BremenKI-Assistenz für Behördendienste

Undurchdringlicher Antragsdschungel? In Bremen soll ein KI-Assistent entstehen, der Antragstellenden bei der Bearbeitung ihrer Anliegen hilft.
(Bildquelle: dragoscondrea/123rf.com)
Die Freie Hansestadt Bremen beginnt mit der Planungsphase für einen neuen digitalen Assistenten für ihr Serviceportal. Für das Vorhaben hat der Senat gestern (24. Februar 2026) 500.000 Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen. Der KI-Assistent soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schrittweise durch Verwaltungsverfahren führen und offene Fragen klären – und damit den Zugang zu Online-Leistungen deutlich erleichtern, heißt es in einer Pressemeldung des Finanzsenats. Es sei vorgesehen, die KI fest in das Serviceportal zu integrieren – dort auffindbar, wo die meisten Nutzerinnen und Nutzer in die Verwaltungsverfahren einsteigen. Dabei habe die Lösung ausschließlich auf geprüfte Informationen der Verwaltung Zugriff.
Entlastung für alle
Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen wird es durch den Assistenten erleichtert, den richtigen Antrag zu finden und ihn vollständig mit allen erforderlichen Unterlagen abzugeben. „Das zeigt, wie KI dabei helfen kann, die öffentliche Verwaltung digitaler und noch bürgernäher zu gestalten“, sagt Bremens Finanzsenator Björn Fecker. Auch die Beschäftigten in der Verwaltung profitierten: Für sie reduziere sich der Arbeitsaufwand, wenn Anträge vollständig abgegeben werden und Rückfragen entfallen. „Dieses Potenzial von KI für den gegenseitigen Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung wollen wir zielgenau heben“, betont Fecker.
Klärung wichtiger Fragen
Darüber hinaus kann der KI-Assistent gezielte Auskünfte erteilen, etwa zu Gebühren, erwarteten Bearbeitungszeiten, Zuständigkeiten und Ähnlichem. Er unterstützt aber auch bei komplexeren Anliegen: So kann er dazu beitragen, Antragsvoraussetzungen und Antragsberechtigung zu klären oder auf fehlende oder widersprüchliche Angaben hinweisen. In der Umsetzung liegt der Schwerpunkt laut der Pressemeldung zunächst auf Leistungen mit hoher Nachfrage und relevanter Online-Nutzung. Perspektivisch sei eine Ausweitung auf weitere Leistungen vorgesehen. Die Lösung wird barrierefrei konzipiert; im Projektverlauf soll außerdem geprüft werden, in welchem Umfang mehrsprachige Unterstützung – vor allem für stark nachgefragte Leistungen – umsetzbar ist.
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