MemmingenDigitaler Zwilling entsteht
Zur Unterstützung einer nachhaltigen, digitalen und zukunftsfähigen Wirtschaft sowie der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie stellt die Europäische Union Fördermittel zur Verfügung. Teil des Programms REACT-EU ist eine Innenstadt-Förderinitiative für bayerische Städte, Märkte und Gemeinden – mit dem Ziel Synergien zwischen städtebaulicher und gewerblicher Entwicklung herzustellen sowie den Standort Innenstadt zu stärken.
Anfang dieses Jahres hat die Stadt Memmingen den Zuschlag für die Teilnahme an REACT-EU erhalten. Wie die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) mitteilt, soll mit der Entwicklung und dem Aufbau eines Digitalen Zwillings sowie eines LoRaWAN die Altstadt nachhaltig gestärkt werden. Digital Twins werden über Sensoren an die reale Welt gekoppelt, um diese so exakt wie möglich widerzuspiegeln. Damit wird ein Abbild der Realität geschaffen, an dem Veränderungen getestet werden können. Das soll dazu beitragen, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Gegenmaßnahmen zu definieren und Erfolge langfristig zu überwachen. Der Digitale Zwilling dient also einerseits als Visualisierungs- und Simulationsplattform und andererseits als interaktive Planungsplattform für die städtebauliche Entwicklung.
Wie die AKDB weiter mitteilt, erhielt das in Memmingen ansässige Unternehmen RIWA den Zuschlag für die Ausschreibung zum Aufbau eines Digitalen Zwillings sowie eines LoRaWAN. RIWA und AKDB bieten seit 2021 unter dem Dach von RIWA eine gemeinsame Produkt- und Dienstleistungspalette an. Das Unternehmen ist zudem gemeinsam mit der AKDB sowie den Firmen roosi und digitalfabriX Mitglied der Initiative Smart Data Services, die Kommunen, Bürger und Unternehmen durch innovative Informations- und Kommunikationstechnologien auf dem Weg zur Smart Community unterstützt.
Sensorgestützte Lösungen liefern unterschiedliche Use Cases
Beim Aufbau der Plattform werden innovative sensorgestützte Lösungen genutzt, um Use Cases in Echtzeit bereitzustellen. Zu diesen zählt laut AKDB unter anderem die Frequenzmessung von Passanten, um beispielsweise Points of Interest zu ermitteln und zu steuern. Fahrzeugzähler dienen zur Meldung von Verkehrsbehinderungen oder -überlastungen, eine Auslastungsüberwachung von Parkräumen erleichtert gezielte Erweiterungsmaßnahmen. Außerdem zählen zu den Use Cases die Smart-Waste-Füllstandsmessung für eine effiziente und optimierte Abfallwirtschaft, das Umweltmonitoring zur Warnung kritischer Werte oder das Anbringen von Bodenfeuchtesensoren für ein intelligentes Bewässerungsmanagement. Der Digitale Zwilling wird nach Angaben der AKDB auf die bestehende Geo-Informationsinfrastruktur der Stadt Memmingen aufgesetzt und vollumfänglich integriert, wodurch ökologische, ökonomische und soziale Verbesserungen erreicht sowie Ressourcen und Finanzen eingespart werden.
Für die Erstellung des LoRaWAN, das direkt an den Digitalen Zwilling sowie das Geo-Informationssystem der Stadt Memmingen angebunden wird, wird das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) im Rahmen des Gesamtprojektes von RIWA beauftragt. Der Gründungsgesellschafter von RIWA betreibt gemeinsam mit den Energieversorgern aus dem Allgäustrom-Verbund seit 2018 ein LoRaWAN-Funknetz und entwickelt darauf aufbauende Anwendungsfälle.
Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben
[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...
Berlin: Hochwasser im Blick
[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. mehr...
RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima
[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...
Augsburg: Straßenraum in 3D
[07.04.2026] Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...
Mainz: WebGIS wird modernisiert
[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...
Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt
[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...
Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt
[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...
Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI
[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...
Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen
[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...
Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps
[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...
Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert
[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...
Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell
[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...
Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin
[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...
Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick
[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...
Braunschweig: Warum heißt die Straße so?
[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...





















