Freitag, 17. Juli 2026

Heidelberg / Hochschule LudwigsburgTheorie und Praxis verzahnen

[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen.
Zwei Personen unterzeichnen eine Absichtserklärung

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner und die Rektorin der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg, Dr. Iris Eliisa Rauskala, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

(Bildquelle: Stadt Heidelberg)

Die Stadt Heidelberg und die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HS Ludwigsburg) arbeiten künftig zusammen. In einer Ende Januar 2026 unterzeichneten Absichtserklärung legten die beiden Partner das Ziel ihrer Zusammenarbeit fest: die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben. Dazu gehören nach Angaben der Stadt und der Hochschule sowohl eine datenbasierte Bürgerkommunikation als auch die Analyse etablierter Prozesse, um diese im Rahmen neuer digitaler Arbeitsweisen zu verbessern.

„Heidelberg ist ein exzellenter Standort für Wissenschaft und Forschung. Auf dieser Grundlage setzen wir in der Verwaltung gezielt auf den Einsatz digitaler Technik, um Entscheidungen zu vereinfachen, Prozesse zu beschleunigen und unsere Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger stetig zu verbessern“, erklärt Oberbürgermeister Eckart Würzner. „Dank unserer neuen Kooperation mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg wird dieser innovative Ansatz künftig wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Von den Erkenntnissen profitieren wir in Heidelberg – und hoffentlich auch viele andere Kommunen im Land, die unserem Beispiel folgen.“ 

Gemeinsam wolle man Strukturen schaffen, in denen Theorie und Praxis noch enger verzahnt seien und aus denen nachhaltige Impulse für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung entstünden, ergänzt Iris Eliisa Rauskala, Rektorin der HS Ludwigsburg: „Dass dies heute KI und Digitalisierung umfasst, ist selbstverständlich. Wir freuen uns daher ganz besonders, mit unserem generalistischen Zugang alle Facetten des modernen Verwaltungsmanagements bereits in der Ausbildung abdecken zu können.“

Die Zusammenarbeit ist als kontinuierlicher Prozess angelegt und soll durch regelmäßige Abstimmungsformate sowie eine wissenschaftliche Begleitung strukturiert und weiterentwickelt werden. Langfristiges Ziel sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, von denen die Studierenden der Hochschule ebenso profitieren wie die Mitarbeitenden der Verwaltung, und aus denen sich Best-Practice-Beispiele für andere Kommunen ableiten lassen. Bereits im Vorfeld der Absichtserklärung fanden erste Workshops und Austauschformate statt, sodass schon im April 2026 die Ausschreibung erster gemeinsamer Fachprojekte geplant ist. Diese sollen dann im Herbst dieses Jahres in die Umsetzung gehen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Zahnräder_Hände
bericht

Digitalisierung: Taskforce eingerichtet

[16.07.2026] Niedersachsen versteht die Digitalisierung als ebenenübergreifende Aufgabe. Mit Rahmenwerk, strategischer Steuerung und operativer Unterstützung, gebündelt mit Standardisierung und konsequenter Kooperation, sind Land und Kommunen auf einem guten Weg. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Sachsen-Flagge im Wind

Sachsen: Mittel für kommunale Digitalisierung

[06.07.2026] Sachsen plant im Doppelhaushalt 2027/2028 weitere Mittel für die Verwaltungsdigitalisierung ein. Neben dem Sächsischen Verwaltungsnetz und zentralen Landesportalen sollen auch Kommunen bei digitalen Diensten und internen Verfahren unterstützt werden. mehr...

Gruppenfoto am Spreeufer, das Kanzleramt im Hintergrund

Vitako: Der moderne Staat fängt in den Kommunen an

[02.07.2026] Die Staatsmodernisierung entscheidet sich nicht im Konzept, sondern in der kommunalen Umsetzung. Beim Politischen Abend von Vitako diskutierten Bundestagsabgeordnete und Fachleute, wie kommunale IT-Dienstleister, gemeinsame Standards und klare Governance die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen können. mehr...

Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...