Rheingau-Taunus-KreisFörderung für smarteren ÖPNV

Projekt „Smart Traffic Management“ erhält Fördermittel aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“.
v.l.: Sandro Zehner, Landrat und Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises; Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus; Arno Brandscheid, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft; André Stolz, Vorsitzender des Kreistags
(Bildquelle: Rheingau-Taunus-Kreis)
Projekt „Smart Traffic Management“ erhält Fördermittel aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“.
v.l.: Sandro Zehner, Landrat und Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises; Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus; Arno Brandscheid, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft; André Stolz, Vorsitzender des Kreistags
(Bildquelle: Rheingau-Taunus-Kreis)
Der Rheingau-Taunus-Kreis will den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum verbessern. Für das Projekt „Smart Traffic Management“ erhält die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) Fördermittel in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ des Ministeriums für Digitalisierung und Innovation. Der Förderzeitraum ist auf zwei Jahre ausgelegt. Mit dem Geld sollen nach Angaben des Rheingau-Taunus-Kreises die Busse des RTV mit Sensortechnik ausgestattet werden, welche die Fahrgastzahlen erfassen und so die tatsächliche Auslastung der Fahrzeuge in Echtzeit sichtbar machen. Die Daten sollen auch auf Apps oder Anzeigetafeln angezeigt werden. So könnten Bürgerinnen und Bürger direkt sehen, ob ein Bus voll ist oder ob es noch freie Plätze gibt. Auch die Pünktlichkeit und die Platzverhältnisse für Kinderwagen oder Rollstühle könnten so besser eingeschätzt werden.
Sandro Zehner, Landrat und Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, sagt: „Wenn wir in Zukunft wirklich wissen, wie voll einzelne Busse sind, wo wir nachsteuern müssen und wo die Auslastung vielleicht niedriger ist als bisher gedacht, ist das ein großer Schritt nach vorn.“ Die Digitalisierung biete die Chance, den ÖPNV auch bei knappen Haushaltsmitteln zu verbessern. Arno Brandscheid, Geschäftsführer der RTV, ist ebenfalls überzeugt, dass die Daten künftig dabei helfen werden, das Angebot bedarfsgerechter zu gestalten und auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Bisher habe man sich auf Fahrgastzählungen verlassen, die lange zurücklagen. Jetzt könnten Entscheidungen datenbasiert getroffen werden.
Das Projekt „Smart Traffic Management“ ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung des ÖPNV im Rheingau-Taunus-Kreis, das die Themen Bedarfsverkehre und On-Demand-Angebote voranbringen soll. Das Projekt soll auch die Bundesgartenschau (BUGA) 2029 im Oberen Mittelrheintal begleiten. Die topografischen Bedingungen im Rheintal stellen hohe Anforderungen an die verkehrliche Erschließung. Die RTV soll die ÖPNV-Bedingungen für die BUGA mitplanen. An Wochenenden sollen Fahrzeuge eingesetzt werden, die mit den Sensoren ausgestattet sind, um schnell auf die tatsächliche Nachfrage reagieren zu können.
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