Donnerstag, 10. September 2026

Palo Alto NetworksBesserer Schutz vor Cyber-Angriffen

[05.09.2016] Schwachstellen auf Endpoints in Behörden waren oft der Grund für erfolgreiche Cyber-Angriffe. Antivirus-Lösungen sind an dieser Stelle unwirksam. Das Unternehmen Palo Alto Networks empfiehlt stattdessen intelligente Lösungen, die Malware frühzeitig erkennen.

Bei den jüngsten größeren Cyber-Angriffen auf Behörden waren stets bestimmte Konstanten gegeben, wie das Unternehmen Palo Alto Networks aufzeigt: Es gab
Schwachstellen im Betriebssystem oder in einer Anwendung auf dem Endpunkt und es wurde versäumt, die neuesten Patches aufzuspielen. Die Angreifer konnten sich so die Schwachstellen auf dem Endpunkt zunutze machen, um ungehinderten Netzwerkzugang zu erhalten. Antivirus‐Lösungen auf den Endpunkten haben sich laut dem Unternehmen für den Schutz vor heutigen Sicherheitsbedrohungen als unwirksam erwiesen. Eine empfehlenswerte Gegenmaßnahme sei daher zunächst das regelmäßige Patchen, um Sicherheitslücken zu schließen. Ebenfalls sollte eine Schwachstellenanalyse durchgeführt werden. „Um Angriffe zu stoppen oder die seitliche Bewegung der Angreifer im Netzwerk zu verhindern, ist Netzwerksegmentierung wichtig“, erklärt Martin Zeitler, Senior Manager Systems Engineering bei Palo Alto Networks weitere Empfehlungen. „Eine moderne Next‐Generation‐Sicherheitsplattform liefert eine verbesserte Transparenz zur Netzwerknutzung. Zudem ist eine solche integrierte Sicherheitslösung den heutigen Bedrohungen besser gewachsen, als punktuelle Produkte, die separat und unkoordiniert agieren.“ Das Unternehmen empfiehlt außerdem eine intelligente Lösung wie Traps von Palo Alto Networks für Endpunkte, die Malware an deren Verhalten frühzeitig erkennt. Hierbei komme eine Kombination hocheffektiver Methoden zum Schutz der Endpunkte zum Einsatz: Eine statistische Analyse über maschinelles Lesen beurteile jede unbekannte Datei, bevor diese ausgeführt werden darf. Bösartige ausführbare Dateien werden in Quarantäne gestellt.

Sicherheitsmaßnahmen für Behörden

Um zu bestimmen, ob eine ausführbare Datei gutartig oder bösartig ist, arbeite der Endpunktschutz Traps von Palo Alto Networks mit einer Bedrohungsanalyse‐Cloud zusammen. Sie könne eine unbekannte Bedrohung in etwa fünf Minuten in eine bekannte Bedrohung verwandeln. Eine Trusted‐Publisher‐Identifizierung ermögliche es Behörden, unbekannte gutartige Dateien, die als seriöse Software-Hersteller eingestuft worden sind, zu identifizieren. Auch eine regelbasierte Einschränkung der Ausführung sei eine Schutzmethode. Sie könne die Angriffsfläche jeder Umgebung reduzieren. Darüber hinaus sei die Definition von Richtlinien durch die Organisationen eine Schutzlösung. So lasse sich kontrollieren, was in einer Umgebung ausgeführt werden darf. Um Schad-Software vorzubeugen, umfasst das Produkt Traps laut dem Anbieter eine Prävention gegen Speicherbeschädigung oder ‐manipulation, eine Logic‐Flaw‐Prävention und eine Prävention gegen die Ausführung eines bösartigen Codes. Auch ermögliche ein moderner Endpunktschutz, nicht‐bösartige, aber anderweitig unerwünschte Software an der Ausführung zu hindern. Traps könne auch installiert werden, um Altsysteme vor Exploits sowie bekannten und unbekannten Sicherheitslücken zu schützen. Nicht zuletzt empfiehlt Palo Alto Networks, dass Sicherheitsteams und -produkte nicht in isolierten Strukturen agieren. Die Endgeräte‐ und Netzwerksicherheitsfunktionen sollten sich gegenseitig ergänzen und Informationen austauschen. Gleiches gelte für den globalen Austausch von Bedrohungsdaten in Sicherheitsallianzen sowie für die Interaktion mit Interessengemeinschaften oder staatlichen Stellen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Sicherheit
Blick in den leeren Tagungsraum im Kreishaus Lüdenscheid (Märkischer Kreis).

Märkischer Kreis: IT-Sicherheit bleibt Daueraufgabe

[08.09.2026] Der Märkische Kreis plant für dieses und das folgende Jahr weitere Maßnahmen zum Schutz seiner IT. Vorgesehen sind ein Notfallhandbuch, ein neues Konzept für gesicherte Fernzugänge sowie interne und externe Prüfungen der Server. mehr...

Kommunix: Informationssicherheitsvorfall bei TEVIS-Online

[02.09.2026] Kommunix untersucht einen Cyber-Angriff auf die Hosting-Infrastruktur von TEVIS-Online. Zwei Kundeninstanzen waren von Angreiferaktivitäten betroffen, inzwischen wurde ein Abfluss personenbezogener Daten ausgeschlossen. mehr...

Fraunhofer SIT: Leitfaden zur Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie

[26.08.2026] Ein neuer Leitfaden soll Kommunen und Behörden bei der Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie unterstützen. Er zeigt, wie sich bestehende IT-Systeme erfassen, Risiken bewerten und neue Beschaffungen auf quantensichere Verfahren ausrichten lassen. mehr...

bericht

Cyber-Sicherheit: KI ist Segen und Fluch

[06.08.2026] Für Verwaltungen ist KI Segen und Fluch zugleich. Einerseits soll sie den Fachkräftemangel kompensieren und Bürgerservices beschleunigen, andererseits wird sie für Cyber-Angriffe genutzt. Oft fehlt eine IT-Infrastruktur, die KI und Cyber-Abwehr verbindet. mehr...

Person mit neongelbem Regenzeug von hinten, auf dem Rücken steht in schwarzer Schrift: Security

Niedersachsen: IT-Sicherheitszentrum für Kommunen

[28.07.2026] Niedersachsen stärkt den Cyberschutz seiner Verwaltung mit zwei Bausteinen: Das Land investiert in Lizenzen für den KI-gestützten Schutzschirm Aegis und lässt von fünf kommunalen IT-Dienstleistern ein gemeinsames IT-Sicherheitszentrum aufbauen, das Kommunen unterstützen soll. mehr...

Leipzig: Cyber-Angriff auf IT-Dienstleister Lecos

[23.07.2026] Ein Cyber-Angriff auf den Leipziger IT-Dienstleister Lecos wurde frühzeitig erkannt und gestoppt. Die Stadt und Lecos selbst setzen auf transparente Kommunikation und teilten mit, dass lediglich dienstliche Kontakt- und technische Verzeichnisdaten abgeflossen seien. Die IT-forensischen Untersuchungen dauern an. mehr...

Gruppenfoto vor deutscher und estnischer Flagge.

Bonn/Estland: Von den Besten lernen

[21.07.2026] Estland gilt europaweit als Vorreiter für digitale Innovation und Cyber-Sicherheit. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis wollen die Zusammenarbeit mit dem baltischen Staat ausbauen und dabei insbesondere den geplanten Cyber Campus Region Bonn voranbringen. mehr...

Miniatur-Rettungsring auf einer Tastatur

ITEBO: Auch im Ernstfall arbeiten können

[16.07.2026] Um den Verwaltungsbetrieb auch im Krisenfall aufrechthalten zu können, sollten Kommunen einen vorbereiteten Notfallarbeitsplatz vorhalten. Eine solche Lösung bietet unter anderem ITEBO an. mehr...

Illustration zum Thema Cybersicherheit: Im Vordergrund sitzt eine dunkel gekleidete Person mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze vor einem Laptop. Im Hintergrund sind schemenhafte Silhouetten von Menschen zu sehen, die miteinander sprechen oder arbeiten. Überlagerte digitale Elemente und eine angedeutete Stadtlandschaft in Blau- und Grautönen vermitteln den Eindruck einer vernetzten digitalen Welt und symbolisieren die Bedrohung durch Cyberangriffe auf Organisationen und Verwaltungen.
bericht

Komm.ONE: Cyber-Sicherheit wird zur Daueraufgabe

[29.06.2026] Der IT-Dienstleister Komm.ONE warnt beim Cybersicherheitstag 2026 vor zunehmender Professionalisierung der Angreifer. Prävention, Zusammenarbeit und Künstliche Intelligenz gewinnen an Bedeutung. mehr...

Bild in Blautönen: Junger Mann in Office-Umgebung stützt Kopf in Hand, un ihn herum eingeblendet Icons für Dokumente und Daten und Vernetzung

CSBW: Neues Handbuch für IT-Notfälle

[23.06.2026] Für Verwaltungen bestehen jederzeit Risiken für Sicherheitsvorfälle und Datenschutzverletzungen – mit möglichen schweren Folgen. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg unterstützt Land und Kommunen mit neuen Angeboten, ein belastbares Informationssicherheits-Managementsystem aufzubauen. mehr...

Etwas düster wirkende Bühne mit der obligaten Großprojektion, davor Personen in förmlicher Business-Kleidung in Gruppenfopto-Aufstellung

BSI/NExT: Drei Projekte für mehr Sicherheit

[22.06.2026] Den InfoSec Impact Award von BSI und NExT erhielten drei herausragende IT-Sicherheitslösungen aus dem Public Sector, die sich mit Software-Lieferketten, Cyber-Trainings und interkommunaler Zusammenarbeit befassen. Die Projekte werden als Best Practices veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit vorgestellt. mehr...

Im Homeoffice für Cyber-Sicherheit sensibilisieren.

Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket für Cyber-Sicherheit

[01.06.2026] Schleswig-Holstein baut die Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen aus. Zum Schutzschirm gehören unter anderem ein erweitertes Schwachstellenmanagement, mobile IT für Krisenlagen und Vor-Ort-Supportteams. Digitale souveräne Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur sichern Behörden weiter ab. mehr...

Blick in einen Vortragssaal auf der SaarSecurity Roadshow

eGo-Saar: Erfolgreiche SaarSecurity Roadshow

[27.05.2026] In einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe haben der Zweckverband eGo-Saar und das saarländische Wirtschaftsministerium über NIS2, IT-Notfallmanagement und digitale Resilienz informiert. Bei den Kommunen stieß die SaarSecurity Roadshow 2026 auf großes Interesse. 
 mehr...

G-DAta_leitzgen_bölting_porträt
interview

Cyber-Sicherheit: Kommunen sind leichte Beute

[12.05.2026] Wie Städte und Kreise ihre IT trotz Fachkräftemangel wirksam vor Cyber-Kriminellen schützen können, erläutern im Interview Kira Groß-Bölting und Jan Leitzgen vom Computer Security Incident Response Team (CSIRT) des Unternehmens G DATA Advanced Analytics. mehr...

BSI: Frühwarnsystem für Cyber-Sicherheitsvorfälle

[30.03.2026] Angesichts der angespannten Cyber-Sicherheitslage stärkt das BSI die Reaktionsfähigkeit gegen IT-Sicherheitsvorfälle. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen soll der Einsatz von Datensensorik ausgebaut werden – als Grundlage für Echtzeitanalysen und erster Schritt Richtung Cyberdome. mehr...