HessenINSPIRE-relevante Kreisdaten
Geofachdaten zu Naturschutzgebieten wurden in Hessen als INSPIRE-relevante Informationen identifiziert.
(Bildquelle: Petra Schmidt / pixelio.de)
In verschiedensten Behörden, Verwaltungen sowie in der Wirtschaft und Wissenschaft werden Daten mit räumlichem Bezug verarbeitet. Uneinheitliche Datenmodelle und Formate erschweren den Umgang mit Geo-Informationen in der täglichen Arbeit. Geodaten-Infrastrukturen (GDI) können hier Abhilfe schaffen. Sie ermöglichen den einfachen Zugriff auf verteilt vorliegende Daten und verbessern das Handeln auf Basis räumlicher Angaben. Die EU-Richtlinie INSPIRE strebt eine europäische Geodaten-Infrastruktur an. Zum einen soll sie den Austausch und die fach- und verwaltungsübergreifende Nutzung von Geo-Informationen optimieren. Zum anderen sollen diese Informationen öffentlich zugänglich gemacht werden, da sie bislang isoliert bei unterschiedlichen Institutionen in unterschiedlichen Verwaltungsebenen vorliegen. Die INSPIRE-Richtlinie verpflichtet die datenhaltenden Stellen, ihre Geodaten über standardisierte Mechanismen verfügbar zu machen. Nicht jede Geoinformation ist aber per se INSPIRE-relevant. Da Verwaltungen über sehr viele Geofachdaten verfügen, ist es entscheidend zu erkennen, welche davon INSPIRE-relevant sind und warum. Dazu gibt es verschiedene Prüfkriterien, die für jedes Fachthema betrachtet werden müssen.
Neun relevante Geofachdaten
Eine Prüfung der INSPIRE-Kriterien hat die GDI-Südhessen im Projekt „INSPIRE-Identifizierung kommunaler Daten“ in Zusammenarbeit mit den Fachebenen der Landkreise durchgeführt. Besonders intensiv wurden dabei die Kriterien geprüft, ob die Daten von der jeweiligen Behörde erstellt, verwaltet, bereitgestellt oder aktualisiert werden und ob sie unter den öffentlichen Auftrag der Behörde fallen. Aus rund 122 untersuchten Geofachdaten wurden letztlich 9 aus Sicht der Projektgruppe als INSPIRE-relevant für Kreise identifiziert. Diese betreffen Deponien, geschützte Landschaftsbestandteile, Haltestellen, Kreisstraßen, Naturschutzgebiete die kleiner sind als fünf Hektar, flächenhafte Naturdenkmale, Rettungswachen, Schuleinzugsbereiche sowie Schulstandorte. Die Ergebnisse sollen Kommunen nicht nur dabei helfen, die sich durch die INSPIRE-Richtlinie ergebenden Pflichten zu erkennen. Sie sollen auf dieser Basis auch ein sinnvolles Handeln ableiten und den Aufwand abschätzen können. Das Ergebnis, das keine Rechtsverbindlichkeit beansprucht, stellt die Lesart der GDI-Südhessen dar und soll als mögliche Interpretationshilfe für Landkreise dienen. Aufgrund möglicher Änderungen im INSPIRE-Prozess handelt es sich um eine momentane Einschätzung, die kontinuierlich angepasst werden sollte. Infolge der föderalen Strukturen in Deutschland dient das Projektergebnis nur den hessischen Landkreisen als Interpretationshilfe. In anderen Bundesländern finden ähnliche Aktivitäten statt. Als Informationsquelle können die GDI-Koordinierungsstellen der Bundesländer genannt werden.
Braunschweig: Warum heißt die Straße so?
[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...
Darmstadt 3D: Grundgerüst für Urbanen Zwilling
[16.12.2025] Von Darmstadt gibt es jetzt ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell mit hoher Detailtiefe. In der browserbasierten Anwendung lassen sich beispielsweise Entfernungen und Flächen messen, Schattenwürfe simulieren oder Sichtbarkeiten analysieren. Perspektivisch bildet sie das Grundgerüst für einen Urbanen Digitalen Zwilling. mehr...
Karlsruhe: Digitaler Klimazwilling
[02.12.2025] In Karlsruhe soll die Klimafolgenanpassung messbar, vorausschauend und smart gestaltet werden. Mit diesem Ziel baut die Stadt im Projekt Sensor City einen Digitalen Klimazwilling auf, der Geodaten und die Messwerte von Internet-of-Things-Sensoren nutzt. mehr...
Ruderatshofen: Drohnenvermessung für Hochwasserschutz
[27.11.2025] Ruderatshofen will besser auf Starkregenereignisse und Überflutungen vorbereitet sein. Damit geeignete Schutzmaßnahmen erkannt werden können, hat GIS-Anbieter RIWA ein 3D-Geländemodell vom Gemeindegebiet und den umliegenden Flächen erstellt. Dank Drohnentechnologie konnten 19 Hektar Land innerhalb eines Tages erfasst werden. mehr...
Esri Konferenz 2025: GIS eröffnen neue Perspektiven
[21.11.2025] Dass Geo-Informationssysteme die Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft sind, soll auf der diesjährigen Esri Konferenz (26. bis 27. November 2025, Bonn) in über 100 Fachvorträgen, Live-Demos und Tech-Sessions demonstriert werden. Im Fokus stehen neueste Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, GeoAI, Digital Twins, Earth Intelligence und Enterprise IT. mehr...
Interview: Das Gold der Kommunen
[12.11.2025] Das Unternehmen RIWA, Spezialist für Geoinformationen, war auf der Messe Kommunale mit dem neuen Slogan „Daten gestalten Zukunft“ vertreten. Im Gespräch mit Kommune21 erklärte Geschäftsführer Reinhard Kofler, warum Daten das wichtigste Gut der Kommunen sind und wie aus ihnen konkrete Mehrwerte entstehen. mehr...
Wuppertal: Startschuss für DigiTal Zwilling
[28.10.2025] Die erste Ausbaustufe des DigiTal Zwilling Wuppertal ist online. Er umfasst unter anderem ein neues Geoportal, mit dem sich Daten im 3D-Raum visualisieren lassen und hilft dabei, Maßnahmen der Stadtplanung nachhaltiger umzusetzen und Zukunftsszenarien zu vergleichen. mehr...
Intergeo: Lösungen für eine Branche im Wandel
[07.10.2025] Heute startet in Frankfurt die Intergeo 2025 – das weltweit führende Event für Geodäsie, Geo-Information und Landmanagement. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge und Reality Capturing als Zukunftstreiber einer Branche im Wandel. mehr...
Geodatenmanagement: Mit Daten klimaresilient werden
[17.09.2025] In vielen deutschen Städten ist die sommerliche Hitzebelastung aufgrund des Klimawandels merklich angestiegen. Die Stadtplanung ist gefordert, Antworten darauf zu finden und gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei können Geodaten helfen. mehr...
BürgerGIS: Wie Maps, aber für Hanau
[02.09.2025] In Hanau ist das neue digitale Geoportal BürgerGIS online gegangen. Es bietet der Öffentlichkeit zahlreiche interaktive Funktionen für individuelle Auswertungen und ist auch die Basis für künftige Bürgerbeteiligungen. mehr...
Magdeburg: Modell für Sachsen-Anhalt
[29.08.2025] Ein Digitaler Zwilling soll Magdeburgs Stadtplanung effizient und nachhaltig gestalten. Die Landeshauptstadt setzt dafür eine cloudbasierte Software ein, welche die Stadt Halle (Saale) entwickelt hat. Damit leisten beide Kommunen Pionierarbeit für Sachsen-Anhalt. mehr...
Onlinepräsentation: Das steckt im Klimaatlas BW
[22.08.2025] Welche Möglichkeiten der Klimaatlas BW bietet und wie er bei der Klimaanpassung unterstützen kann, will das Kompetenzzentrum Klimawandel der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) am 18. September in einer Onlineveranstaltung zeigen. mehr...
Mannheim: Digital durch den Wald
[22.08.2025] Im Geoportal Mannheim finden Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt ein neues digitales Freizeitangebot vor. Ein Audioguide und eine digitale Karte führen durch das beliebte Naherholungsgebiet des städtischen Käfertaler Walds. mehr...
Baden-Württemberg: Kartenviewer zur Hitzebetroffenheit
[20.08.2025] Ein neuer Kartenviewer soll Kommunen in Baden-Württemberg bei der Planung von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen gegen Hitze unterstützen. Die interaktiven Karten zeigen die gegenwärtige und künftige Hitzebetroffenheit der Gemeinden an und können räumlich nach Nutzungstypen differenziert werden. mehr...
Digitaler Zwilling: Planung mit Perspektive
[19.08.2025] Die im Rahmen des Projekts Connected Urban Twins entwickelte Anwendung 3DProjektplaner ermöglicht eine innovative Stadtplanung und setzt neue Standards für die Verwaltungsdigitalisierung. Davon profitiert unter anderem die Freie und Hansestadt Hamburg. mehr...


















