schaffen Hofbieber und Mengerskirchen eine intelligente digitale Infrastruktur, die nicht nur der Verwaltung hilft, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger direkt einbindet. Dabei zeigen die beiden Gemeinden eindrucksvoll, dass auch ländliche Kommunen bei der Digitalisierung ganz vorne mitspielen und Vorbild sein können.“

Im Rahmen des Programms Starke Heimat Hessen stellt das Land eigenen Angaben zufolge jährlich rund 16 Millionen Euro für die Förderung smarter Kommunen und Regionen bereit. Seit 2025 gibt es eine zusätzliche Förderlinie. Sie unterstützt die Nachnutzung erprobter, datenplattformbasierter Lösungen.





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