Donnerstag, 18. Juni 2026

DigitalPakt SchuleQuickborn als Vorbild

[28.04.2022] In vorbildlicher Weise hat die Stadt Quickborn alle ihr zustehenden Mittel aus dem DigitalPakt Schule eingeworben. Laut Bildungsministerin Karin Prien hat die Kommune in Schleswig-Holstein einen externen Beratungsdienstleister bemüht und außerdem im engen Austausch mit dem zuständigen Ministerium gestanden.

Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von mehr als einer halben Million Euro hat jetzt die Stadt Quickborn für die Digitalisierung ihrer Schulen erhalten. Wie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mitteilt, hat die schleswig-holsteinische Kommune die Mittel mithilfe eines externen Beratungsdienstleisters eingeworben. Auch habe die Stadt im engen Austausch mit dem Bildungsministerium gestanden und beispielsweise den letzten Antrag vor Einreichung mit den Experten dort abgestimmt. So konnte sichergestellt werden, dass alle notwendigen Angaben enthalten sind.
„Dieser Bescheid in Höhe von mehr als 517.500 Euro ist ein Musterbeispiel für gute Arbeit des Schulträgers“, sagt Bildungsministerin Karin Prien. „Die Stadt Quickborn hat am 18. Februar dieses Jahres bei uns den Antrag eingereicht, dieser wurde umgehend bearbeitet und nur zwei Monate später können wir schon den Bescheid übergeben.“ Die Stadt hat laut Ministerium somit ihren dritten Zuwendungsbescheid erhalten und das gesamte ihr zustehende Budget ausgeschöpft. „Das ist absolut vorbildlich“, sagt Prien.
Insgesamt habe die Kommune 994.000 Euro aus dem DigitalPakt erhalten. Planungen seien in Quickborn schon mit der Unterzeichnung des DigitalPakts 2019 angelaufen und dann sukzessive umgesetzt worden. Die Stadt habe mit den Mitteln die Ausstattung ihrer sieben Schulen mit WLAN und interaktiven Displays finanziert.

Fördermöglichkeiten effizient ausschöpfen

Noch bis zum Jahresende 2022 können die Schulträger in Schleswig-Holstein Mittel aus dem DigitalPakt beantragen. Das Ministerium weist außerdem darauf hin, dass seit dem Jahr 2019 der vorzeitige Maßnahmenbeginn erlaubt ist. Die Schulträger können die Mittel also bereits verbauen, ohne sie vorher durch Antragstellung bewilligt bekommen zu haben. Die Antragstellung als Rückerstattung der Mittel wird laut Prien von vielen Schulträgern in Anspruch genommen, da dann nur einmal ein Antrag gestellt werden muss. „Das berichteten uns zumindest die Vertreter der Schulträger auf den Regionalkonferenzen, die wir gerade im ganzen Land durchgeführt haben.“ Daraus lasse sich ableiten, dass die digitale Infrastruktur im Land deutlich weiter ist, als es die Abrechnungszahlen der Digitalpaktmittel vermuten lassen.
„Wir wollen die Schulträger noch besser unterstützen“, kündigt die Ministerin außerdem an. „Damit die Mittel noch schneller bei den Schulen ankommen, haben wir in Schleswig-Holstein die Verfahren bereits vereinfacht und unter anderem ein Fast-Track-Antragsverfahren entwickelt.“ Zusätzlich bestehen beim Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und im Ministerium verschiedene Beratungsmöglichkeiten, wo sich Antragsteller frühzeitig Informationen holen können. Sich wie die Stadt Quickborn externe Beratung mit ins Boot zu holen, sei ebenfalls ein guter Weg, um die Fördermöglichkeiten effizient auszuschöpfen.
Laut Ministerium sind in Schleswig-Holstein derzeit 41 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule bewilligt worden; davon allein zehn Millionen Euro seit Jahresbeginn.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
Blick über die Schulter eines jungen, konzentriert erscheinenden Schülers, der auf seinem Tisch ein Tablet und einige Schulutensilien hat.

Hessen: Software hilft beim Mathe lernen

[12.06.2026] Hessen führt an seinen Schulen schrittweise ein intelligentes Online-Lernsystem für den Mathematikunterricht ein. Die Plattform soll Aufgaben passend zum Lernstand anbieten, direkte Rückmeldungen geben und Lehrkräfte bei Unterrichtsvorbereitung und Förderung entlasten. mehr...

vier-personen-sitzen und stehen an einem Tisch_Würzburg_schul-it

Würzburg: Schul-IT ertüchtigt

[09.06.2026] Von Strom über Glasfaser bis hin zu Endgeräten und Softwarepool: Die Stadt Würzburg hat in den vergangenen sechs Jahren knapp 24 Millionen in die schulische digitale Infrastruktur investiert. mehr...

bericht

Worms: 27 Schulen, eine Plattform

[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...

eine Gruppe von Personen steht vor einem Gebäude

Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz

[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...

Chatbots kommen vermehrt im öffentlichen Sektor zum Einsatz.

Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen

[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...

Klassenzimmer-Kulisse: Eine Frau mit langen Locken (Maria Borelli) beugt sich über den Schultisch von zwei Grundschülern, die vor einem Laptop sitzen.

Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen

[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...

auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...